Science Mums – ein neues Netzwerk zur Erleichterung des Berufseinstiegs

“Science Mums” das ist ein Netzwerk insbesondere aus Wissenschafterinnen – viele junge Mütter drunter – aber auch Ältere und Personen mit langen Auslandserfahrungen, die sich zum Ziel gesetzt haben, primär naturwissenschaftliche Projekte zu unterstützen. Alle MitarbeiterInnen der Datenbank von ScienceMums haben einen fundierten und relevanten wissenschaftlichen Hintergrund. Das Start-up Unternehmen will gerade auch jungen Wissenschaftlerinnen den Einstieg ins Berufsleben erleichtern.

http://www.sciencemums.de/

Quelle: CEWSJOURNAL        Nr. 89 | 13.06.2013, S. 36.

Share

Europäische Netzwerke im MINT-Bereich

Im Bereich Naturwissenschaft und Technik gibt es EU-weite Netzwerke, die sich für mehr Geschlechtergerechtigkeit im europäischen Forschungsraum einsetzen. Exemplarisch sind hier zu nennen:

a) Women & Mathematics (Femmes & maths), http://www.femmes-et-maths.fr/

b) Women Engineers (Femmes ingénieurs), http://www.femmes-ingenieurs.org/

Quelle: CEWSJOURNAL    Nr. 87 | 24.01.2013, S. 43 ff

Share

Role Model: MINT-Botschafterin des Jahres 2012

Frau Prof. Sabine Wieland, Hochschullehrerin an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) und Vorsitzende des MINT-Netzwerkes Leipzig erhielt die Auszeichnung als „MINT-Botschafterin des Jahres 2012“.

Seit 2010 hat Prof. Wieland maßgeblich an unterschiedlichen Projekten zur Förderung des Interesses an Technik, Naturwissenschaften und Informatik mitgewirkt. Diese Projekte für unterschiedliche Altersstufen beinhalten eine Kombination aus Exkursionen, Fachvorträgen und Experimenten. Als Vorsitzende des MINT-Netzwerkes Leipzig steht Prof. Sabine Wieland für eine Stärkung und Erhöhung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Leipzig durch die Koordinierung und Förderung aller regionaler MINT-Aktivitäten. Neben den Leipziger Hochschulen und der Universität Leipzig gehören Forschungseinrichtungen, öffentlichen Einrichtungen, Unternehmen, Vereine und Privatpersonen zum MINT-Netzwerk Leipzig.

Quelle: CEWSJOURNAL    Nr. 87 | 24.01.2013, S. 34

Share

"Gläserne Decke" – Glass Ceiling

Die Chancen zum Aufstieg in leitende Positionen sind je nach Geschlecht unterschiedlich verteilt: Männlichen Akademikern gelingt dies deutlich häufiger als Akademikerinnen. 42 % aller männlichen Fachhochschulabsolventen bekleiden fünf Jahre nach dem Studienabschluss eine leitende Position, hingegen nur 30 % der Fachhochschulabsolventinnen. Ähnlich groß sind die
Unterschiede bei den Universitätsabsolvent(inn)en: Hier sind 35 % der Männer fünf Jahre nach dem Examen in Führungspositionen aufgestiegen, aber nur 24 % der Frauen. Insbesondere der Zugang in die oberen Führungsetagen bleibt den Akademikerinnen weiterhin zumeist verwehrt.

Die Unterschiede in den Anteilen männlicher und weiblicher Führungskräfte liegen nicht ausschließlich in einer unterschiedlichen Studienfachwahl begründet. Gleichwohl bieten Fachrichtungen, die bevorzugt von Frauen gewählt werden, wie die Geisteswissenschaften, häufig geringere Aufstiegschancen als typischerweise von Männern präferierte Fachrichtungen, wie z. B. die meisten MINT-Fächer.

Doch auch unter den Absolventinnen und Absolventen ein und derselben Fachrichtung lassen sich geschlechtsspezifische Differenzen beim Aufstieg in Führungspositionen beobachten – so das HIS-Institut für Hochschulforschung in Hannover in seiner Untersuchung „Bestand und Struktur akademischen Führungspersonals“. Konkret beruht die Analyse auf der ersten und zweiten Befragung des Absolventenjahrgangs 2005, die ca. ein und fünf Jahre nach dem Examen durchgeführt wurden.
Die Studie „Bestand und Struktur akademischen Führungspersonals“ ist als vertiefende Analyse in die jüngst veröffentlichte HIS-HF Absolventenuntersuchung eingebunden.
Download: http://www.his.de/pdf/pub_fh/fh-201214.pdf
http://www.his.de/presse/ news/ganze_pm?pm_nr=1168

