Studienabbrüche im Bereich MINT – Unterschiede zwischen den Geschlechtern

Die Ursachen des Studienabbruchs sind aus der HIS-Studie: Ursachen des Studienabbruch in Bachelor- und in herkömmlichen Studiengängen: Ergebnisse einer bundesweiten Befragung von Exmatrikulierten des Studienjahres 2007/08″ (HIS 2/210) bekannt.  Der relativ hohe Studienabbruch an den deutschen Hochschulen im MINT-Bereich wird gegenwärtig vor allem durch drei Motive bestimmt, die für mehr als zwei Drittel der Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher ausschlaggebend sind:

a) An erster Stelle stehen dabei Leistungsprobleme. Bei 20% der Studienabbrecher gibt die Erfahrung, den Anforderungen des Studiums nicht gerecht zu werden, den Ausschlag für die Aufgabe des Studiums.

b) Mit 19% ist ein weiteres knappes Fünftel der Studienabbrecher letztlich an Problemen mit der Finanzierung ihres Studiums gescheitert.

c) Von ähnlich großer Bedeutung ist das vorzeitige Beenden des Studiums aufgrund mangelnder Studienmotivation. Diese Studierenden identifizieren sich nicht mehr mit ihrem Studienfach und den sich daraus ergebenden beruflichen Möglichkeiten. Aus ihrer Sicht haben sich ihre Vorstellungen vom gewählten Studium nicht eingelöst, sie haben sich mit falschen Erwartungen immatrikuliert.

Nachfolgende aktuelle Statistik zeigt, dass die Frauen geringfügig weniger ihr Studium abbrechen – mit einer Ausnahme!

Tabelle1_Studienabbruch_MINT_Geschlecht_2010

 

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Role Model: MINT-Botschafterin des Jahres 2012

Frau Prof. Sabine Wieland, Hochschullehrerin an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) und Vorsitzende des MINT-Netzwerkes Leipzig erhielt die Auszeichnung als „MINT-Botschafterin des Jahres 2012“.

Seit 2010 hat Prof. Wieland maßgeblich an unterschiedlichen Projekten zur Förderung des Interesses an Technik, Naturwissenschaften und Informatik mitgewirkt. Diese Projekte für unterschiedliche Altersstufen beinhalten eine Kombination aus Exkursionen, Fachvorträgen und Experimenten. Als Vorsitzende des MINT-Netzwerkes Leipzig steht Prof. Sabine Wieland für eine Stärkung und Erhöhung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Leipzig durch die Koordinierung und Förderung aller regionaler MINT-Aktivitäten. Neben den Leipziger Hochschulen und der Universität Leipzig gehören Forschungseinrichtungen, öffentlichen Einrichtungen, Unternehmen, Vereine und Privatpersonen zum MINT-Netzwerk Leipzig.

Quelle: CEWSJOURNAL    Nr. 87 | 24.01.2013, S. 34

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