Archiv für die Kategorie 'Studienwahl'

Die Videoreihe „MINTlive“ von Komm, mach MINT zeigt viele spannende Jobperspektiven im MINT-Bereich auf. Die etwa dreiminütigen Filme porträtieren Studentinnen und berufstätige Frauen. Derzeit werden 4 junge Frauen portraitiert. Weitere Spots werden folgen:

Umweltingenieurin Saskia erklärt, welchen Herausforderungen sie gegenübersteht, was sie bewegen will und was genau sie tut. Ihr Ziel: Aus Abfall genauso viel Energie zu erzeugen wie derzeit aus teuren und teilweise umweltschädlichen Substraten. Dazu braucht es eine ganz besondere Biogasanlage und wie diese funktioniert und was sie mit einer pupsenden Kuh gemeinsam hat.

Damit Krankheiten Krankheiten einfach, schnell und kostengünstig diagnostiziert werden können erzählt die Masterstudentin Sonja über die notwendige Grundlagenforschung im Fachbereich Physik an ihrer Universität Bielefeld.

Masterstudentin Carina arbeitet ihremBachelor in  Informatik an der Universität Heidelberg (Schwerpunkt Data Mining). als wissenschaftliche Hilfskraft an der Programmierung eines Routenplaners.

Bachelorstudentin Christina schließlich studiert Mathematik an der FU Berlin. Bei der Deutschen Mathematiker Vereinigung arbeitet sie die Aufgaben für den Mathe-Adventskalender aus und betreut den E-Mail-Support. Mathematik sagt sie, ist genau das Richtige für sie!

Mehr dazu unter:

http://www.komm-mach-mint.de/MINT-Du/MINT-Podcast

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Der Trend hin zu mehr MINT-Studentinnen setzt sich fort. In den Ingenieurwissenschaften wird der erneute Anstieg besonders bei den Studienanfängerinnen deutlich. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes und Berechnungen der Geschäftsstelle Nationaler Pakt für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT“ stieg die Anzahl der Frauen im Studienjahr 2010 im Vergleich zu 2009 um 11 %. Die Schnellmeldungen des Statistischen Bundesamts zeigen, dass sich diese positive Entwicklung bei den Studienanfängerinnen im Wintersemester 2011/12 fortsetzt.

Auch der Anteil der Absolventinnen im Prüfungsjahr 2010 in Mathematik und Naturwissenschaften liegt mit 41 % so hoch wie nie zuvor. Damit ist ein Maximalwert erreicht. Dies gilt auch für die Ingenieurwissenschaften. 2010 schlossen insgesamt 13.159 Frauen ein ingenieurwissenschaftliches Studium ab. Das sind 10 % mehr als 2009 und damit so viel wie nie zuvor.

Diese Entwicklung fällt mit der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zusammen. Mit Ausnahme der Datenverarbeitungsfachleute fällt das Beschäftigungswachstum von Frauen in allen MINT-Berufsgruppen stärker aus als das der Männer, so eine aktuelle Erhebung der Bundesagentur für Arbeit, Partner von „Komm, mach MINT.“ Frauen in MINT-Berufen konnten von dem Beschäftigungsplus stärker profitieren als Männer. Somit sind die Chancen in diesen Bereichen so gut wie nie zuvor.
Detailliertere Zahlen und speziell aufbereitetes Datenmaterial werden auf www.komm-mach-mint. de/Service/Daten-Fakten zur Verfügung gestellt.

Im Fokus stehen dabei Studienanfängerinnen und Studienanfänger sowie Absolventinnen und Absolventen aus ausgewählten MINT-Bereichen.

