Archiv für die Kategorie 'Diversity'

Anna Mueller

Neues Netzwerk-Projekt Gender-UseIT

Mit dem Projekt „Gender-UseIT – Web-Usability unter Gendergesichtspunkten“ wird ein Netzwerk gegründet, deren Mitglieder vorhandene Forschungsstränge in der Informatik zur Mensch-Computer-Interaktion und der sozialwissenschaftlichen Internetforschung bündeln und weiterentwickeln. Hintergrund ist, dass der berufliche und private Alltag in der heutigen Gesellschaft vom Umgang mit interaktiven Benutzerschnittstellen stark geprägt ist und die Menschen, die damit in Berührung kommen, sich in vielfältiger Weise unterscheiden. Ein Unterscheidungsmerkmal ist das Geschlecht, das sich auf Technikaffinität, Technikaneignung und Techniknutzung auswirkt.

 Das Netzwerk Gender-UseIT will innovative Forschungskooperationen bilden und im interdisziplinären Austausch zu neuen Ansätzen in der HCI-Forschung gelangen. Als ein Ergebnis werden Leitlinien entwickelt , die die Integration der Genderperspektive in die Web-Usability vorsehen und zu praxisorientierten Empfehlungen führen, die für die Anwendungs- und Systementwicklung, Web-Agenturen und das Interface-Design relevant sind. Über den akademischen Zirkel hinaus soll der gendersensible Blick auf Webanwendungen in einer breiten Öffentlichkeit diskutiert werden. Ziel ist es einer Verfestigung von Stereotypen und Rollenklischees entgegen zu wirken.

In einen Fachbeirat arbeiten unterschiedliche Wissenschaftsdisziplinen wie Medieninformatik, Psychologie, Gender Studies und Marketing zusammen im gemeinsamem Interesse, die Forschung zur Genderperspektive im Usability-Engineering-Prozess vorantreiben. Geplant ist für den 03./04.04.2014 eine Fachkonferenz „Gender-UseIT – Web-Usability unter Gendergesichtspunkten in Berlin.

„Gender-UseIT – Web-Usability unter Genderperspektive“ ist ein Verbundvorhaben des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit mit der Hochschule Heilbronn.

Quelle: http://www.kompetenzz.de/ Aktuelles/Gender-UseIT-gestartet

 

 

 

 

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Weibliche Vorbilder spielen insbesondere in der Physik eine zentrale Rolle. Sie sichtbar zu machen ist insbesondere für weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs wichtig. Der jetzt erschienene begleitende Katalog der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft (ÖPG) zur Ausstellung „Lise Meitners Töchter, Physikerinnen stellen sich vor“ enthält alle 24 Ausstellungsposter von erfolgreichen Physikerinnen. Er zeigt ihren Lebensweg in die Physik, ihre Forschungsfelder und Wünsche auf und geht auch auf die Vereinbarkeit von Karriere und Familie ein. Gerade Lise Meitner ist ein Beispiel dafür, wie in der Geschichte die Leistung von Frauen im Bereich Naturwissenschaft und Technik oftmals “übersehen” wurde.

 

Zentrales Anliegen des Katalogs ist es, insbesondere junge Mädchen und Frauen z. B. an Schulen, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen über den Lebenslauf und den wissenschaftlichen Werdegang von Physikerinnen zu informieren – auch um damit die beruflichen Perspektiven und Möglichkeiten aufzuzeigen.

 

 

Kostenfreier Download unter:

 

http://www.lise-meitner-katalog.de

 

 

 

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„Probieren – und dann studieren!“ Unter diesem Motto können junge Frauen an der HAWK ein Jahr lang ausprobieren, ob ein Studium im MINT-Bereich das Richtige für sie ist. StartMINT heißt das Programm, das an den Fakultäten ‘Naturwissenschaften und Technik’ und ‘Ressourcenmanagement’ angeboten und im Rahmen des Niedersachsen-Technikums durchgeführt wird. Das Besondere an StartMINT: Die Teilnehmerinnen erhalten nicht nur einen Einblick in ein ingenieurwissenschaftlich-technisches Studium, sondern absolvieren parallel ein Praktikum in einem Unternehmen. „Diese Praxiserfahrung zu einem frühen Zeitpunkt des Studiums ist für viele junge Frauen ganz wichtig, um anschließend eine sichere Studienwahlentscheidung treffen zu können“ erläutert Prof. Dr. Anna Müller, Professorin für Gender- und Diversitymanagement an der Hochschule. „Sie erhalten dadurch Einblick in mögliche Berufsfelder und können sich darin ausprobieren. Vorhandene Selbstzweifel bezüglich der Anforderungen können dadurch ausgeräumt werden.“ Der erste Durchgang von StartMINT begann zum Wintersemester 2012/13. Die Teilnehmerinnen haben sich für die Studiengänge Präzisionsmaschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik, Physikalische Technologien, Forstwirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen eingeschrieben. Der anschließende Wechsel in das reguläre Studium ist unproblematisch, erbrachte Studienleistungen werden anerkannt.

