HAWK-Blogs

die grüne Welle


Das Volksfest der Atomkritik

Mit schlechtem Gewissen habe ich mich entschieden nur im Internet zu demonstrieren und meinen Blog zu nutzen.  Letztes Jahr war ich dabei und so kann ich vielleicht die Leute erreichen, die zum Beispiel einen “Atom-Kraft-Nein-Danke-App” bei Facebook haben aber sich nicht auf den Weg machen.  Vielleicht auch weil sich der SINN zu demonstrieren für viele nicht erschließt. Warum demonstrieren, wenn doch die Atomkraft 2022 Geschichte ist und es nun der letzte Zug ist der sich nach Gorleben auf den Weg macht?!

Und dennoch gibt es die Aktivisten. Und in sehr großer Zahl.

http://tagesschau.de/inland/castorproteste100.html

Immerhin sehen 40 % nicht den Sinn in den Demonstrationen.

Das die Meinung erlaubt ist sich über den Sinn von Demonstrationen Gedanken zu machen ist in Ordnung. Gar nicht in Ordnung finde ich die Meinung vom Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann – das die Demonstrationen jetzt eigentlich keinen Sinn mehr machen. Die Grünen sind doch selber Schuld, wenn sie nicht auf der grünen Welle surfen wollen. Und so eine Aussage als Grüner ärgert doch hoffentlich auch die vielen Mitglieder, die ich letztes Jahr in großer Zahl gesehen habe und sich für einen sofortigen Atomaustieg stark gemacht haben. Den haben wir nicht und wir wissen das Gorleben kein Endlager sein darf.

http://www.youtube.com/watch?v=bu_4D0-q4PM&feature=fvst

Und da DANKE ich allen Demonstranten und Helfern, die gerade auf den Schienen sitzen oder anders vor Ort protestieren und die Gewalt der Polizei ertragen.

Vielleicht, weil sie über dieses Thema nicht lachen können. Aber manchmal hilft drüber zu lachen…

…………………………………………………………………………………………………..

Falls man keine Erfahrungen mit Demonstrationen und Demonstranten hat, dann hilft es sie kennenzulernen. Denn so böse sind sie nicht.

http://castorticker.de/

Spannend ist hier der Radiostream. Ihr hört Stimmen von Protestierenden die mit dem Handy live erzählen wie es aussieht. Total spannend und eine tolle Seite.

Alle weiteren Informationen also auf dem Castorticker…..

Ich verfolge den “zug” seit Tagen und bin von den Aktionen begeistert. Um die 25000 Menschen an vielen Orten und überall gibt es spannende Ereignisse. Die Vernetzung und Prostestkultur ist genial und die Politik kann sich da was abschauen. Immerhin haben die jährlichen Castorfahrten dafür gesorgt, dass es eine Jahreshauptversammlung der Atomkritiker gibt und sie sich professionalisiert haben…

Mal schaun  und hören wie es weitergeht.

Sönke Keding

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Atompolitik Today
7. November 2011, 18:10
Abgelegt unter: Energiepolitik, Menschen | Schlagwörter: , , , , , ,

ARTE Global..ab ca. 15:30min / Neuigkeiten von Fukushima. Wieder sehr interessant.

http://videos.arte.tv/de/videos/global-4227814.html

und für die Leser…Atompolitik unserer Nachbarländer…

http://www.sueddeutsche.de/politik/energiewende-belgien-peilt-atomausstieg-bis-an-1.1177505

Die Atomdebatte wird weiterhin sehr unterschiedlich geführt und eigentlich bräuchten wir internationale und globale Antworten auf die Zukunft der Stromversorgung und das möglichst schnelle Ende der AKWs. Irgendwie Utopie. Also ein utopisches Zitat ;)

“Nicht, dass die einen den anderen nachgeben,
im Gegenteil: dass alle ihre Anstrengungen vereinen,
um ein umfassenderes und
vollkommeneres Ergebnis zu erzielen.”

Mirra Alfassa (DIE MUTTER / Auroville)

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die große Industrienation
4. Juli 2011, 17:36
Abgelegt unter: Demokratie, Energiepolitik | Schlagwörter: ,

Manche lieben Fußball und manche lieben die Industrie. Michael Fuchs (CDU) (wird auch Atomfuchs genannt) ist so ein Industrie-Liebhaber. Ich habe seine Hompage besucht und seinen Lebenslauf durchgelesen. Und ich habe
das Gefühl, dass die Unternehmer der alten Schule so gar nicht verstehen können wie “ihre Industrie” ohne Atomkraft funktionieren soll. Ich finde es immer wieder verwunderlich und kann es nie genug fragen, bis mir jemand eine befriedigende Antwort gibt. Wohin mit dem Atommüll? Die Antwort von Fuchs ärgert mich. Denn deshalb habe ich den Bundestagsabgeordneten kennengelernt…Er ist mir negativ aufgefallen.