Quelle: CEWSjournal Nr.83/04.04.2012

weiterführende Links zu den Zahlen:

http://www.komm-mach-mint.de/MINT-News
http://www.komm-mach- mint.de/Service/Daten-Fakten
http://statistik.arbeitsagentur.de/ Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/ Berichte-Broschueren/Arbeitsmarkt-fuer- Akademiker/Generische-Publikationen/ Kurzinfo-Frauen-MINT-2011.pdf
https://www.destatis.de/DE/PresseService/ Presse/Pressemitteilungen/2012/03/ PD12_095_213.html;jsessionid=353A9 0C3DA4631C790E3562FC7E5C194.cae1

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Mit dem Schülerinnenprojekt StartMINT beteiligen sich die beiden Göttinger HAWK-Fakultäten Naturwissenschaften und Technik sowie Ressourcenmanagement am Niedersachsen-Technikum (Nitec). StartMINT soll jungen Frauen ermöglichen, durch entsprechende Praxiserfahrungen Einblicke in den  Ingenieurinnenberuf zu gewinnen, der den meisten jungen Frauen aufgrund mangelnder Vorbilder doch eher fremd und „dröge“ erscheint. Dass dem nicht so ist, das können die (Fach-)Abiturientinnen in den Praktikumsbetrieben und im Probestudium erfahren. Entsprechend in ihrer Selbstwirksamkeit gestärkt, wählen die Teilnehmerinnen – so die Hoffnung – dann auch häufiger ein ingenieurwissenschaftlich –technisches Studium.

Insgesamt zehn (Fach-)Abiturientinnen bietet die HAWK  vom kommenden Wintersemester an zunächst ein flexibles, individuelles Orientierungsstudium für ein Semester in den Studiengängen Elektrotechnik/Informationstechnik, Präzisionsmaschinenbau, Physikalische Technologien an der Göttinger HAWK-Fakultät Naturwissenschaften und Technik sowie Wirtschaftsingenieurwesen und Forstwirtschaft an der Göttinger HAWK-Fakultät Ressourcenmanagement an. Erbrachte Studienleistungen werden anerkannt, wenn sich die Teilnehmerinnen für ein reguläres Studium an den Fakultäten N und R immatrikulieren sollten.

Die jungen Frauen sind zunächst als Gasthörerinnen oder im Teilzeitstudium eingeschrieben, kombiniert mit einem Praktikum in einem Unternehmen. Sie nehmen an den jeweiligen Einführungswochen teil und können dann aus einem speziell für sie vorgeschlagenen Angebot an Lehrveranstaltungen auswählen. Ab März 2013 stehen den Teilnehmerinnen verschiedene Optionen offen: Wechsel in ein bezahltes Praktikum bei Kooperationsfirmen und im Bereich Forstwirtschaft zu den Niedersächsischen Landesforsten oder Quereinstieg in ein Praxisverbundstudium (duales Studium) oder die Aufnahme eines regulären Studiums.

Mehr dazu unter:

http://www.hawk-hhg.de/pressestelle/179339_181695.php

oder:

http://www.hawk-hhg.de/startmint

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Die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge an den deutschen Hochschulen haben vielfach ihren hohen Anspruch an die Förderung überfachlicher beschäftigungsrelevanter Kompetenzen der Studierenden noch nicht erfüllt, so der Bachelor-/Master-Praxis-Check von CHE und QUEB.

Einbezogen wurden Studiengänge aus den Fächern Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Mechatronik, Bauingenieurwesen sowie Elektrotechnik und Informationstechnik.

Er untersucht die neuen Studiengänge dahingehend, wie sie über die Vermittlung der fachlichen Kompetenz hinaus das  Ziel der Beschäftigungsbefähigung im Studium verankern und fördern. Konkret wurden die drei Aspekte a) Praxisorientierung, b) Vermittlung von methodischen sowie c)  Vermittlung von sozialen Kompetenzen bewertet.

Das bessere Abschneiden der Fachhochschulen ist dabei vor allem auf den Teilbereich des Praxisbezugs zurückzuführen.   Aber die größten Defizite bestehen hochschultypenübergreifend in der Vermittlung methodischer und sozialer Kompetenzen. Lediglich 15 Prozent der Studiengänge erhielten hinsichtlich der Vermittlung methodischer Kompetenzen die Höchstbewertung; noch weniger wird auf die Vermittlung sozialer Kompetenzen geachtet: Nur an 4 Prozent der Bachelorstudiengänge und an 6 Prozent der Master-Studiengänge konnten drei Sterne vergeben werden.. Bei beiden Abschlussarten kam jeweils mehr als die Hälfte der Studiengänge nicht über einen Stern hinaus.