Die HAWK führt noch eine Reihe weiterer Maßnahmen durch, um junge Frauen für ein MINT-Studium zu gewinnen. Zu nennen sind hier insbesondere der Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag sowie fortlaufende Aktivitäten für Schülerinnen und Schüler und Fortbildungen für Lehrkräfte. Die HAWK betont zudem, dass nicht nur bei den Mädchen und jungen Frauen angesetzt werden muss, damit diese sich für ein technisch-naturwissenschaftliches Studium entscheiden. Es sind vielmehr auch die Hochschulen selbst, die aktiv werden müssen. Die HAWK hält diesbezüglich die geschlechtergerechte Gestaltung der Studieninhalte für besonders wichtig und hat dafür eine (drittmittelgeförderte) Professur für Gender- und Diversitymanagement eingerichtet. Daneben fokussiert sie sich im Bereich MINT mit dem Projekt Perspektive MINT (www.hawk-hhg.de/perspektivemint sowie http://www.hawk-hhg.de/pressestelle/179339_189615.php) an den Standorten Göttingen und Holzminden auf die Zielgruppe der Wiedereinsteigerinnen. Frauen (mit und ohne Migrationshintergrund und Studium), die nach einer längeren Erwerbsunterbrechung oder Familienphase (wieder) im naturwissenschaftlich-technischen Berufsfeld tätig werden wollen, werden im Rahmen eines akademischen Weiterbildungsprojekts für den MINT-Bereich qualifiziert – getreu dem Motto: „Tun wir etwas für die Mütter, und wir gewinnen auch die Töchter!“

Mehr Infos unter: http://www.komm-mach-mint.de/MINT-News/MINT-Paktbeitritt-HAWK

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Zum ersten Mal ist der „Göttingen Award für frauenpolitisches Engagement in der Region“ durch den Business and Professional Women Club Göttingen (BPW), verliehen worden. Der Preis für das Projekt „Perspektive MINT – Beruflicher Wiedereinstieg für  Frauen in Teilzeit“ ging am 11.12.2012 an die HAWK Fakultät Naturwissenschaften und Technik und die VHS Göttingen.

Der Preis wurde von Isabella Wolter, erste Vorsitzende des BPW Club Göttingen, an Susanne Berdelmann, Volkshochschule (VHS) Göttingen, und Prof. Dr. Gisela Ohms, Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Fakultät Naturwissenschaften und Technik Göttingen, überreicht. Initiatorin des Projekts war Prof. Dr. Anna Müller (HAWK, Professur für Gender und Diversitymanagement), die in der Fakultät Naturwissenschaften und Technik sofort auf offene Ohren stieß. Die „Perspektive MINT“ wird vom Land Niedersachsen mit rund 180.000 Euro als Pilotprojekt gefördert und von der Agentur für Arbeit/Jobcenter unterstützt.

Wolter würdigte die bundesweit einzigartige Initiative „Perspektive MINT“, die ein Ziel in der Verbesserung der (Wieder-) Einstiegsmöglichkeiten für Frauen in naturwissenschaftlich-technische Berufe sieht und zur Erhöhung des Frauenanteils in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) beitragen soll. Zwölf Frauen zwischen 31 und 53 Jahren mit einem naturwissenschaftlich-technischen Profil erhielten nach einer Orientierungsphase an der VHS die Chance, in einem zweisemestrigen Studium an der HAWK Fakultät N aktuelle Fachkenntnisse aufzufrischen oder zu vertiefen. Das Studium schließt ab Februar 2013 ein vertiefendes viermonatiges Praktikum in Kooperationsfirmen ein.

