News zum Anbau von Geenfood in Europa
16. März 2010
Macht was gegen den Anbau von genmanipulierten Nahrungsmitteln in Europa.
Leider habe ich keine Beiträge mehr für meinen Blog geleistet, da ich viel um die Ohren habe, oder eher nicht das richtige Feeling um etwas zu schreiben. Darum möchte ich auch nicht irgendetwas halbherziges auftischen! Beiträge werden aber bald wieder folgen.;)
Aber nun zum Thema!
“Zum ersten Mal seit 12 Jahren hat die Europäische Kommission soeben den Anbau gentechnisch manipulierter Lebensmittel zugelassen!
Indem sie der Gentechnik-Lobby nachgegeben hat, ignoriert die Kommission die Meinung von 60% der Europäer, die zuerst sichergehen möchten, dass der Anbau genmanipulierter Nahrungsmittel keine Bedrohung für unsere Gesundheit und die Umwelt darstellt.
Durch eine neue Initiative der EU ist es gesetzlich möglich geworden, dass offizielle Eingaben direkt an die Europäische Kommission gerichtet werden können, wenn sich eine Millionen EU-Bürger beteiligen.
Lasst uns 1 Millionen Unterschriften sammeln, damit die Einführung genmanipulierter Nahrungsmittel so lange gestoppt wird, bis aussagekräftige Forschungsergebnisse vorliegen; sie werden dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Barroso, übergeben. Bitte unterzeichnen Sie die Petition und leiten Sie diese E-Mail an Ihre Freunde und Familien weiter:
http://www.avaaz.org/de/eu_health_and_biodiversity/?vl
Verbraucher-, Gesundheits-, Umwelt- und Bauernverbände protestieren seit langem gegen die wenigen internationalen Gentechnik-Konzerne, die einen so massiven Einfluss auf die europäische Landwirtschaft ausüben. Mit dem Anbau von genmanipulierten Nutzpflanzen sind zahlreiche Bedenken verbunden: Verunreinigung angrenzender Ackerflächen, enorme Belastung der Umwelt durch den exzessiven Einsatz zusätzlicher Pestizide; die Zerstörung der Artenvielfalt und der regionalen Landwirtschaft und nicht zuletzt die Auswirkungen von “Genfood” auf die Gesundheit der Bevölkerung.
Während sich einige EU Mitgliedstaaten deutlich gegen die Entscheidung ausgesprochen haben, unterstützt die Bundesregierung den Anbau der “BASF-Kartoffel” Amflora und stellt somit den Profit deutscher CEOs vor das Interesse der deutschen Bürgerinnen und Bürger.
Noch immer gibt es keinen Konsens darüber, was die Langzeitfolgen von genmanipulierten Organismen betrifft. Die Forschungsinstitute und Kontrollbehörden werden von der Gentech-Industrie finanziert, die in erster Linie ihren Profit im Auge hat – nicht das öffentliche Wohl. Deshalb fordern die europäischen Bürger weitere unabhängige Untersuchungen, Test und Vorsichtsmaßnahmen, bevor eine genmanipulierte Pflanze in unserem Land zugelassen wird.
Die neu eingerichtete “Europäische Bürgerinitiative” gibt einer Millionen EU-Bürger die Gelegenheit, politische Vorschläge an die Europäische Kommission zu richten, und bietet somit eine einzigartige Chance, den Einfluss der Lobbyisten einzuschränken.
Lassen Sie uns zusammen 1 Millionen Unterschriften sammeln, um die Einführung von genmanipulierten Pflanzen und Produkten auf den Europäischen Markt zu stoppen. Wir fordern die Gründung von unabhängigen Wissenschaftseinrichtungen, die die Auswirkung von Genmanipulation untersuchen und wirksame Kontrollmechansimen etablieren. Unterzeichnen Sie die Petition und leiten Sie diese E-Mail bitte an alle weiter, die Sie kennen:
http://www.avaaz.org/de/eu_health_and_biodiversity/?vl
Voller Entschlossenheit,
Alice, Benjamin, Ricken, Luis, Graziela und das gesamte Avaaz-Team.”
