Monatsarchiv für Juli 2012

Viele Unternehmen setzen gezielt Frauen- und Familienförderprogramme ein, doch ist unklar, ob dies tatsächlich auch den Wünschen und Anforderungen von Frauen an potentielle Arbeitgeber entspricht. Die “Ingolstädter Studie” von Professor Alfred Quenzler gibt hierzu zum ersten Mal – ziel­gruppenselektiert nach Studentinnen/Absolventin­nen, Berufs(wieder)-einsteigerinnen und (Young) Professionals – Auskunft. Abgefragt wurden:

a) Unternehmensrelevante Fakten (z.B. Krisen­sicherheit, Internationalität);

b) Arbeitszeitmodelle;

c) Vergütungsmodelle;

d) Image des Unternehmens;

e) Unternehmenskultur und Umgangsformen im Unternehmen;

f) Familienfreundlichkeit / Familien­einrichtungen;

g) Karriereorientierte Unterstützung und Beratung für Frauen.

Die finale Gewichtung und Überführung der einzelnen Kriterien in Ran­kings erfolgte durch eine empirische Befragung von insgesamt 300 akademisch gebildeten Frauen bundesweit.

Aus den Ergebnissen der Studie und den Verglei­chen der Ergebnisse der unterschiedlichen Frauen­gruppen wird deutlich:

1) Durch alle Altersgruppen zieht sich der Wunsch nach einer genderfairen Führungskultur. Anerkennung und Wertschätzung sind für Frauen wichtige Kriterien, wenn es um die Wahl des Arbeitgebers geht.

2) „Familienfreund­lichkeit“ definieren Frauen nicht durch die gängi­gen „familienfreundlichen Maßnahmen“, sondern hauptsächlich durch flexible Arbeitszeiten.

3) Die Attraktivitätskriterien eines Arbeitgebers richten sich bei den Frauen sehr stark nach der jeweili­gen Lebenssituation.

Darauf müssen sich Unter­nehmen, die Frauen rekrutieren wollen, einstellen! Das Betriebsklima hat den entscheidenden Einfluss darauf, ob es Unternehmen gelingt, Frauen zu gewinnen und im Unternehmen zu halten.

Weitere Informationen u.a. zu Handlungsempfeh­lungen für Unternehmen:

http://www.agenturohnenamen.de/female-leadership-institute/perspektiven-wechsel/

Quelle:

CEWSJou rnal Nr. 82 | 08.02.2012, S. 24.

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