“Gestern war Sonne, heute so gut wie keine.” So viel zum Thema erneuerbare Energien. (dieses Zitat  - abgeschrieben und zufällig gelesen in Lübecker Nachrichten)

Nicht ausschließlich Solar ist als erneuerbare Energie zu gebrauchen. Es ist sogar gefährlich, denn die Solarlobby ist (zu)mächtig geworden. In der Demokratie wird Macht verteilt.  Beispiele_ Gewaltenteilung, viele Parteien und Föderalismus. Eine mehrgleisige Energieversorgung ( auch ohne Kohlekraft) schafft das Gefühl, dass die Industrie allen gehört. Und nicht wenigen. Unsere Atomversorger wurden zu mächtig, zu arrogant und zu reich um mit dem Geld noch mächtiger zu werden…Sie haben kein schlechtes Gewissen,

setzen noch auf vorWEGEHEN.(Wortkarikatur) Und ich will nur noch wegsehen.(siehe Greenwashing Artikel in meinem Blog) Denn es wird gelogen.

Michael Fuchs ist sehr beliebt in seinem Wahlkreis und viele seine Wähler verstehen nicht “diesen Blitzausstieg”

….2022 Das ist weit weg. Vor allem für Politiker der “alten Schule” die nicht mehr umdenken wollen/können. Da hilft nur abwählen oder gleicher Meinung sein.

513 Abgeordnete stimmen für den Ausstieg, 70 sind dagegen, acht enthalten sich

Ich ärgere mich über die christliche Union seit dem ich 12 bin, damals noch weil ich christliche Werte (als Pastorensohn) nicht entdecken konnte. Heute bin ich älter und denke nicht mehr christlich, aber erst störte mich das C und heute stört mich manchmal das D.  Denn “das Demokratische” wird doch manches Mal gegen Realpolitisches eingetauscht.” Realpolitische Wirtschaftsunion.” Das passt (oft) besser zur CDU. Und Sigmar Gabriel nervt mich auch. Weil er gemein ist und Salz auf Wunden streut. Meist “gemein” zu Merkel.  Allgemein finde ich die Sticheleien im Bundestag fies. Als Student der Sozialen Arbeit ärgere ich mich über das S der Sozialdemokraten, denn das “Sozial- heißt für mich Menschenliebe “ und man sollte im Bundestag nicht auf dem anderen rumhacken, mit der Begründung wir wurden Jahrelang beleidigt und schlecht behandelt. “Und heute stimmen sie endlich zu. Das ist Genugtuung.” (Gabriel SPD) Und auch die anderen Parteien sind nicht unschuldig.

Ich schreibe mit Umwegen um mein Demokratiebild zu erklären, ich definiere Demokratie als Basis für die Umsetzung der Grundrechte. Die Industrie lockt mit materiellem Wohlstand.

Die “Grüne Welle” schwappt in die großen Industrien, weil sie Geld machen können, mit den “grünen Bewegungen” in unserem Land. Umweltschützer und andere kämpfen für eine umweltfreundliche Demokratie. In den Nachrichten sehen wir jeden Tag von den Kämpfen der unterdrückten Völker. Gestern z.B. habe ich schreckliche Bilder aus Weißrussland gesehen. „Heute verbieten sie uns das Klatschen und morgen das Sprechen“, sagte eine Frau und ihr kamen die Tränen (und auch mir).

Demokratie ( aus Lexikon)

Bezeichnung einer modernen Lebensform und politischen Ordnung. Demokratie setzt auf die Freiheit des Individuums, garantiert die Gleichheit des Individuums und stellt sämtliches Handeln auf eine freiwillige Grundlage. Das Volk ist der oberste Souverän in der Demokratie. Allerdings üben gewählte Volksvertreter die Macht aus.

Meine persönliche Demokratie.

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Menschen sind gezwungen eine geeignete Form zu finden. Wer sagt in der Gruppe was zu tun ist?! Demokratie ist die Antwort(der Gruppe) auf Diktatur…Demokratie kann aber auch die Antwort auf Umweltzerstörung und weitere destruktive Fehler einer Gruppe sein. In Gruppen bis zu 150 Personen sind keine Vertreter nötig. Deshalb liebe ich auch Ökodörfer und alternative Gemeinschaften innerhalb von Demokratien. Wie das Ökodorf  Siebenlinden.

http://www.siebenlinden.de/

Oder die utopische Stadt

http://www.auroville.de/de/information

Jetzt habe ich sehr viel geschrieben und wahrscheinlich werden wenige meine Mühe überhaupt zur Kenntnis nehmen, aber ich verbringe gerne Zeit mit Gedanken, die die Welt besser machen…

Der eine mag Fußball und ich mag Demokratie.