_______________________________________________________________
Weitere Informationen:
Letzte Eurobarometer-Umfrage 2008 ‘Einstellung der europäischen Bürger zur Umwelt’ , Seite 66:
http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/ebs/ebs_295_de.pdf
Monsanto Klage gegen MON810-Verbot auf Eis:
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=2327907
Die Welt, EU-Kommission genehmigt umstrittene Gen-Kartoffel:
http://www.welt.de/news/article6623237/EU-Kommission-genehmigt-umstrittene-Gen-Kartoffel.html
Handelsblatt, BASF will Zulassung für weitere Gen-Kartoffeln
http://www.handelsblatt.com/newsticker/unternehmen/absatz-basf-will-zulassung-fuer-weitere-gen-kartoffeln;2540535
Zeit, Die EU erlaubt den Anbau der Kartoffel “Amflora”:
http://www.zeit.de/wissen/2010-03/basf-amflora-anbau
Mängel bei Risikobewertung der EU Behörde für Lebensmittelsicherheit (pdf):
http://testbiotech.org/sites/default/files/risk-reloaded_deutsch%2029.11.09.pdf“
Es geht weiter!!!
9. Februar 2010
Nichtmehr ganz so oft, aber ich werde versuchen, dennoch regelmässig was neues und diskussionswürdiges in meinen Blog zu Packen.
was ich jetzt so nebenbei mitbekommen habe, ist das Interesse und Bedürfnis doch weitaus größer ich erwartet habe, ein paar meiner persönlichen Rezepte zu lesen und nachzukochen. Ich werde also ein paar meiner Lieblingsrezepte hier reinstellen.
Was die Themen angeht werden sie nun weniger Strukturiert sein, aber dank der Navigation dürfte das kein Problem darstellen!
Ich freu mich also weiterschreiben zu dürfen!
Vorerst letzter Beitrag
15. Januar 2010
Wir wissen, dass Wasserknappheit, zu Missernten und Hungersnöten und dem erhöten Verbrauch von Pestiziden führen kann, dass der erhöte Verbrauch von Pestiziden zu Wasserknappheit, Bodendegradierung, Umweltschäden und Gesundheitsschäden führen kann,dass Bodendegradierung zu weniger Ernte,Wasserverschmutzung usw. führt und sich ein Teufelskreis bildet, aus dem es nur einen Ausweg gibt, nämlich an der Situation wie sie jetzt ist, etwas zu verändern.
Da heute nun der letzte offizielle Termin für die Abgabe meiner Ba-These ist, schliesse ich meinen Blog fürs erste. Für diejenigen die aber Gefallen daran gefunden haben hier hin und wieder reinzustöbern, werde ich sobald es möglich ist mein Wissen weiterhin teilen und hoffe, dass sich die oder der ein oder andere einbringt und Meinungen reichlich geäussert werden.
Kosten
12. Januar 2010
Wer auf der einen Seite Geld ausgibt, spaart auf der anderen.
Wie wir erfahren haben, geben die meisten Biohaushalte im Duchschnitt sogar weniger Geld für die Versorgung mit Nahrungsmitteln aus, als der Normalhaushalt. Das Selbe gilt für einen Haushalt, der sich durch seine Essgewohnheit für Menschenrechte einsetzt.
Die Menschen, die ich kenne und sich größtenteils ökonomisch und fair ernähren, haben einen automatischen Drang zum Sparen entwickelt. Es wird auf Preise geschaut, Fleisch wird reduziert, Tierprodukte werden reduziert und auch Genussmittel wie Alkohol und Knabberkram werden nicht so viel konsumiert wie üblich. Im Gesamten wird auf das geschaut, was wirklich sein muss. Aber auch in den Haushalten ist der süße Nachtisch schon nahezu obligatorisch und genossen wird hier auch sehr viel.
