Ovation

“combines easy handling with precision”

Die Arbeit mit Pipetten ist nicht gerade ein Zuckerschlecken: die gleichen Bewegungen und Handhaltungen werden nach einiger Zeit zur echten Belastung für die Gelenke. Daher sind Sehnenscheidenentzündungen ein gängiges Übel für Laboranten. Wichtig vor allem im klinischen Einsatzbereich von Pipetten ist auch deren Sterilität. Die Pipette muss regelmäßig sterilisiert werden, um Bakterien, die sich vor allem an die schlecht erreichbaren Stellen im Griffbereich anlagern, vorzubeugen. Kleinste Unaufmerksamkeiten können zu Ungenauigkeiten im Ergebnisbereich führen, da durch Erschütterungen oder Verwechslungen der Volumina die Exaktheit des Messbereiches verschoben wird.

Präzision, Ergonomie, Sterilität und Individualität. Diese vier Wörter umfassen im Allgemeinen unsere Designkriterien. Beim pipettieren ist es sehr wichtig, exakte Messergebnisse zu erzielen, da sie auf ein Hundertstels genau sein müssen. Durch eine Vielzahl von kleinen Fehlern kann sich der Kolben verschieben und Ungenauigkeiten zur Folge haben. Ein Beispiel dafür ist, wenn die Pipette aus der Hand auf einen 10cm darunterliegenden Tisch rutscht. Dies hat zur Folge, dass die Pipette kalibriert werden muss. Bei einigen Modellen muss sie dazu zum Hersteller eingeschickt werden.
Diesem sowie weiteren Problemen im Umgang mit Pipetten haben wir uns gestellt:  Wir haben mit der „Ovation“ eine Pipette entwickelt, die sich der Handinnenfläche anpasst, die Haltung positiv beeinflusst und eine bessere Grifffestigkeit erschließt. Die Pipette kann somit nicht mehr einfach aus der Hand rutschen. Häufig wird der Oberfläche von Pipetten eine Rillenstruktur gegeben, um diesem Rutschproblem entgegenzuwirken. Rillen und Fugen sind beliebte Nistplätze für Bakterien und Keime. Selbst wenn man die Pipette mit einem Desinfektionstuch abwischt, bleiben Rückstände in den Fugen.

Die „Ovation“ besteht aus einer glatten Oberfläche, die einfach und schnell mit einem Tuch abgewischt und steril gehalten werden kann. Zudem ist sie mit einem speziellen Material beschichtet, welches durch seinen Lotuseffekt Flüssigkeiten abweist. Ein weiteres Problem stellt die Kennzeichnungen der Volumengrößen dar: Ungenügende und nicht sofort erkennbare Kennzeichnungen führen oft zu Verwechslungen: Steckt man einen Tip, der 50 ul erfasst, auf eine Pipette, die ein viel höheres Kolbenvolumen hat, zieht die Flüssigkeit in den Kolben hoch und verschiebt den Messbereich. Die „Ovation“ ist neben dem Knopf auch am unteren Bereich farblich gekennzeichnet. Eins unserer weiteren großen Kriterien ist die Individualität und somit einer der Gründe, warum die „Ovation“ nicht wie andere Pipetten durch ein Gussverfahren hergestellt werden kann. Die Maßkonfektion von einzelnen Exemplaren lässt sich bei Massenproduktionen leider nicht berücksichtigen. Die „Ovation“ wird daher komplett in einem 3D- Druckverfahren hergestellt. Somit kann jede Pipette in einer abgewandelten Form der Hand angepasst werden und ist ein Unikat. Ein echtes Feature und die Besonderheit der „Ovation“ ist ein kleiner Streifen am Körper der Pipette: er leuchtet rot auf, sobald sich der Messwert der Pipette verschoben hat und sie kalibriert werden muss. Bislang muss der Laborant selber entscheiden, wann die nächste Kalibrierung durchgeführt werden muss. Da man dies nicht von Außen erkennen kann, geschieht es häufig, dass ein Einstellungsfehler erst nach einigen Tagen erkannt wird und viele Messungen unbrauchbar macht.
Mit der „Ovation“ kann dies nicht passieren: Leuchtet sie einmal auf, erlischt das Warnsignal erst dann, wenn eine Justierung durchgeführt wurde. Somit wird verhindert, dass sie weiterhin benutzt wird.
Die „Ovation“ erfüllt alle Anforderungen modernster Technik, macht das Pipettieren effizienter, sowie präziser, reduziert Fehlerquellen und ist leistungsfähiger gegenüber herkömmlichen Modellen.