Monatsarchiv für Januar 2011

Deutschland gehört zu den sechs OECD-Staaten, deren Durchschnittswerte in der mathematischen Kompetenz seit PISA 2003 deutlich, d.h. signifikant, angestiegen sind. Mit 513 Punkten gehört Deutschland 2009 erstmals zu der Gruppe jener Staaten, die signifikant über dem OECD-Durchschnitt von 496 Punkten liegt.

Im Gegenzug hat sich der Anteil von Jugendlichen mit geringer mathematischer Kompetenz  von 21,6 % bei PISA 2003 auf 18,6 % bei PISA 2009 reduziert.

Auch im Bereich der naturwissenschaftlichen Kompetenz sind die deutschen Schülerinnen und Schüler mit 520 Punkten deutlich deutlich oberhalb des OECD-Durchschnitts, der bei 501 Punkten liegt. Ebenso ist der Anteil der Jugendlichen auf der niedrigsten Stufe der naturwissenschaftlichen Kompetenz deutlich niedriger als im OECD-Durchschnitt.

Das lässt insgesamt für naturwissenschaftlich-technische Berufe hoffen. Besser wäre es aber, wenn die Pisaangaben eine Differenzierung nach männlichen und weiblichen Jugendlichen zuließen. Das würde helfen, nach wie vor bestehende Vorurteile in Bezug auf das Geschlecht zu entkräften.

Share

Frauen und Männer sind nach wie vor in sehr unterschiedlichen Berufen tätig. Die Berufswahl orientiert sich dabei an eher traditionellen Vorstellungen. Ein Wechsel in die jeweilige Domäne des anderen Geschlechts bleibt weiter die Ausnahme. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Grundlage von Auswertungen des Mikrozensus mit.

Zwar ist der Anteil der Frauen an allen Erwerbstätigen von 1991 (dem Jahr der erstmaligen Publikation gesamtdeutscher Ergebnisse) bis zum Jahr 2009 um 4,2 Prozentpunkte auf 45,8% gestiegen. Die von Frauen und Männern bevorzugt beziehungsweise überwiegend ausgeübten Berufe haben sich im Zeitablauf allerdings nur in geringem Maße verändert: sowohl bei Männern als auch bei Frauen gibt es berufliche Domänen mit zum Teil sehr hohen Anteilen von Erwerbstätigen des einen oder anderen Geschlechts.

So waren im Jahr 2009 insgesamt 49% der Männer und 36% der Frauen in Berufsgruppen tätig, die zu über 80% von Personen des eigenen Geschlechts ausgeübt wurden. Im Vergleich zum Jahr 2000 veränderte sich das kaum: damals waren 52% der Männer und 34% der Frauen in Berufen tätig, die vom jeweils eigenen Geschlecht dominiert wurden.

(zitiert nach: 4.1.2011 Online-Redaktion Verlag Dashöfer, Quelle: Gleichstellung online)

Share