Beispiel ökonomisches Kochen
Ich habe meiner Mutter und mir z.B. gestern Rigatoni mit Tomatensauce und Sojageschnetzeltem gemacht.
Kosten.
-Nudeln: o,50 €
-Ca 180g Bio Sojageschnetzeltes: 1,79€
-3 Biotomaten: 1,00 €
-Tomatensauce aus Deutschland: 0,99€
-1 Bio-Zwiebel ca 0,15€
das macht insgesamt 4,53 € für ca 5 Portionen.
Ein kleiner Döner in der Stadt kostet in einer Großstadt z.B. mindestens 2,50€. Wer zwei davon gegessen hat, liegt schon o,47 € über dem, was ich für meine Mutter und mich für 2 Mahlzeiten je Person ausgegeben habe.
Auch wenn ich das Sojageschnetztelte durch 180 g. Fleisch ersetzt hätte, wäre ich mindestens (je nach
Qualität des Fleisches) auf den selben Preis gekommen.
Wer die Kosten ebenfalls geringer halten möchte, kocht sich sein Essen selbst! Mir macht es unglaublich viel Spass auszuprobieren, was man sich so an Essen kreieren kann und wie so manches, was einem zu Beginn äusserst unappetitlich vor kommt, mit der richtigen Zubereitungsmethode zum reinen Genuss wird. Immer wieder höre ich, dass Tofu so lasch sei und nach nichts schmeckt,”einfach nur ein zusammengeklebter Zellstoff ist”. Fleisch ist nichts anderes und hat ebenfalls einen geringen Eigengeschmack. Wie schon erwähnt, schmeckt ungewürztes Fleisch genauso wenig wie ungewürtzter Tofu.
Ein Beispiel für leckeren und schnell zubereiteten Tofu ist:
Frischer Tofu aus dem Asiashop oder dem Bioloaden (wichtig ist, dass er frisch und fluffig ist) , kurz in der Pfanne ungewürzt fritieren Reis dazu und in Chickensauce aus dem Asiashop dippen und ab in den Mund. Schneller geht eine Instantsuppe auch nicht.
Kochen geht also schnell und einfach, man muss nur die Angst vor dem Neuen verlieren und sich ein bischen Mut zusprechen, dass das, was man da kocht, einem selbst auch schmecken kann!
Fair gehandelte Ware (Genussmittel)
Wenn ich fair gehandelte Ware konsumiere, ist das mit Sicherheit mit einem Kostenmehraufwand verbunden. Schliesslich zahle ich ja dafür, dass es den Menschen, die das Produkt für mich herstellen, mehr Geld verdienen und dass sie unter besseren Umständen leben können. Aber auch hier kann ich überlegen, ob ich nicht mal auf den ein oder anderen Wein verzichte und mir dafür ein Päckchen Kaffe oder mehrere Tafeln Schokolade aus fairem Handel gönne. Oder ob die Schokolade überhaupt sein muss und ich nicht lieber mal auf Obst zurückgreife. Schliesslich tue ich nicht nur meinem Geldbeutel etwas Gutes und auch den Menschen, die mit mir diesen Planeten bewohnen, sondern auch meiner Linie und meiner Gesundheit. Einfach mal was Anderes ausprobieren und von dem Gewohnten wegkommen. Feststellen, dass auch Trockenobst sehr lecker sein kann, oder auch die richtige Zartbitterschokolade.
Es gibt so viele Möglichkeiten sich bewusst zu ernähren, wir müssen nur damit anfangen.
Wenn ihr Interesse an Rezepten habt, schreibt mich einfach an, ich schicke euch gerne ein Paar eigene Rezepte oder poste sie in den Blog. Ansonsten schaut doch einfach mal auf Veganwelt vorbei oder googlet nach vegetarischen oder veganen Rezepten.