Sönke Keding

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Das ist Politik?!
27. Juni 2011, 13:19
Abgelegt unter: Energiepolitik, Menschen, Umwelt | Schlagwörter: , , ,

Ja, es ist ziemlich ruhig geworden und nicht mehr so emotional. Das Thema rund um Atomenergie. Doch einen kleinen Höhepunkt gab es bei der Abstimmung der Grünen zum Atomausstieg der Regierung. (2022) Ich habe meinen eigenen Blog mal selbstkritisch auseinandergenommen und gesehen, 2022 das war auch der Vorschlag der CSU. Das heißt CDU/CSU/FDP machen den Ausstieg, das sind die Parteien die lächelnd auf die Antiatombewegung runter sahen-auf die die alljährlich gegen den Castor demonstrieren. Es war ja wie ein Ritual, für arg konservative Köpfe war es vielleicht sogar Tradition – “den Wutbürger, der nichts von Energiepolitik versteht, von den Schienen zu holen…” Es demonstriert ja auch der Staat, nämliche Macht.Und da waren ja auch die Grünen, die sich unter anderem aus der Antiatombewegung begründet haben.(zunächst ohne politische Macht) Sie haben zivilen Ungehorsam geleistet. Sie haben bei den letzten Wahlen mit “Ihr wisst doch wie gefährlich das ist” Plakaten immer sich GEGEN die Atomenergie stark gemacht. Und dennoch hat die FDP bei diesem Wahlkampf ihren größten Sieg gefeiert. Ja, auch den Wähler hat Fukushima getroffen. Unser Gewissen, als eigene Ethikkommission, lässt das Kreuz nicht mehr so locker und leicht setzen.

Also ein großer Sieg für die Partei der Grünen! Aber da schwingt eine Gefahr mit. Die Grünen sind 2022 am Ziel und dann…?! Vielleicht haben sich die Berliner Grünen gedacht, bis 2022 da können wir eine Volkspartei werden(wir brauchen die Zeit), und neue große Themen finden, wie z.B. Klimawandel. Innerhalb der Grünen gibt es unterschiedliche Lager, gerne würden viele früher austeigen und nicht einfach “Amen” zum Atomausstieg sagen. Doch nun sagen die Grünen AMEN. Es bleibt ihnen auch gar nichts anderes übrig. Denn das ist Politik….

Bei all meiner Ungeduld. Wir sind in Deutschland doch auf einem besseren Weg der Energieversorgung, als viele Länder dieser Welt. Und weil man nicht immer auf andere Schauen soll, sondern auch auf sich selbst, möchte ich bewusst meinen Strom verbrauchen um wenigstens “im Klitzekleinen” beim großen Energiehunger nicht mitzumachen…

Ich finde Menschen immer so blöd, die ausschließlich in Herachien denken. Da sind die primitiven Pflanzen, die triebhaften Tiere und dann oben stehen die großen Menschen. Ich verstehe wenig herachisch. Es ist doch ein nebeneinander und miteinander und ich finde da sollte sich jeder einzelne Mensch mehr einbringen. Er sollte Vorbilder in Pflanzen und Tieren sehen. Die Tomatenpflanze auf dem Bild, hängt in meinem Zimmer und ich finde es herrlich wie sie ihre Blätter wie Arme zu Himmel streckt, wächst und , nach dem ich zu ihr gut war sie mir Früchte schenkt. Wenn wir nicht gut sind zu “unseren Existenzpartnern” sind, dann machen wir es ihnen schwer, dass sie gut sind zu uns. Wenn wir unsere Windräder und Solarzellen, wie künstliche Blätter verstehen, dann kommen wir dem Vorbild der Pflanze näher als uns über “diese pflanzliche Welt” zu stellen und innerhalb unserer geschaffenen Systemideen zu denken. “Wir brauchen die Atomenergie.” Wir brauchen vor allem einen Sinn im Leben und ich weiß nicht recht ob das Streben nach dem hierachischen Leiterprinzip so richtig ist. Die Idee der Karriere kann nicht das primäre Ziel sein, es darf aber “passieren”….

Wichtig ist doch von den Früchten seiner Arbeit zu leben und nicht mit seiner Arbeit die Früchte zu zerstören.
Es ist dann doch mehr als symbolisch, dass wir es als Menschheit nicht schaffen, den Hunger unzähliger Menschen zu besiegen.

