Potenziale bei den Frauen noch nicht ausgeschöpft

Der diesjährige Bericht „Bildung und Qualifikation als Grundlage der technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands“, an dem Expertinnen und Experten des HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF) und des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung (NIW) im Auftrag der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) der Bundesregierung gemeinsam gearbeitet haben, analysiert in einem Schwerpunktkapitel die wichtigsten Indikatoren zur Bildungs- und Erwerbsbeteiligung von Frauen in den Ingenieur- und Naturwissenschaften.

Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass eine ganze Reihe von Ländern – vor allem die osteuropäischen – erfolgreicher darin sind, Frauen etwa für ein Ingenieurstudium zu interessieren. In Deutschland spielt bei der Entscheidung von Frauen für oder gegen ein MINT-Fach u.a. auch eine Rolle, welche Aussichten in Bezug auf Karrierechancen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie sie Frauen versprechen. Die Signale des Arbeitsmarkts sind hier wenig ermutigend. Frauen in Deutschland sind im internationalen Vergleich in akademisch geprägten MINT-Berufen deutlich unterrepräsentiert und nehmen auch seltener Führungsaufgaben wahr als Männer. Systematische Unterschiede in den Karrieremustern von Männern und Frauen in Deutschland führen in den MINT-Fächern wie allgemein zu einer kontinuierlichen Abnahme des Frauenanteils auf jeder höheren Karrierestufe des Bildungs- und Erwerbssystems.

Pressemitteilung zur Publikation HIS: Forum Hochschule 11|2013 vom 22.08.2013.

 

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