Fair-Trade
3. Januar 2010
Wir wissen nun zum größten Teil, wie wir uns ökonomisch ernähren können. Dennoch kann auch öknomisch produzierte Ware auf den Rücken und zu Lasten unschuldiger Menschen produziert werden. Um dem vorzubeugen, brauchen wir Waren, die in ihrem Produktionsverlauf im Bezug auf Menschenrechte kontrolliert werden.
Fair-Trade oder fair gehandelte Ware ist die derzeit beste Möglichkeit, seinen Standpunkt klar zu machen, denn da sie ein Lable hat, teilt man durch sie seinen politischen Standpunkt am stärksten mit.
Bei den Produkten, die ein Fairtrade Siegel tragen, kann man mit einer weitaus größeren Kontrolle des Herstellungsprozesses rechnen.
Durch dieses Siegel soll Binnenwirtschaft gestärkt werden und ungerechten Handelsverhältnissen der Rücken gekehrt werden. Mindestpreise und Aufschäge sollen die Produktionskosten und zumindest das absolute Existenzminimum decken.
Insbesondere Kleinbauern soll dies zugute kommen und überschüssige Gelder sollen in Bildung, Selbsthilfeprogramme, Nachhaltigkeit und Ökologie investiert werden. (vgl.www.transfair.org)
Aber auch den Menschen aus den Ländern, die Fairtradeartikel konsumieren, wird/soll ein hohes Maß an Aufklärung und Know-how geboten werden. Hier ist wieder Vorsicht geboten. Denn auch hier steckt eine wirtschaftliche Motivation dahinter. Sich hin und wieder über die Situationen zu informieren, ob die Prinzipien auch wirklich eingehalten werden oder nicht, ist wie bei jeder Marke Pflicht.
So gibt es auch hier verschiedene Meinungen zu den einzelnen Fair-Tradesiegeln und deren “Sicherheit”.(vgl.www.bio-markt.info)
Wer sich näher informieren möchte über die einzelnen Studien,Produkte und Möglichkeiten, kann das meiner Meinung nach sehr gut auf dieser Seite tun.
Alles im allem kann man den Fairtradeartikeln sehr viel Positives abgewinnen. Den Produzenten und Konzernen wird gezeigt, was den Verbrauchern wichtig ist und der Verbrauch von fair gehandelter Ware wird immer größer. Aufklärung findet statt und das ist wohl mit eine der wichtigsten Errungenschaften der Fairtradebewegung.
_____________________________________________________________________________________________________
Quellen
- Neue Fairtrade-Studie: www.bio-markt.info
- Unsere Ziele: http://www.transfair.org
_____________________________________________________________________________________________________
Bildquelle
Fair Trade
3. Januar 2010
“Fair Trade – The Movie. An eq.tv original.”
_____________________________________________________________________________________________________Videoquelle
Veganismus und Vegatarismus als ökonomische Ernährungsform
2. Januar 2010
Die zwei Ernährungsformen Vegetarismus und Veganismus gelten nur als Leitbild oder Beispiel einer menschenrechtskonformen Ernährungskultur und bieten von ihrer reinen Definition her lediglich Aspkte dieser. Wie und was jeder Einzelne isst, liegt in seinem Ermessen und kann auch nur dann umgesetzt werden, wenn es mit vollkommener Überzeugung geschieht. Wer sich von Grund auf zu etwas zwingt, ohne etwas zu verstehen oder davon übverzeugt zu sein, wird schnell die Motivation verlieren und sein Bemühen wird ein schnelles Ende finden.
Darum obliegt es jedem, sich das Positive von dem herauszupicken, was er hier nun liest und zu entscheiden, ob er vegetarisch, vegan oder einfach “nur” tierproduktreduziert leben möchte.
