Frauen studieren nach wie vor in geringerem Maß als Männer

Die Ergebnisse aus der jüngsten HIS-Befragung von Studienberechtigten des Jahres 2010 zeigt eine allgemeine Steigerung der Studierneigung auf. Zwischen 55 % und 77 % aller Studienberechtigen des Abschlussjahrgangs 2010 wollen ein Studium aufnehmen.  Gegenüber 2008 ist das eine Steigerung bei der maximalen Studierneigung um 5 %.

Bei Frauen jedoch ist auch 2010 die Studierneigung immer noch geringer als bei Männern. Sie liegt bei den Frauen bei 75 %  und ist damit um 4 Prozentpunkte niedriger.

Denn Frauen versprechen sich in der Regel geringere Erträge von einem Studium und trauen sich trotz guter Noten seltener ein Studium zu. Auch lassen sie sich stärker von den zu erwartenden Studienkosten verunsichern. Traditionelle Geschlechterrollenbilder bei Eltern hemmen zusätzlich – so die HIS-Studie. Eltern erwarten eher von Söhnen ein Hochschulstudium als von ihren Töchtern.

Im Gegenzug planen Frauen deshalb stärker als studierfähige Männer eine Berufsausbildung nach dem Erwerb der Hochschulreife. Ebenso nennen diese Option häufiger Studienberechtigte aus Nicht-Akademikerhaushalten und ostdeutsche Studienberechtigte.

Es gibt also noch viel zu tun, um soziale Unterschiede  und Differenzen zwischen den Geschlechtern abzubauen.

Weiterführende Informationen: http://www.his.de/pdf/pub_fh/fh-201114.pdf

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