Quelle: CHE Centrum für Hochschulentwicklung  Fachhochschulen beim Praxisbezug weiter vorne, in: Online-Redaktion Verlag Dashöfer, 10.11.2011

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Die Ergebnisse aus der jüngsten HIS-Befragung von Studienberechtigten des Jahres 2010 zeigt eine allgemeine Steigerung der Studierneigung auf. Zwischen 55 % und 77 % aller Studienberechtigen des Abschlussjahrgangs 2010 wollen ein Studium aufnehmen.  Gegenüber 2008 ist das eine Steigerung bei der maximalen Studierneigung um 5 %.

Bei Frauen jedoch ist auch 2010 die Studierneigung immer noch geringer als bei Männern. Sie liegt bei den Frauen bei 75 %  und ist damit um 4 Prozentpunkte niedriger.

Denn Frauen versprechen sich in der Regel geringere Erträge von einem Studium und trauen sich trotz guter Noten seltener ein Studium zu. Auch lassen sie sich stärker von den zu erwartenden Studienkosten verunsichern. Traditionelle Geschlechterrollenbilder bei Eltern hemmen zusätzlich – so die HIS-Studie. Eltern erwarten eher von Söhnen ein Hochschulstudium als von ihren Töchtern.

Im Gegenzug planen Frauen deshalb stärker als studierfähige Männer eine Berufsausbildung nach dem Erwerb der Hochschulreife. Ebenso nennen diese Option häufiger Studienberechtigte aus Nicht-Akademikerhaushalten und ostdeutsche Studienberechtigte.

Es gibt also noch viel zu tun, um soziale Unterschiede  und Differenzen zwischen den Geschlechtern abzubauen.

Weiterführende Informationen: http://www.his.de/pdf/pub_fh/fh-201114.pdf

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Auch wenn der geschlechtsspezifische Verdienstunterschied in der Privatwirtschaft, so zeigen Berechnungen des DIW Berlin auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), im Jahr 2009 bei rund einem Viertel lag, so sind die Verdienstunterschiede geringer, wenn “Frau” in einer “Männerbranche” arbeitet.

In Berufen mit einem Frauenanteil von mindestens 70 Prozent, sogenannten „Frauenberufen“, werden auch Führungskräfte geringer entlohnt als in typischen „Männerberufen“. Weibliche Führungskräfte in Frauenberufen erzielten 2009 im Schnitt monatlich knapp 2800 Euro, ihre Kolleginnen in „Männerberufen“ hingegen etwa 4300 Euro.

Männliche Führungskräfte in Frauenberufen verdienten rund 1500 Euro mehr als ihre Kolleginnen in Frauenberufen und immerhin fast neun Zehntel dessen, was die männlichen Kollegen in Männerberufen bekamen.

Während Männer also ähnlich hohe Einkommen in Männer- und Frauenberufen erzielen, werden Frauen in Frauenberufen deutlich geringer bezahlt. Frauen müssen also erhebliche Verdienstabschläge hinnehmen, wenn sie traditionellen Berufswegen folgen. Wählen sie hingegen Männerberufe, so erhöhen sich die Verdienstaussichten, auch wenn sie den Anschluss an die Männer derzeit noch nicht schaffen.

Um dies zu verändern und mehr Chancengleichheit beim Verdienst zu erreichen ist es wichtig, dass mehr Frauen in Führungspositionen gehen und zugleich eine stärkere Durchmischung der Berufe im Sinne von mehr Frauen in Männerberufen und mehr Männer in Frauenberufen erreicht wird – so die DIW-Gender- Ökonomin Elke Holst.

Quelle: CEWS-Journal Nr. 79, 27.05.2011

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Die EU hat ihre selbstgesteckten Bildungsziele für 2010 nur in einem Fall erreicht: die Anzahl der Hochschulabschlüsse in den Natur- und Ingenieurwissenschaften ist EU-weit gestiegen -  seit dem Jahr 2000 um insgesamt 37,2 %; der Frauenanteil nur von 30,7 % auf 32,6 % im Jahr 2008. Die besten Steigerungsergebnisse insgesamt erzielten die Länder Portugal, Slowakei und Tschechische Republik.