Was die beiden Ernährungsformen bedeuten und dass Vegetarismus in den meisten Fällen den Verzicht auf Fleisch und Fisch beinhaltet und Veganismus den Verzicht auf jegliche Art von Tierprodukten, weiss, denke ich, jeder, darum brauche ich darauf nicht näher einzugehen.
Wer trotzem mag, kann sich hier über Vegetarismus und hier über Veganismus informieren.
Wem oder was ich nun den Menschenrechten wegen näher auf den Zahn für euch fühlen möchte ist, warum Menschen sich entschliessen, auf Fleisch, Fisch oder gar gänzlich auf Tierprodukte zu verzichten.
Die Gründe für die beiden Ernährungsformen können verschieden sein: sie sind religöser Natur, gesundheitlicher und der meiner Meinung nach wichtigste Grund ist der der allgemeinen Leidminimierung. (vgl. W. Breyvogel 2005 S.85 S.95 S. 96 S.142). Ihm ist eine “buddhistische” Philosophie inne , nämlich die, dass Leben auch Leid bedeutet. Um mich zu ernähren, muss ich töten oder zerstören, ich zerbeisse und zermalme den Apfel und meine Magensäure zerlegt ihn dann in seine für unseren Körper wichtigen Grundbestandteile. Ich nehme ihn auf und gewinne durch ihn die Energie zum Leben. Das selbe gilt für Fleisch, Brot und Eier.
Wo liegt dann der Unterschied zwischen diesen Ernährungsweisen und der herkömmlichen? Den immensen Vorteil, den ich durch eine vegetarische oder vegane Ernährungsform erbringe ist, dass ich nicht nur der Tierrechte wegen kein Fleisch oder keine Milchprodukte esse, sondern auch der Pflanzen und der Menschen wegen.
Ein oft gebrachtes Argument für die herkömmliche Ernährungsform ist das, dass wir nicht wissen, dass Pflanzen auch Gefühle haben.
Dazu muss ich sagen: Nein, das wissen wir nicht und ich bin von der Möglichkeit überzeugt, dass auch Pflanzen in einer uns bisher unverständlichen Weise Leid empfinden können. Dadurch, dass ich aber auf Fleisch oder Tierprodukte verzichte,- und das macht den Unterschied- werde ich automatisch ökonomisch, denn wie wir erfahren haben, braucht ein Kilo Rindfleisch 10-16 Kilo Tierfutter bzw Pflanzennahrung. Dies heisst, ich muss in der Regel 10-16 mal mehr Pflanzen töten als eigentlich nötig.
Aber wir wissen nun auch, dass unser Weltmarkt und die derzeitige Landwirtschaftspolitik mit ihren Subventionen, Outsourcingprogrammen, ihrem billigen Export von Tier- und Pflanzenprodukten Menschenrechte verletzt. Massen an Nahrungsmitteln werden billig verhökert oder einfach ins Meer gekippt, der umstrittene Co² Gehalt in der Luft steigt durch die Massentierhaltung, was Naturkatastrophen und Hungersnöte zur Folge hat und und und.
Ist die Frage nun ,ob dies primär ein politisches Problem ist oder eines, das uns alle etwas angeht; eines, welches den Konsumenten angeht?
Fakt ist schon mal, dass das meiste Tierfutter, welches hierzulande verfüttert wird, importiert wird und dieses Tierfutter, wie wir wissen, in den meisten Fällen eigenartigerweise aus den Ländern stammt, in denen Hungersnöte an der Tagesordnung sind und Großteile der Bevölkerung an Unterernährung leiden. D.h. für den Konsumenten, wenn er auf Fleisch und Tierprodukte verzichtet, werden solche Länder als Importquelle für Tierfutter nicht mehr so oft in Frage kommen, da Tierfutter nicht mehr in den Mengen gefragt sein wird wie zuvor.