Quelle: CEWSJOURNAL    Nr. 87 | 24.01.2013, S. 38

Share

Unbewusste Geschlechternormen in der Welt der Technik

Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes entschließen sich im Studienjahr 2011 33.178 Studienanfängerinnen für ein Studium der Ingenieurwissenschaften. Das sind 55 % mehr Studienanfängerinnen als noch 2008. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Mathematik und Naturwissenschaften. Hier erhöht sich die Zahl der Studienanfängerinnen seit 2008 um 41,3 % auf 53.997.

Trotz dieser Steigerungen sind die MINT-Berufe im deutschsprachigen Raum, betrachtet man die absoluten Zahlen und die Verteilung der Geschlechter, nach wir vor eine Männerdomäne.

Dies belegt die Soziologin Tanja Paulitz erneut im Rahmen ihrer empirischen Forschung:  Technik beinhaltet nach wie vor einen klaren Geschlechteraspekt. Sie macht ihn an zwei dominanten Berufsbildern deutlich, die sie in der Männerdomäne der Technikwissenschaften definiert hat und die immer mit bestimmten Vorstellungen von “Männlichkeit” verbunden sind: den Theoretiker, der sich mit den Grundlagen befasst, und den Generalisten, der anwendungsnah arbeitet und oft in der Industrie tätig ist.
Der Theoretiker sagt: „Ich war schon immer technisch interessiert, und das treibt mich an.“ Und er glaubt, dass dieses Interesse bei Frauen nicht stark genug sei, um ein Leben lang in technischen Berufen erfolgreich zu sein. Der Generalist ist ein „Manager-Typ“, der Dinge vorantreibt und viel kommuniziert. Seiner Meinung nach sind Frauen in technischen Berufen seltener zu finden, weil sie Beruf und Familie nicht vereinbaren können. Was ihm selbst im Arbeitsalltag gelingt – viele „Baustellen“ gleichzeitig zu bewältigen – traut er Frauen nicht zu.

Auch wenn diese Einstellungen sehr oft latente Überzeugungen sind, die nicht explizit formuliert werden, so tragen sie doch – wenn auch unbewusst -  zur Reproduktion männlicher Normvorstellungen in den technischen Berufsfeldern bei. Ute Paulitz hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Geschlechternormen in der Welt der Technik zu beschreiben und analysieren und dabei deutlich zwischen den einzelnen Technik-Fächern zu unterscheiden.

Letzteres müssen auch all diejenigen Initiativen berücksichtigen, die mehr Frauen in technische Berufe bringen wollen, denn mit einer pauschalen Sichtweise lasse sich dieses Ziel nicht erreichen.

Tanja Paulitz:
„Mann und Maschine. Eine genealogische Wissenssoziologie des Ingenieurs und der modernen Technikwissenschaften, 1850-1930“, transcript-Verlag Bielefeld, 2012, ISBN 978-3-8376-1804-4

Quellen: http://idw-online.de/de/news507917; CEWS Journal Nr. 87, 24.01.2013, S.34

Share

Mit dem Niedersachsen-Technikum und dem Beitritt zum Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT.“ unterstreicht die HAWK Hildesheim, Holzminden, Göttingen ihr Engagement für mehr Frauen in MINT-Berufen

„Probieren – und dann studieren!“ Unter diesem Motto können junge Frauen an der HAWK ein Jahr lang ausprobieren, ob ein Studium im MINT-Bereich das Richtige für sie ist. StartMINT heißt das Programm, das an den Fakultäten ‘Naturwissenschaften und Technik’ und ‘Ressourcenmanagement’ angeboten und im Rahmen des Niedersachsen-Technikums durchgeführt wird. Das Besondere an StartMINT: Die Teilnehmerinnen erhalten nicht nur einen Einblick in ein ingenieurwissenschaftlich-technisches Studium, sondern absolvieren parallel ein Praktikum in einem Unternehmen. „Diese Praxiserfahrung zu einem frühen Zeitpunkt des Studiums ist für viele junge Frauen ganz wichtig, um anschließend eine sichere Studienwahlentscheidung treffen zu können“ erläutert Prof. Dr. Anna Müller, Professorin für Gender- und Diversitymanagement an der Hochschule. „Sie erhalten dadurch Einblick in mögliche Berufsfelder und können sich darin ausprobieren. Vorhandene Selbstzweifel bezüglich der Anforderungen können dadurch ausgeräumt werden.“ Der erste Durchgang von StartMINT begann zum Wintersemester 2012/13. Die Teilnehmerinnen haben sich für die Studiengänge Präzisionsmaschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik, Physikalische Technologien, Forstwirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen eingeschrieben. Der anschließende Wechsel in das reguläre Studium ist unproblematisch, erbrachte Studienleistungen werden anerkannt.

