Traditionelle Rollenmuster auch in der EU

Nicht nur in Deutschland folgt die Studienfachwahl oft traditionellen Mustern.

Viele junge Männer und Frauen entscheiden sich auch in den EU-Nachbarländern noch immer für Berufe, die traditionelle Geschlechterrollen widerspiegeln. Das hat eine EU-Studie ergeben.

Der Anteil der weiblichen Hochschulabsolventen im Bereich Gesundheit und Soziales betrug 2007 in Deutschland fast 75 Prozent. In allen 27 EU-Staaten lag er sogar um einen Prozentpunkt höher, nämlich bei 76 Prozent. Im Ingenieur- und Bauwesen waren es 2007 in Deutschland nur knapp 18 Prozent weibliche Absolventinnen. In allen 27 EU-Staaten lag ihr Anteil immerhin bei 25,5 Prozent.

Mädchen erzielen in der Regel höhere Abschlüsse und bessere Noten bei Schulabschlussprüfungen als Jungen, die häufiger die Schule abbrechen oder ein Schuljahr wiederholen. Internationale Studien zeigen, dass in rund einem Drittel der europäischen Bildungssysteme Jungen häufiger Leseschwächen aufweisen, während Mädchen eher in Mathematik schlechte Ergebnisse erzielen. Zur Gleichbehandlung der Geschlechter im Bildungsbereich finanziert die Europäische Kommission Kooperationen zwischen EU-Ländern und unterstützt mit dem Programm für lebenslanges Lernen multinationale Bildungsprojekte.

Die Studie der EU-Kommission basiert auf der Arbeit des Eurydice-Netzes, das Bildungsdaten sammelt und analysiert. Die Studie „Geschlechterunterschiede bei Bildungsresultaten: Derzeitige Situation und aktuelle Maßnahmen in Europa“ findet sich unter:

http://eacea.ec.europa.eu/education/eurydice/documents/thematic_reports/120DE.pdf?wa=GLB10-25&uid=4019759

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