Naturwissenschaft und Technik – Studiengangsmodelle unter Genderperspektive

Naturwissenschaftliche und technische Fächer wurden in den letzten Jahrzehnten von einer großen Dynamik erfasst und haben ständig neue Bereiche hervorgebracht, neue kleine Disziplinen, „Hybriddisziplinen“, wie sie Rudolf Stichweh nennen würde, die oftmals wiederum zu neuen Disziplinen werden.

In Hybriddisziplinen bzw. neuen Disziplinen, wie z.B. der Bioinformatik oder Bioethnologie, bieten sich Frauen neue Chancen, denn es sind gewissermaßen Disziplinen, die zumindest potentiell noch über kein Geschlecht verfügen. Zu rekonstruieren, wie junge Disziplinen allmählich für das eine oder andere Geschlecht zum Bildungsfeld werden, wie disziplinäre Profile, Produkte und Handlungsweisen ein Geschlecht zugeschrieben erhalten, scheint gleichstellungspolitisch höchst relevant.

Daraus ergeben sich auch Fragen in Bezug auf ein reshaping von Bildungsgängen und Berufen.

  • Wie können diese so gestaltet werden, dass sie attraktiv für Frauen werden?
  • Wie lassen sich professionelle Leitbilder oder fachkulturelle Merkmale „neutralisieren“?
  • Und wie kann Gender-Wissen, wie können Geschlechterfragen in diese Disziplinen integriert werden?
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