Auch wird an viele Tiere genmanipuliertes Pflanzengut verfüttert, welches in einigen Ländern unter Patent steht und unter Umständen auch bald in Europa unter Patent stehen kann. Auch hier wird eine Umstrukturierung von nöten sein, wenn auf die oben genannten Produkte verzichtet wird und den Firmen, welche auf Ihr Patentrecht pochen, auf der einen Seite schon mal eine Möglichkeit genommen wird, Druck ausüben zu können..
Um den Mengen an Nahrung, sei es für Tier oder für den Menschen, gerecht zu werden, werden Jahr für Jahr, Tag für Tag Urwälder gerodet und Tiere und Menschen vertrieben. Auch hier können wir durch unseren Standpunkt Ernährung "STOPP " sagen und dem Ganzen Einhalt gebieten, da nun weniger Platz zum Anbau für Tierfutter benötigt wird,- was derzeit "immerhin" zweidrittel der gesamten Anbauflächen sind-.
Schön wäre es, wenn den Menschen, die heute hungern, nun dann auch endlich wieder die Möglichkeit offen stünde, -da sie ja nun nicht mehr für uns- den Menschen aus den Industriestaaten - anbauen müssten, - in ihrem Land, vor ihrer Tür wieder Nahrungsmittel anbauen und diese für gerechte Preise verkaufen könnten. Das ist leider jedoch immer noch ein politisches Problem und kann nicht alleine durch eine tierproduktfreie oder reduzierte Lebensweise erbracht werden... hierfür braucht es einen weltweit fairen Handel, der den Menschen in Würde und Lebensfreude arbeiten und leben lässt.
Somit zum nächsten und vorerst letzten Thema.
_____________________________________________________________________________________________________
Quellen
- Breyvogel. W.: „Eine Einführung in Jugendkulturen Veganismus und Tatoos“ Lehrbuch Hrsg. VS Verlag für Sozialwissenschaften(2005)
Ökonomie und Nachhaltigkeit
1. Januar 2010
Wer Bioprodukte bevorzugt kauft, leistet schon einen großen kleinen Beitrag in der Bekämpfung von Missständen auf der Welt. Es ist aber nur der Anfang einer menschenrechtskonformen Ernährungsweise, denn mit der Biobewegung und dem vermehrten Kauf von Bioprodukten entstand ein Mainstream, der sich bis zu einer Produktion von Biogut im Ausland wie China oder Brasilien ausweitet(e).
Auf die Ökonomie muss ebenso geachtet werden wie auf die Art, mit der etwas produziert wird. Wenn ich Bioware aus China oder Neuseeland beziehe, erhöhen sich erstens die Kosten, zweitens der Aufwand und drittens auch die Intransparenz über die Produktionsmethoden. Neben dem höheren Aufwand, der auch der Natur nicht wirklich zu gute kommt, bietet sich aufgrund der Intarnsparenz hier nun vielmehr Raum für “Schmuh”. Wie produziert wird und welche Methoden angewand werden, ob Nicht-Bioware untergemischt wird oder die Produktionsprinzipien eingehalten werden, ist schwerer nachzuvollziehen und Korruption werden Tür und Tor geöffnet.
Ich muss also auch abwägen können, was ökonomisch sinnvoll ist und was nicht. D.h. lieber mal einen Apfel aus Deutschland als einen Bioapfel aus China, denn so erspare ich Natur und Umwelt so Einiges an Problemen.