Sönke Keding

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Atomkraft, jein Danke
30. Mai 2011, 13:22
Abgelegt unter: Energiepolitik, Umwelt | Schlagwörter: , , ,

Die CDU hat es gepackt und, ja irgendwie auch die FDP. Denn es ist ja ein Koalitionsbeschluss. 2022 soll es zu Ende sein, dann ist die “Brückentechnologie” überfahren. Dann ist die Energiewende spätestens vollzogen. “Jetzt ist es beschlossen liebe Wähler und jetzt nimmt bitte auch mal wieder wirtschaftspolitische Themen wahr. ” So oder so ähnlich ist die Hoffnung der CDU. Denn es ist einfach so peinlich. Als ehemalige Proatompartei mit großer Macht nun auf Druck der Bevölkerung seine Meinung zu ändern. Denn die Macht ist nicht mehr so groß. Und Frau Merkel ist dann doch in einer spannenden Situation. Wollte sich beim G8 treffen für mehr Sicherheit bei den AKWs weltweit einsetzen und auch den Atomausstieg thematisieren. Doch was geschah. Die mächtigen Staatsmänner belächeln Deutschland. Und setzen weiterhin auf Atomstrom. Russland baut AWKs und will seinen Atomstrom auch ins Ausland verkaufen. Frankreich ist soweit abhängig vom Atomstrom…Da kannste einem Alkoholiker sagen: “Hör auf damit” Das ist genauso erfolgreich wie die Bemühungen Merkels. Und sie darf sich fühlen wie einst die Grünen…So machtlos gegen die Machtinteressen.

Zurück zu Deutschland. Acht AWKs bleiben ausgeschaltet. Sechs weitere AKWs werden bis 2021 und drei “moderne” Meiler bleiben noch ein Jahr als Fels stehen, “nur zur Sicherheit” .  ; – )

Die Koalition hat sich hier an den Papieren der Ethikkommission orientiert. Die den Ausstieg innerhalb eines Jahrzehnts gefordert/geprüft haben.  2021

Greenpeace hatte mit ihrem Konzept (Plan B) vor der Kommission einen Ausstieg für 2015 für möglich gehalten.

160 000 Demonstranten forderten am Wochenende einen sofortigen Atomausstieg.

Diese Forderung hat natürlich nichts mit der Realitiät  einer energiehungrigen Industrie zu tun. Das bestätigt auch die SPD (Sigmar Gabriel)

Doch sind die 160 000 Demonstranten doch näher an der Ethik als die Kommission.

“Ethik ist die Lehre vom richtigen Handeln und Wollen. Damit verbunden die Klärung der Frage was gut und böse ist. (Bzw. der Klärungsversuch.) Traditionell ist Ethik eine zentrale Disziplin der Philosophie.

http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/ethik.html

Als Philosoph findet man die Ethikkommissionen unethisch. Bei der FIFA gab es jetzt auch eine Ethikkommission. Diese Schwächen die Ethik. Denn es geht ihnen um die Klärung der Frage, aber nicht im ethischen Sinne.

Ist es ethisch eine brutal gewinnbringende Technologie weltweit auszubauen, wenn unklar ist, wie man mit dem Müll umgeht. Und wenn man weiß das der Müll für den Menschen gefährlich ist?

Die 160 000 haben eine ethische Antwort. Und diese wird belächelt, weil sie kurzfristig den Wirtschaftswachstum bremsen  würde. Weil Stromausfälle drohen…Und Kosten, überall Kosten….

Dennoch: Horst Seehofer (CSU) will überraschend auch in Bayern und Deutschlandweit nach sicheren Endlagern suchen. Auch die CSU spürt den “grünen Druck.” Dank der Demos.

Abschließend, trotz allem bin ich froh in Deutschland zu leben und nicht in beispielsweise Frankreich oder Russland. Hier gibt es ein viel grüneres Bewusstsein. Und wir spielen früher Zukunftsmusik als unsere Nachbarn. Es ist eine schöne, harmlose Melodie ohne die Lauten mächtigen Töne von einst…

Ich freu mich auf die Wahl in Berlin 18.9. 2011

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Atomkraft, sag einfach “nö”
26. Mai 2011, 12:56
Abgelegt unter: Energiepolitik, Umwelt | Schlagwörter: ,

Der 28.5. wird die “grüne Welle” oder jedenfalls die Massen auf die Straßen spülen. Denn am 28.5. ist Antiatomtag. Da hat sich die Antiatombewegung großes vorgenommen.