Für Deutschland fällt insbesondere auf, dass es im EU-Vergleich zu viele Schulabbrecher und zu wenig Abiturienten hat.

Die Anzahl der jungen Leute, die die Sekundarstufe II abschließen, lag 2009 in Deutschland bei nur 73,7 Prozent und damit weit unter dem vereinbarten Wert von 85 Prozent und dem EU-Durchschnitt von 78,6 Prozent.

Weitere Informationen finden sich unter: http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/11/488&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en

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Anna Mueller

Internet – keine Männerdomäne mehr

Der Hightech-Verband BITKOM teilt aktuell mit, dass seit  Anfang 2011 Frauen mit 71 Prozent Internetnutzung veglichen mit Männern (73 Prozent) nahezu gleichgezogen sind.  Vor zwei Jahren nutzten dagegen erst 60 Prozent der Frauen das Web. Auch die Nutzungsdauer ist inzwischen annähernd gleich, männliche Internetnutzer sind durchschnittlich 146 Minuten pro Tag online, Frauen etwa 130 Minuten.

Nur wenn es um den reinen Besitz von Hightechgeräten geht, liegen Männer vorne und deshalb ist entsprechend.  der Anteil derer, die den Computer für ein Statussymbol halten, bei Männern mehr als doppelt so hoch (17 Prozent) als bei Frauen (acht Prozent).

Geht es aber um die Nutzung der neuen kommunikativen Möglichkeiten der digitalen Welt, liegen Frauen vorne. Insgesamt sind vier von fünf weiblichen Usern Mitglied in mindestens einer Online-Community, bei Männern nur drei Viertel. In sozialen Netzwerken haben Mädchen Jungs bereits abgehänt. So sind 84 Prozent der Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren  Mitglied eines sozialen Netzwerks, bei den Jungs sind es erst zwei Drittel. „Frauen vernetzen sich, Männer tragen Geräte zur Schau“, kommentiert BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer die Zahlen.

Folglich zeigen sich weitere Unterschiede bei der Nutzung des Internets  – etwa  beim Gaming: Frauen entscheiden sich nur halb so häufig wie Männer für Actionspiele. Egoshooter & Co. kommen lediglich bei knapp 15 Prozent der Frauen, aber bei 29 Prozent der Männer gut an. Umgekehrt begeben sich Frauen sehr viel häufiger (13 Prozent) als Männer (fünf Prozent) in virtuelle Welten oder nutzen Social Games (zehn zu sechs Prozent). Generell jedoch spielen Männer und Frauen etwa gleich häufig.

Auch beim Online-Shopping zeigen sich Geschlechtersterotype:  88 Prozent der weiblichen User haben bereits im Web eingekauft, gegenüber 83 Prozent bei den Männern. Frauen kaufen häufiger Kleidung im Web (41 zu 17 Prozent), Männer erstehen eher Elektronikgeräte, Computer und Videospiele.

Auch wenn diese Unterschiede zahlenmäßig nicht mehr gravierend sind, in einer Hinsicht klafft noch eine deutliche,  Lücke zwischen den Geschlechtern: Im Fach Informatik ist nicht einmal ein Fünftel (18,4 Prozent) aller Studierenden weiblich, im Fach Elektrotechnik ist es sogar nur ein Zehntel (9,8 Prozent). Im Jahr 2009 waren unter 40.500 Auszubildenden in den IT-Berufen nur neun Prozent Frauen.

„Deutschland sieht auf ein verlorenes Jahrzehnt in Sachen Frauenförderung zurück. Seit zehn Jahren stagniert der Anteil von Frauen bei den Studienanfängern in den Kernfächern Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik nahezu“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Es muss uns gelingen, aus dem Interesse an der neuen Internetwelt ein Interesse an der dahinterliegenden Technik zu machen – gerade auch bei Mädchen.“

Quelle:

25.4.2011, Online-Redaktion Verlag Dashöfer, Quelle: Gleichstellung online
Frauen nutzen häufiger die kommunikativen Möglichkeiten / Die größten Geschlechterunterschiede gibt es weiterhin bei IT-Berufen

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Die Hochschulen in Deutschland bieten mittlerweile 11.549 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Damit führen 82 Prozent aller Studiengänge an deutschen Hochschulen zu den Abschlüssen Bachelor oder Master. Der Anteil der Studentinnen in Bachelorstudiengängen liegt mit 441.123 bei 45,2 % der Gesamtstudierenden. Im Masterbereich liegt der Anteil der Studentinnen sogar bei 47,7 %, das sind 69.073 von insgesamt 144.859 Studierenden.