Die HAWK führt noch eine Reihe weiterer Maßnahmen durch, um junge Frauen für ein MINT-Studium zu gewinnen. Zu nennen sind hier insbesondere der Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag sowie fortlaufende Aktivitäten für Schülerinnen und Schüler und Fortbildungen für Lehrkräfte. Die HAWK betont zudem, dass nicht nur bei den Mädchen und jungen Frauen angesetzt werden muss, damit diese sich für ein technisch-naturwissenschaftliches Studium entscheiden. Es sind vielmehr auch die Hochschulen selbst, die aktiv werden müssen. Die HAWK hält diesbezüglich die geschlechtergerechte Gestaltung der Studieninhalte für besonders wichtig und hat dafür eine (drittmittelgeförderte) Professur für Gender- und Diversitymanagement eingerichtet. Daneben fokussiert sie sich im Bereich MINT mit dem Projekt Perspektive MINT (www.hawk-hhg.de/perspektivemint sowie http://www.hawk-hhg.de/pressestelle/179339_189615.php) an den Standorten Göttingen und Holzminden auf die Zielgruppe der Wiedereinsteigerinnen. Frauen (mit und ohne Migrationshintergrund und Studium), die nach einer längeren Erwerbsunterbrechung oder Familienphase (wieder) im naturwissenschaftlich-technischen Berufsfeld tätig werden wollen, werden im Rahmen eines akademischen Weiterbildungsprojekts für den MINT-Bereich qualifiziert – getreu dem Motto: „Tun wir etwas für die Mütter, und wir gewinnen auch die Töchter!“

Mehr Infos unter: http://www.komm-mach-mint.de/MINT-News/MINT-Paktbeitritt-HAWK

Share

HAWK Projekt „Perspektive MINT – Beruflicher Wiedereinstieg für Frauen in Teilzeit“ prämiert

Zum ersten Mal ist der „Göttingen Award für frauenpolitisches Engagement in der Region“ durch den Business and Professional Women Club Göttingen (BPW), verliehen worden. Der Preis für das Projekt „Perspektive MINT – Beruflicher Wiedereinstieg für  Frauen in Teilzeit“ ging am 11.12.2012 an die HAWK Fakultät Naturwissenschaften und Technik und die VHS Göttingen.

Der Preis wurde von Isabella Wolter, erste Vorsitzende des BPW Club Göttingen, an Susanne Berdelmann, Volkshochschule (VHS) Göttingen, und Prof. Dr. Gisela Ohms, Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Fakultät Naturwissenschaften und Technik Göttingen, überreicht. Initiatorin des Projekts war Prof. Dr. Anna Müller (HAWK, Professur für Gender und Diversitymanagement), die in der Fakultät Naturwissenschaften und Technik sofort auf offene Ohren stieß. Die „Perspektive MINT“ wird vom Land Niedersachsen mit rund 180.000 Euro als Pilotprojekt gefördert und von der Agentur für Arbeit/Jobcenter unterstützt.

Wolter würdigte die bundesweit einzigartige Initiative „Perspektive MINT“, die ein Ziel in der Verbesserung der (Wieder-) Einstiegsmöglichkeiten für Frauen in naturwissenschaftlich-technische Berufe sieht und zur Erhöhung des Frauenanteils in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) beitragen soll. Zwölf Frauen zwischen 31 und 53 Jahren mit einem naturwissenschaftlich-technischen Profil erhielten nach einer Orientierungsphase an der VHS die Chance, in einem zweisemestrigen Studium an der HAWK Fakultät N aktuelle Fachkenntnisse aufzufrischen oder zu vertiefen. Das Studium schließt ab Februar 2013 ein vertiefendes viermonatiges Praktikum in Kooperationsfirmen ein.