Großdemonstrationen in 21 Städten

DresdenErfurtMagdeburgBerlinGüstrowKielHamburgBremenHannoverGöttingenMünsterEssenBonnMainzFrankfurt am MainMannheimFreiburgUlmMünchenLandshutFürth

http://www.ausgestrahlt.de/

http://anti-atom-demo.de/

Ein Mobilisierungsvideo habe ich von Bonn mal bespielhaft verlinkt…

Ich persönlich bin in Münster. Fahre mit einem Demoticket ( 5€ ) via Zug von Osnabrück nach Münster.

Auch wenn ich mit Blick auf Parteien einen gewissen emotionalen Abstand aushalten kann, gelingt mir das bei der Atompolitik nicht. Hier habe ich eine klare Anti- Haltung. Ich persönlich bin auch bereit auf “Strom” zu verzichten.

Was ich mit Verzicht meine, dazu bald mehr…

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Sönke Keding

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Die grüne Welle rollt Atomkraftwerke nieder
14. Mai 2011, 19:40
Abgelegt unter: Energiepolitik, Umwelt | Schlagwörter: , , ,

Ist Deutschland vielleicht unbewusst ein Vorbild für Japan?  Ich vermute, JA. In Deutschland  herrscht die allgemeingültige Meinung, selbst unter Pro-Atom Menschen, dass Atomkraftwerke nicht auf Gebieten gebaut werden kann, wo jederzeit ein starkes Erdbeben wüten kann. Das AKW Hamaoka ist so ein Atomkraftwerk und es wurde von vom Betreiber stillgelegt. Weil die Japanische Politik Druck gemacht hat. Da lernen hoffentlich noch mehr Länder. Die Politik hat eine große Verantwortung, denn sie haben den Druck auf Sicherheit im eigenen Land hochzuhalten. Und da gilt es gefährliche AWKs vom Netz zu nehmen vor einer möglichen Katastrophe und nicht wie es, wie es manchmal als Naturgesetz zu gelten scheint,

Verantwortung übernimmt man, NACHdem „etwas Schlimmes“ passiert ist….

Jede Ausnahme klärt, dass es eben kein Naturgesetz ist. Für mich ist ein Naturgesetz, „die Natur ist unkontrollierbar.“ Somit bin ich gegen die Atomenergie. Denn sie ist eine gefährliche Technologie. Nicht die Explosionskraft sondern die zerstörerische Kraft macht mir persönlich so große Angst. Mit welchen Mittel kann man so schnell einen Lebensraum zerstören? Die Radioaktivität scheint zum Beispiel Mäusen nicht sonderlich viel auszumachen. Der Mensch ist biologisch nicht dazu in der Lage. Über viele Generationen sind Gene und Organe in Gefahr…

Doch die grüne Welle ist mehr als die Angst vor der Atomenergie. Sie ist deshalb so Erfolgreich, weil sie im Wirtschaftssystem angekommen ist. Um im Kapitalismus zu bestehen, muss man kapitalistisch denken können. Sonst redet man am Markt vorbei und die Ideen bleiben Ideale und Utopien auf unbestimmte Zeit. Es lohnt sich heute für den eigenen Kontostand „grün“ zu denken. Die Atomkonzerne haben nicht still ihr Geld vermehrt. Sondern laut die Politik geführt. Politiker müssen auch vertrauen können. Die CDU zum Beispiel traut „großen Firmen“ viel zu. Auch verantwortungsbewusstes Wirtschaften. Die extremen Gewinne pro Tag, die ein Atomkraftwerk einfährt sind so lockend wie der stinkende Geruch einer fleischfressenden Pflanze. Politiker haben sich fressen lassen (Geld stinkt) und somit wuchs unsere gefährliche Pflanze.

Die „grüne Welle“ ist auch auch so eine Pflanze. Sie lockt mit ihrem Duft. Und auch sie beißt sich fest. Was macht sie also so großartig besser. Auch sie strebt dem Profit hinterher und denkt nicht mehr idealistisch, sondern kostenorientiert. Es geht nicht primär um Naturschutz. Es geht um die Kosten die eine sichere Endlagermöglichkeit verursachen würde. Das müssen hochtechnisiert und ständig-überwachte Lager sein, die mind. Über Jahrhunderte Kosten verursachen. Da ist der heutige Gewinn schon lange ausgegeben. Und kein Atomkraftwerk läuft mehr, zumindest in Deutschland. Dieses Dilemma ist weit weg und Japan auch und wir vergessen das schnell. Wir haben immer „andere Probleme“ die einfacher gelöst werden können und so warten wir bis Sommer. Da erzählt uns die Regierung wie wir den schnellen Ausstieg schaffen. Und wie schnell „schnell“ ist…

Es gilt das Motto weiterhin: „Es muss etwas schlimmes passieren“ Und weil man sich nicht wünschen will das etwas schlimmes passiert verfolgt man lieber harmlos die „harmlose Grüne Welle“. Den genau das zeichnet die grüne Welle aus, egal was man davon hält sie ist harmlos.