Damit haben sich die Frauenanteile im Vergleich zum Wintersemester 2008/2009 im Bachelor um 0,1 Prozentpunkte verringert und im Master um 0,3 Prozentpunkte erhöht (S.27 der Studie). Etwas mehr als die Hälfte der Bachelorabsolventinnen und -absolventen im Prüfungsjahr 2009 (37.201; 51,7 %) und 43,8 % (9.120) der Masterabsolventinnen und -absolventen sind weiblich (S.34 der Studie).

Die Zahlen basieren auf den Online-Angaben der Hochschulen im Hochschulkompass und auf den Daten des Statistischen Bundesamtes.

Die Studie „Statistische Daten zur Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen – Wintersemester

2010/2011“ ist als PDF-Datei auf den HRK-Internetseiten abrufbar. Gedruckt ist die Broschüre in der HRK-Reihe „Statistiken zur Hochschulpolitik“als Nr. 2/2010 erschienen und kann bei der HRK kostenlos bestellt werden:

publikationen@hrk.de.

http://www.hrk.de/de/download/dateien/

HRK_StatistikBA_MA_WiSe_2010_11_final.pdf

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Um mehr Gleichberechtigung in technischen Ausbildungen zu erreichen scheinen Frauenstudiengänge gerdezu ein paradoxer Weg zu sein (Wetterer 2003). Jedoch können solche – monoedukativ genannte – Bildungsmaßnahmen für ausdrücklich nur ein Geschlecht durchaus sinnvoll sein. In Feldern wie der Technik, die heute vielfach immer noch monoedukativ ist ,weil sie nach wie vor fast  “nur” von Männern besetzt werden (Hofstätter 2009), können Bildungsmaßnahmen “nur” für Frauen helfen, abseits von Geschlechterhierarchien zu lernen (vgl. Wajcman 1994, Wächter 2003). Bildungsträger, die hier Lernräume ausdrücklich für Frauen bis hin zu Frauenstudiengängen anbieten, haben bewußt das Ziel vor Augen, den Frauenanteil in einem bestimmten Fachbereich – hier etwa der Technik – zu erhöhen. So soll die Trennung der Geschlechter gerade in den Ingenieurwissenschaften über das Motto “Geschlechtergleichheit durch den Abbau von Geschlechterdifferenz” (vgl. Wetterer 1996) letztendlich zu einer größeren Geschlechtergerechtigkeit beitragen. Sowohl die Erfahrungen aus anderen Frauenstudiengängen in Deutschland aber auch Erkenntnisse aus internationalen Studien (Tradition der amerikanischen “women’s colleges”) sprechen diesbezüglich eine eindeutige Sprache (vgl. Knapp & Gransee 1003, Teubner 2003, Schleier 2009).

Dennoch gibt es auch einige kritische Punkte in Bezug auf monoedukative (Technik-)Ausbildungen (vgl. Teubner 1997, Gransee 2003, Wtterer 2003), so z.B.

- fehlende gesellschaftliche Anerkennung monodekukativer Ausbildungsangebote (vgl. Nohr 2000)

- Inselsituation einer monoedukativen Initiative für Frauen inmitten eines männerdominierten Technikausbildungsbereichs (vgl. Wetterer 2003)

- Fachkultur als Hinternis für Lernerfolg (vgl. Ratzer 2009)

- Außendarstellungen (Werbematerilien und Berichterstattung), die “Studentinnen als neue Elite” durch Stereotypisierung präsentieren (vgl. Schleier 2009)

Im Sinne von Chancengleichheit ist es wichtig, dass ein gleichberechtigter Zugang zu Bildung und eine gleichberechtigte Förderung im Rahmen von Bildungsmaßnahmen sowie die vorurteilsfreie Akzeptanz gewährt wird.

Es gibt also noch viel zu tun!

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