Aber Ökonomie bedeutet auch zu schauen, welche Produkte von ihrer direkten Produktion her ökonomisch sind.Tierprodukte sind, wie wir schon erfahren haben, wenig ökonomisch. Wir müssen hier in Deutschland sogar Tierfutter aus anderen Ländern beziehen, um dem Bedarf an Tierprodukten gerecht zu werden. Fleisch, Milch, Fisch und Milchprodukte können also in dem Maße, in dem sie derzeit konsumiert werden, nicht weiter konsumiert werden,- zumindest dann nicht, wenn uns etwas an den Menschen, Tieren und Pflanzen liegt, mit denen wir unsere Erde teilen. Wer die Beiträge zu den Themen Massentierhaltung, Überfischung, Wasser und Co gelesen hat, weiss wovon ich spreche. Es reicht meist schon, seinen Bedarf an Fleisch auf einmal die Woche bis einmal im Monat zu reduzieren, (das Gleiche gilt für Fisch). Auch das Einlegen von tierprodukt- freien Tagen kann ein Beitrag zur Verbesserung unserer Umwelt sein. Es hilft, sich klar zu machen, welche Alternativen es zu Fleisch gibt; und Soja- und Saitanprodukte sind bei Weitem nicht mehr so fade, wie sie es noch vor einigen Jahren waren. Soja und Saitan geben einen tollen Ersatz für Fleisch ab, sie sind beide sehr neutral im Geschmack und unglaublich vielfältig in der Anwendung, von Fisch-,Fleisch- und Käseersatz, Sojamilch, Pudding, Sahne, Torten, Eiersatz kann man all das machen, was sich auch mit herkömmlichen Tierprodukten herstellen lässt. Der Geschmack und ob es schmeckt, ist wie bei allen Speisen nur abhängig von der Zubereitung. Mit dem Kapitel Vegetraismus und Veganismus als ökonomische Ernährungsform werde ich euch zwei Besipiele nennen, an denen ihr euch orientieren könnt und von und aus denen ihr das übernehmen könnt, was ihr für euch umsetzungswürdig haltet.
Viele bringen mit Fleischersatz den nahezu ungewürzten Tofu oder labbrige Saitanwürstchen in Verbindung. Hier gilt es rauszufinden, was einem persönlich am besten schmeckt und – Neugierde ist gefragt, auch bezüglich des Würzens… denn es schmeckt.
[Bsp. Ein ungewürtzter Leib Tofu schmeckt genausowenig wie ein ungewürztes Stück Pute.]
Erwartet nicht, dass der Fleischersatzt 100% genauso schmecken wird wie Fleisch. – Bei manchen Produkten ist es sogar der Fall und ich kenne einige Mitmenschen, die bei meinen tierproduktfreien Gerichten davon ausgegangen sind, dass Fleisch als Grundlage für meine Gerichte gedient hat.-Aber Soja ist und bleibt Soja und kein Fleisch und ist dennoch etwas “ganz” anderes und dient lediglich als Ersatz, der nicht immer die selben Eigenschaften aufweisen kann wie das Ursprungsprodukt.
Traut euch und vor allem geht unbefangen an die Produkte heran, wer mit einer negativen Einstellung an etwas heran geht,-das wissen wir,- wird sie in den meisten Fällen negativ bestätigt bekommen. Probiert sie und findet raus, dass Vieles dabei ist, was euer Leben bereichern kann.
Anbei etwas zur Auffrischung und Wiederholung über unsere Agrarpolitik hier in Deutschland. Es wird in dem Video unter Anderem die Frage behandelt, ob wir durch unsere Subventionen wiklich weniger Geld für unsere Nahrungsmittelversorgung ausgeben als ohne.
“Die Wahrheit über: Unsere Ernährungssituation”
_______________________________________________________________________________________________________
Videoquellen
Ökonomie und Nachhaltigkeit
31. Dezember 2009
hier mal wieder ein Video!
“Mein ökorrekter Bio-Einkauf”
_____________________________________________________________________________________________________
Videoquelle
Outsourcing und Neokolonialismus. Nahrung auf Kosten anderer
30. Dezember 2009
“Neokolonialismus – Das globale Outsourcing der Landwirtschaft ( arte, Mit offenen Karten )”
“Doku Mit Offenen Karten – Landwirtschaft Im Umbruch”
______________________________________________________________________________________________________
Videoquelle
- DummesAOL http://www.youtube.com/watch?v=qVHNlCx6LbQ&feature=related