Bis bald…

Sönke Keding

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„Nötige Energie“
28. April 2011, 09:39
Abgelegt unter: Energiepolitik, Umwelt | Schlagwörter: , , , ,

Hat die Regierung die nötige Energie für eine Wende. Konservative Parteien haben meiner Meinung nach größere Probleme für eine WENDE.  Es soll eine andere Energieversorgung geben, aber die CDU scheint nur auf den Druck der Bevölkerung zu reagieren, aus einem politischen Zwang heraus. Ein Umdenken, für eine „euphorische Neuerfindung von Energieversorgung“ wird es nicht geben. Vor allem sollte die Regierung nicht den Fehler machen und sich in neue Abhängigkeiten von Windenergieunternehmen zu bringen. Natürlich braucht es diese Abhängigkeit, doch das der „kleine Mann“ auch privat mehr und mehr freudig die erneuerbare Energie annimmt (Erdwärme, Solar und Co.),wird wenig erwähnt und eher von der LINKEN Partei thematisiert. Die Politik hat eine Chance für mehr Handlungsspielraum, wenn Verantwortung auch abgegeben werden kann. Wenn Unternehmen (u.a. mit Kleinkraftwerke) und Bürger sich in Sachen Energie „selbstversorgen“, dann kann die Politik aus den Fängen der Atomlobby, frisch durchatmen, und politische Mittel finden, dass die elektronischen Geräte und Elektroautos sparsamer und sparsamer werden. Damit man eben nicht Atomstrom von den Nachbarländern einkauft. Ich habe aufmerksam Zeitung gelesen und den Prozess der „grünen Welle“ anhand von „Schlagwörtern“ erkannt, die aus den Mündern konservativ-  und wirtschaftlich orientierter Politik kommt.„Nachhaltigkeit“, „Eigenverantwortung“ sind zwei von solch „grünen Wörtern“…

„Die Diskussion wurde in Deutschland schon immer vergleichsweise emotional geführt, aber seit Japan wird sie noch emotionaler geführt als anderswo.“ So spricht McAllister (CDU) in einer Grundsatzrede an, was ich in einem Artikel erwähnte, dass nämlich die „emotionslose Politik“, verdrossen auf die Atomdebatte reagiert.  Außerordentlich spannend finde ich aber was McAllister weiter sagt: „Das sei aber kein Grund, sich arrogant darüber hinwegzusetzen, sondern vielmehr ein Grund, hinzuhören. Kernkraft hat keine Mehrheit in der Bevölkerung.“ Das sind tolle Worte. Und Unterstreichen die „grüne Welle“. In Stuttgart21 hat sich die Politik noch arrogant verhalten, gegenüber Baumschützern und Umweltverbänden. Das wird seit dem Machtverlust in Baden-Württemberg nicht mehr passieren. Und jetzt gibt’s Bürgerentscheid(!) in Stuttgart.

McAllister  sprach auch zu den „Kernenergiefetischisten“ (dieses Wort hat ein CDU Mann gewählt, sehr grün ;) ) Man solle das Endlager Asse besuchen um den „traurigen Zustand“ mit eigenen Augen zu sehen.

Die Ostermärsche und die vielfältigen -kreativen Anti-Atomdemonstrationen in diesen Tagen halten den Druck hoch und zwar auch mit Emotionen. Es scheint, einzelne CDU Politiker haben die nötige Energie, doch ich prophezeie, das die CDU ihre große Zeit gehabt hat.  Und sie kann nur wieder zur Macht kommen, wenn wir eine schwere Wirtschaftskrise haben.  Denn dann re(a)giert die Macht der Angst und Klimaschutz und Energiewende werden wieder sekundäre Themen.

Sönke Keding

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(k)ein neues Zeitalter
14. April 2011, 12:40
Abgelegt unter: Energiepolitik | Schlagwörter: , , ,

Was sagen die einzelnen Parteien und was sagen die einzelnen Politiker zu der “Energiewende”. Schnell ist die Suche beendet. Denn die Formulierungen klingen schnell ähnlich und einzelne Wörter schaffen es immer wieder in unser Ohr. “Restrisiko”, “Brückentechnologie”, ..Meine Lieblingsbegrifflichkeit ist “neues Zeitalter”.Ich habe alle Hompages der größeren Parteien “besucht” und nur die CDU wird erwähnt.

