Exkursion

Am Mittwoch, den 28.05.2014, machte sich der gesamte Kurs auf nach Hamburg, um dort mehreren Vorträgen beizuwohnen und das Gebäude der HCU in der Hafencity besichtigen. Begleitet wurde die Exkursion von Stefan Wölwer und Holger Fricke.

Das IF

Um 11:30 wurden wir im Haus des IF von Frank Zierenberg als Vertretung für Herrn Maerzig von “Held & Team” empfangen und erhielten einen kurzen Überblick über die Vorgehensweise und Organisation des IF. Das Industrie Forum Design beschäftigt sich seit 1953 mit der Frage, was gute Gestaltung eigentlich ausmacht. Der regelmäßig ausgelobte Wettbewerb soll helfen, diese Frage zu beantworten oder zumindest gelungene Beispiellösungen zu präsentieren. Das IF ist ein eingetragener Verein, eine GmbH regelt die wirtschaftlichen Aktivitäten. Im Untergeschoss des 3,5 Millionen Euro teuren IF-Hauses in der Hafencity Hamburg ist eine Ausstellung der prämierten Designs zu sehen, welche als Inspirationsquelle für Studierende dienen kann.
Besonders interessant ist, dass ab dem kommenden Jahr eine Umstrukturierung des Designpreises statt findet. Die bis dato “IF Konzept Design Award” betitelte Kategorie wird dann in “Student Design Award” umbenannt. Hier winken insgesamt 30.000 € Preisgeld, gesponsort von u.a. VW, Hans Grohe und LG, und eine Erhöhung der zugehörigen Hochschule im internationalen Ranking.

Auf die berechtigte Frage Wölwers, ob bei den meisten Produkten nicht mittlerweile das Interface der ausschlaggebende Punkt sei, erhielten wir die Auskunft, dass dieses Thema derzeit sehr kontrovers im IF diskutiert wird. Es sei jedoch klar, dass sich Hülle und Interface nicht trennen lassen, wenn es zur Beurteilung des Design kommt.

Wir erhielten den Raum kostenlos für den gesamten Tag – zwar nicht exklusiv aber im Wesentlichem ungestört. Die technische Ausstattung ist hervorragend und somit für Gruppen zwischen 20 und 70 Personen ein toller Ort für Lehrveranstaltungen.

 SYNÉO

Noch im Haus des IF verbleibend erhielten wir einen Vortrag von Matthias Richter, Interactiondesigner bei Synéo. Er gab uns einen Einblick in die Arbeitsweisen der Designagentur und deren Leitbild (durch Design neue Landschaften erkunden, die die Anwendungserlebnisse der Zukunft beschreiben.) und Ansatz (auf grundlegende Werte bauen, sich voll und ganz den Bedürfnissen der Verbrauchern verpflichten und immer auf Substanz, Nachhaltigkeit und Qualität setzen.).

Er beschrieb, dass zwischen dem Jetzt und der Zukunft immer der Wandel liegt. Dieser Wandel birgt Chancen und Unsicherheiten und den Trend “Demokratie vs. Destabilisierung”. Weitere Trends sind laut Richter die Dematerialisation des Cloud-Computings und die, durch immer präziser arbeitende Sensoren ermöglichte Behaviour Analysis.

Synéo arbeitet mit dem Dreieck aus “Content”, “Tech” und “UX”, wobei letzteres die Motivation zur Auseinandersetzung, die Innovation und Begeisterung beinhaltet. Seit kurzem fließen in die “UX” aber auch die “Analytics” mit ein, bei denen messbare Daten aus der “UX” gesammelt und ausgewertet werden.

Des Weiteren spricht sich Richter für eine “Adaptive Positionierung” innerhalb der Design-Branche aus. Demnach sei die Trennung der Disziplinen im Design aufgehoben und muss quasi ein kompetenter Allrounder sein. Dennoch sei es wichtig, eine eigene Position zu haben, um sich selbst besser zu definieren und auch gegenüber potenzieller Kunden klar machen zu können, wofür man steht.

 

HCU Hamburg

Nach einer kurzen Mittagspause trafen wir uns zu zwei weiteren Vorträgen an der HafenCity Universität Hamburg. Das Gebäude wurde gerade erst eröffnet und bietet eine beeindruckende Architektur und Lage, wodurch es auch zum Attraktor für unifremde Personen wird. Die Universität wurde bewusst in die HafenCity gelegt, da diese das größte europäische Städtebauprojekt ist. So es nicht verwunderlich, dass man hier unter anderem Stadtplanung und Urban Design studieren kann.

Im Anschluss an den kurzen Vortrag zur Historie der Uni von Rainer Johann und einem über die architektonischen Eigenheiten der HafenCity von Siegfried Krauß begaben wir uns auf eine geführte Tour durch eben diese. Hier konnte uns Krauß aufgrund seiner vielen Insider-Informationen von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg (BSU) interessante Details und Hintergründe zu den Bauten, Plätzen und Plätzen geben.
Krauß beschäftigt sich als Planungsbeamter (Leiter HafenCity Projekt) seit 25 mit der Hafen City. Den erhofften Schwerpunkt zu Möbeln/Objekten im öffentlichen Raum konnte er gut ausfüllen. Hier haben wir für zukünftige Fragen in diesem Bereich einen erfahrenen, hilfsbereiten Ansprechpartner gefunden.

Gegen 16:30 endete die Führung und der Kurs trat die Heimfahrt an.

 

 

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