Mehr dazu: http://www.hawk-hhg.de/pressestelle/179339_189615.php

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Obwohl jede zweite Studentin glaubt, dass sie trotz gleicher Qualifikationen keine gleichwertigen Karrierechancen haben wird, da Erziehungszeit und Babypause auch in Zukunft Karrierekiller sein werden, zeigt die Umfrage von AoN – AGENTUR ohne NAMEN GmbH (Veranstalter des Messe-Kongresses women&work) und der Studentenorganisation MTP – Marketing zwischen Theorie und Praxis e.V., dass unter den bundewseit befragten 1.190 Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen die Frauen dennoch die stärker ausgeprägten Karriereambitionen haben. Ziel der Befragung war es, mehr über die Denkweise der Studierenden zu den Themen Karriere-/Familien- planung, Rollenmuster und Chancengleichheit zu erfahren.

Die Umfrage offenbart damit die Gefahr, dass Frauen aufgrund der negativen Erwartungen in Bezug auf Chancengleichheit einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung unterliegen könnten. Deshalb sich auch mehr als die Hälfte aller Befragten für ein durchmischtes Mentoringprogramm.

Auf die Frage nach den Wünschen und Anforderungen an potenzielle Arbeitgeber, sind sich Männer und Frauen einig: Ein gutes Betriebsklima, Weiterbildungsangebote und ein sicherer Arbeitsplatz werden als bedeutender eingeschätzt als Gehalt, Image und Standort des Unternehmens. 75 Prozent der befragten Frauen beziehungsweise 65 Prozent der Männer halten gemischte Arbeitsteams für besonders effizient.

http://www.agenturohnenamen.de/news/ news-zu-aon/news-zu-aon/datum/2012/03/28/ student-survey-2012-karriere-familie-co/

Ergebnisse (Download):

http://www.agenturohnenamen.de/fileadmin/tem- plates/images/Downloads/Student_Survey.pdf

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Anna Mueller

Studium und Migration

Rund jeder zehnte Studierende an deutschen Universitäten hat einen Einwanderungshintergrund. Damit bleibe noch viel zu tun, damit MigrantInnen an Hochschulen künftig so stark vertreten sind, wie es ihrem Bevölkerungsanteil von fast einem Fünftel entspricht, erklärte Prof. Rolf Dobischat, Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW), anlässlich des Integrationsgipfels am 3. November in Berlin.

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Absolventinnen und Absolventen in MINT-Fächern, d.h. in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, werden in Zukunft besonders gefragt sein: Wirtschaftlicher Strukturwandel und demografischer Wandel sind dafür die wesentlichen Gründe. Aktuell liegen die MINT-Absolventinnen- und Absolventenzahlen unter dem langfristigen Bedarf der deutschen Wirtschaft:

Deutschland drohen Fachkräftelücken. Jedes Jahr werden etwa 20.000 MINT-Fachkräfte zu wenig ausgebildet, um den langfristigen Bedarf zu decken, so der Stifterverband der Deutschen Wirtschaft und die Heinz-Nixdorf-Stiftung in ihren Positionen „Nachhaltige Hochschulstrategien für mehr MINT-Absolventen“ (http://www.stifterverband.de). Die Fachkräftelücke betrifft in erster Linie Ingenieure. Generell gilt also: MINT-Berufe versprechen gute Beschäftigungsaussichten!

Die Basis für mehr MINT-Absolventen liegt jedoch an den Schulen und Hochschulen.

Guter Unterricht in der Schule fördert Motivation und Leistung in naturwissenschaftlichen Fächern. Gute Studienbedingungen verhindern erhöhte Studienabbrüche. In den Schulen erreichen Mädchen und Kinder mit Zuwanderungsgeschichte aber bislang im Durchschnitt weniger gute Ergebnisse in den naturwissenschaftlichen Schulfächern. Doch selbst begabte Schülerinnen nutzen ihr Talent nicht, weil sie guten Noten mißtrauen – so eine neueste Veröffentlichung des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB) vom September 2010 ( http://www.wzb.eu/publikation/pdf/wm129/Mitteilungen-129.pdf). Zudem gelten technische und naturwissenschaftliche Studiengänge bei Schülerinnen und Schülern als voraussetzungsreich und überwiegend männlich. Von den Studierenden in den MINT-Fächern ist folglich  nur ein Fünftel bis ein Drittel weiblich!

Ein besonderes Potenzial für MINT bieten deshalb insbesondere junge Frauen, weil sie sich bisher trotz guter Voraussetzungen zu wenig für ein Studium in diesem Bereich entschieden haben.

Das Land Baden-Württemberg plant vor diesem Hintergrund Karriereberatungsstellen für Studentinnen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) an den Fachhochschulen und der Dualen Hochschule. Baden-Württemberg möchte damit dem Fachkräftemangel in den MINT-Berufen entgegen wirken, heißt es in einer Mitteilung der Landesregierung vom 26. August 2010.

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