“Weg in das Zeitalter erneuerbarer Energien beschleunigen”. So heißt es schönklingend und das Zitat leuchtet auf der CDU Homepage auf Seite 1 und wurde so trefflich formuliert von  CDU-Generalsekretär Hermann Gröh.

Röttgen: “Wir sind darauf angewiesen, dass die ganze Partei den Kurs mitträgt.”  Die CDU will sich nicht gespalten zeigen in dieser “neuaufgekochten” Debatte.  Und sie will vor allem keine weiteren Wähler verlieren.  Doch wo stehen einzelne CDU Politiker wirklich? Manch einer würde gerne wieder über den Wirtschaftswachstum berichten und darüber punkten.

Die Atomdebatte ist so mühselig, weil es um Ängste und Gefühle geht. Nicht um Fakten. Einzelnen Gesichtern in der Politik kaufe ich keine Anteilnahme für Japan ab. “Wir haben doch alle die schrecklichen Bilder vor Augen.” Wird dann in etwa formuliert. Die CDU muss diese “unsichere Zeit” voller Unklarheit aushalten, aussitzen. Sie kann im Grunde nur “durchhalten”.  Denn sie wollen auf keinen Fall als “politischer Verlierer” gelten. Menschlich wäre gewesen, Selbstkritik zu äußern, direkt nach der Katastrophe am 11.3. in Japan.  “Oh, wie habe ich mich geirrt, auch moderne Atomkraftwerke sind gefährlich. Das ist mir ganz schön peinlich. Da setzt man mit Härte die Laufzeitverlängerung durch und scheitert an der Mutter Natur.” Erdbeben und sonstige Ereignisse , die nicht planbar sind bremsen und erschweren die politische Arbeit. Doch vielleicht sollte die Politik nicht mit alten Mitteln reagieren, sondern – “die Politik der Natur anpassen.”  Die Natur verdient von der Wirtschaft eine neue “begriffliche Anerkennung”. Sie kann kein Restrisiko sein. Sie ist die “Grundlage”. Und diese Grundlage zeigt, das “Atommüll” nicht (wirklich sicher) entgelagert werden kann, weil die Erde dynamischer ist, als unser kulturelles Erbe uns die Erde als etwas “starres,unlebendiges” veranschaulicht.

Wir sind grob auf dem modernen Stand. Dass die Erde und der Mensch offensichtlich NICHT der Mittelpunkt des Universums sind. “Wir sind nur ein Teil vom großen Ganzen”. Aber nicht einmal das was uns bleibt,”der Planet Erde” ist uns  Untertan. (Aber hier stckt unser modernes Denken fest).Nicht wir sind der Mittelpunkt auf der Erde. Nicht immer kann der Mensch entscheiden, was “gut für die Erde” ist.  Wir sind als “spezielle” Säugetiere, auch “nur” ein Teil des Ganzen und nicht die Grundlage.

Meine These lautet: “Wir handeln als wären wir Grundlage aller Dinge und damit nehmen wir uns unsere Grundlage.” Nehmen wir Tschernobyl als Beispiel.

Wir machen einen Fehler und ein großes Stück Lebensgrundlage ist für ewige Zeiten verseucht. Vor allem Menschen schaffen nicht mit den Strahlen zu leben. Andere Tiere scheinen sich besser anzupassen.  In Japan bekommt die Natur jetzt auch ein Stück Land zurück, unfreiwillig.

Ist doch spannend. Ein so geniales Tier wie der Mensch schafft es die ganze Welt zu besiedeln. Ob Sand- oder Eiswüste immer ist der Mensch genial genug sich anzupassen. Und nun schafft er selber Landstriche, die unbewohnbar sind. Die deutsche Bevölkerung weiß besser um diese Angst als der gemeine Politiker. Ein Stück Land zu verlieren, seine Heimat verseucht zu wissen, das ist einer Vergewaltigung gleich.  Eine höhere Gewalt zerstört die eigene Lebensgrundlage. Jetzt muss der Mensch alle Verantwortung tragen, denn er hat die “höchste Gewalt” sich zugesprochen.  Und dem “kleinen Mann” scheint diese Verantwortung zu groß. Ja, ein Erdbeben und Tsunamie ist begreiflich und dafür trägt “etwas Höheres” die  Verantwortung.  “Da können wir nichts für!”                                         “Jetzt ist alles anders….”