Mehr dazu: http://www.hawk-hhg.de/pressestelle/179339_189615.php

Share

Neue Video-Spots begeistern für MINT-Studiengänge und MINT-Berufe

Die Videoreihe „MINTlive“ von Komm, mach MINT zeigt viele spannende Jobperspektiven im MINT-Bereich auf. Die etwa dreiminütigen Filme porträtieren Studentinnen und berufstätige Frauen. Derzeit werden 4 junge Frauen portraitiert. Weitere Spots werden folgen:

Umweltingenieurin Saskia erklärt, welchen Herausforderungen sie gegenübersteht, was sie bewegen will und was genau sie tut. Ihr Ziel: Aus Abfall genauso viel Energie zu erzeugen wie derzeit aus teuren und teilweise umweltschädlichen Substraten. Dazu braucht es eine ganz besondere Biogasanlage und wie diese funktioniert und was sie mit einer pupsenden Kuh gemeinsam hat.

Damit Krankheiten Krankheiten einfach, schnell und kostengünstig diagnostiziert werden können erzählt die Masterstudentin Sonja über die notwendige Grundlagenforschung im Fachbereich Physik an ihrer Universität Bielefeld.

Masterstudentin Carina arbeitet ihremBachelor in  Informatik an der Universität Heidelberg (Schwerpunkt Data Mining). als wissenschaftliche Hilfskraft an der Programmierung eines Routenplaners.

Bachelorstudentin Christina schließlich studiert Mathematik an der FU Berlin. Bei der Deutschen Mathematiker Vereinigung arbeitet sie die Aufgaben für den Mathe-Adventskalender aus und betreut den E-Mail-Support. Mathematik sagt sie, ist genau das Richtige für sie!

Mehr dazu unter:

http://www.komm-mach-mint.de/MINT-Du/MINT-Podcast

Share

Bundesregierung will mehr junge Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufe begeistern

Eine “Kleine Anfrage” im Bundestag beschäftigte sich im Sommer 2012 damit, ob junge Frauen und Männer ihren Beruf nach wie vor oft nach geschlechterspezifischen Kriterien auswählen, wie sich aus einem aktuellen Datenreport des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) vor allem im dualen System ergibt. Die Ausbildungsbeteiligung von Frauen liege in den einzelnen Branchen außerdem unter 50 Prozent und nehme jährlich ab. Laut einer Ausbildungsmarktanalyse der Industriegewerkschaft Metall seien die Ausbildungsverträge von Männern in einem Jahr um 12.900 gestiegen, die der Frauen um 2.700 gesunken.

Die Bundesregierung stellte in ihrer Antwort in einem Zahlenraster dar, dass ein erweitertes Berufswahlspektrum von Mädchen im Bereich in MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) angestrebt wird. Dafür werden von 2011 bis 2013 bundesweit 71.224 Euro ausgegeben. Im Verbundvorhaben „MSTfem- NET meets Nano and Optics – Mädchen-Technik-Talente-Foren“ werden in den Jahren 2011 bis 2012 in den einzelnen Bundesländern zwischen 120.000 Euro und 184.000 Euro zur Verfügung gestellt. Zwischen 2008 und 2012 erhält das Programm „Light up your life – Photonik für Mädchen“ 472.668 Euro.

Nach Ansicht der Bundesregierung können auch Mentoring-Programme dabei helfen, in der Berufswahl bestehende geschlechterspezifische Rollenklischees von Frauen wie auch von Männern zu überwinden.

http://www.bundestag.de/presse/ hib/2012_05/2012_243/02.html

Quelle: CEWSJournal Nr. 84 | 14.06.2012, S. 35.

Share

Chancengleichheit und Gender in der Forschungsförderung

Eine kurze Zusammenstellung zur „sex and gender analysis“ verschiedener großer Forschungsfördereinrichtungen bietet aktuell die Website „Gendered Innovations in Science, Health & Medicine, and Engineering“. Unter den genannten Einrichtungen, denen eine gute Politik zu den verschiedenen Ansätzen von Gender und Chancengleichheit bei Forschungsprojekten attestiert wird, sind auch die EU-Kommission und die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Die Darstellung fokussiert auf drei Bereiche:

• Policy to fix the numbers (Anteil an Wissenschaftlerinnen erhöhen)

• Policy to fix the institutions (struktureller Wandel in den Institutionen)

• Policy to fix the knowledge (Genderaspekte im Forschungsinhalt)

Zitate aus entsprechenden Papieren der Einrichtungen werden nebeneinander gestellt. Die Auflistung ist zu finden unter:

http://genderedinnovations.stanford. edu/sex-and-gender-analysis-policies- major-granting-agencies.html

Quelle: http://www.eubuero.de/fif-aktuelles.htm

zitiert nach: CEWS-Journal Nr. 84, 14.06.2012

Share