“Weg in das Zeitalter erneuerbarer Energien beschleunigen”  Vielleicht wird ja die Ethikkommission auf den Tisch schlagen? Und einen Weg beschreiben, wo wir ernster über unsere Grundlagen sprechen. Über unsere Aufgaben in der Welt. Und da bin ich wieder bei den Parteien. Wie schafft eine Partei es zwei Ziele zu einem zu machen?  Wohlstand will gesichert sein und dennoch will sich alles geändert haben…       “Nichts ist mehr wie es war….”

Am Ende müssen die wirtschaftsorientierten Lager der Parteien fragen, wie sich etwas ändern soll, wenn Wohlstand Ziel ist oder sogar GRUNDLAGE DES LEBENS..

“Vielleicht wird sich der Wohlstand wandeln, aber so, dass wir es nicht als Verzicht erleben werden.“  So sagte es Merkel der Zeit. Und so finde ich es am ehrlichsten.  Man versucht nicht zu verzichten! Und das ist doch das sinnliche am Wohlstand, das man sich so vieles “leisten” kann.  Man leistet sich ein Atomkraftwerk und  sieht das als “Leistung”. Wenn man auf etwas verzichtet wie auf  “acht alte Atomkraftwerke”, dann fühlt sich das als Verlust an.   Die grüne Welle muss uns lehren. ” Verzicht ist Gewinn.”

Ich merke,dass ich einen Perspektivwechsel fordere. Und sehr hilfreich ist die östliche Philosophie.

(…) weil leben lernen loslassen lernen bedeutet. Es liegt eine tragische Komik in unserem Festhalten: Es ist nicht nur vergeblich, sondern es beschert uns genau den Schmerz, den wir um jeden Preis vermeiden wollten.
Die Absicht hinter dem Greifen ist nicht unbedingt schlecht. Es ist an sich nichts falsch an dem Wunsch, glücklich zu sein; weil aber das, wonach wir greifen, von Natur aus ungreifbar ist, schaffen wir uns immer nur Frustration und Leiden. ”
Sogyal Rinpoche, Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben

In meiner Sprache:  Die Sehnsucht alles loszulassen überfällt doch vor allem Mönche und Nonnen und andere Idealisten, die bereit sind vieles  loszulassen. Wirtschaftspolitisch gesprochen: solche,die bereit sind “auf den Wohlstand zu verzichten.”

Aus wirtschaftspolitischer Sicht beraubt man sich selber seiner Lebensgrundlage.Doch offenkundiger ist doch – dass, politische und wirtschaftliche Entscheidungen  tatsächliche Lebensgrundlagen zerstören. In dem viel Land unbewohnbar und verstrahlt wird.

Ganz zum Schluss noch einen südafrikanischen Trinkspruch:

“…auf das wir früh sterben und tot gut aussehen.”

Sönke

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die grüne Welle … die FDP hat nasse Füße und zieht einfach die Schuhe aus
11. April 2011, 21:10
Abgelegt unter: Energiepolitik | Schlagwörter: , , ,

Einen neuen Weg in der Energieversorgung wird es geben. Wie dieser aussieht und aussehen soll ist unklar. Dank des Moratoriums. In dieser Zeit darf ausgewichen und angedeutet werden. Die FDP versucht mit Rösler und einer Menge Medienpräsents in die Köpfe der Bevölkerung zu kommen. Und sie versuchen es mit “Vernunft”. Und das könnte so aussehen -  die acht alten Atomkraftwerke bleiben ausgeschaltet und die übrigen werden schneller als von der Regierung geplant, aber später als das die Grünen, Linken und SPD fordern, abgeschaltet. Die FDP hat demonstriert, dass es sie geben muss und weiterhin geben wird. Mir ist aber nicht klar, ob die FDP dieses Druck aushält.

Auf der einen Seite will man sich als Partei beweisen,dass man nicht nur tut was die große CDU fordert. Nun stellt sich die FDP auf ohne CDU. Und das ist die andere Seite, denn sie stehen und weiter links.. So ist die CDU zur Zeit größte und einsamste Partei Deutschlands. Heute hat die FDP die Haltung zurückerobert, dass es ohne Atomstrom vorerst nicht geht. Die CDU wartet ab und ist gespalten. Bald werden die Kameras nur noch auf die große CDU gerichtet sein….denn die Haltung der anderen Parteien ist eindeutig, auf Seiten der Anti-atomWähler. Es kommt auch auf den Wähler an. Wie viel ist er bereit zu zahlen für eine atomstromfreie Energieversorgung.

In den nächsten Tagen will ich genauer hinschauen wie einzelne Politiker mit diesen “so heiklen Thema ” umgehen.

Sönke

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