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die grüne Welle


Atompolitik Today
7. November 2011, 18:10
Abgelegt unter: Energiepolitik, Menschen | Schlagwörter: , , , , , ,

ARTE Global..ab ca. 15:30min / Neuigkeiten von Fukushima. Wieder sehr interessant.

http://videos.arte.tv/de/videos/global-4227814.html

und für die Leser…Atompolitik unserer Nachbarländer…

http://www.sueddeutsche.de/politik/energiewende-belgien-peilt-atomausstieg-bis-an-1.1177505

Die Atomdebatte wird weiterhin sehr unterschiedlich geführt und eigentlich bräuchten wir internationale und globale Antworten auf die Zukunft der Stromversorgung und das möglichst schnelle Ende der AKWs. Irgendwie Utopie. Also ein utopisches Zitat ;)

“Nicht, dass die einen den anderen nachgeben,
im Gegenteil: dass alle ihre Anstrengungen vereinen,
um ein umfassenderes und
vollkommeneres Ergebnis zu erzielen.”

Mirra Alfassa (DIE MUTTER / Auroville)

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(k)ein neues Zeitalter
14. April 2011, 12:40
Abgelegt unter: Energiepolitik | Schlagwörter: , , ,

Was sagen die einzelnen Parteien und was sagen die einzelnen Politiker zu der “Energiewende”. Schnell ist die Suche beendet. Denn die Formulierungen klingen schnell ähnlich und einzelne Wörter schaffen es immer wieder in unser Ohr. “Restrisiko”, “Brückentechnologie”, ..Meine Lieblingsbegrifflichkeit ist “neues Zeitalter”.Ich habe alle Hompages der größeren Parteien “besucht” und nur die CDU wird erwähnt.

“Weg in das Zeitalter erneuerbarer Energien beschleunigen”. So heißt es schönklingend und das Zitat leuchtet auf der CDU Homepage auf Seite 1 und wurde so trefflich formuliert von  CDU-Generalsekretär Hermann Gröh.

Röttgen: “Wir sind darauf angewiesen, dass die ganze Partei den Kurs mitträgt.”  Die CDU will sich nicht gespalten zeigen in dieser “neuaufgekochten” Debatte.  Und sie will vor allem keine weiteren Wähler verlieren.  Doch wo stehen einzelne CDU Politiker wirklich? Manch einer würde gerne wieder über den Wirtschaftswachstum berichten und darüber punkten.

Die Atomdebatte ist so mühselig, weil es um Ängste und Gefühle geht. Nicht um Fakten. Einzelnen Gesichtern in der Politik kaufe ich keine Anteilnahme für Japan ab. “Wir haben doch alle die schrecklichen Bilder vor Augen.” Wird dann in etwa formuliert. Die CDU muss diese “unsichere Zeit” voller Unklarheit aushalten, aussitzen. Sie kann im Grunde nur “durchhalten”.  Denn sie wollen auf keinen Fall als “politischer Verlierer” gelten. Menschlich wäre gewesen, Selbstkritik zu äußern, direkt nach der Katastrophe am 11.3. in Japan.  “Oh, wie habe ich mich geirrt, auch moderne Atomkraftwerke sind gefährlich. Das ist mir ganz schön peinlich. Da setzt man mit Härte die Laufzeitverlängerung durch und scheitert an der Mutter Natur.” Erdbeben und sonstige Ereignisse , die nicht planbar sind bremsen und erschweren die politische Arbeit. Doch vielleicht sollte die Politik nicht mit alten Mitteln reagieren, sondern – “die Politik der Natur anpassen.”  Die Natur verdient von der Wirtschaft eine neue “begriffliche Anerkennung”. Sie kann kein Restrisiko sein. Sie ist die “Grundlage”. Und diese Grundlage zeigt, das “Atommüll” nicht (wirklich sicher) entgelagert werden kann, weil die Erde dynamischer ist, als unser kulturelles Erbe uns die Erde als etwas “starres,unlebendiges” veranschaulicht.

Wir sind grob auf dem modernen Stand. Dass die Erde und der Mensch offensichtlich NICHT der Mittelpunkt des Universums sind. “Wir sind nur ein Teil vom großen Ganzen”. Aber nicht einmal das was uns bleibt,”der Planet Erde” ist uns  Untertan. (Aber hier stckt unser modernes Denken fest).Nicht wir sind der Mittelpunkt auf der Erde. Nicht immer kann der Mensch entscheiden, was “gut für die Erde” ist.  Wir sind als “spezielle” Säugetiere, auch “nur” ein Teil des Ganzen und nicht die Grundlage.

Meine These lautet: “Wir handeln als wären wir Grundlage aller Dinge und damit nehmen wir uns unsere Grundlage.” Nehmen wir Tschernobyl als Beispiel.

Wir machen einen Fehler und ein großes Stück Lebensgrundlage ist für ewige Zeiten verseucht. Vor allem Menschen schaffen nicht mit den Strahlen zu leben. Andere Tiere scheinen sich besser anzupassen.  In Japan bekommt die Natur jetzt auch ein Stück Land zurück, unfreiwillig.

Ist doch spannend. Ein so geniales Tier wie der Mensch schafft es die ganze Welt zu besiedeln. Ob Sand- oder Eiswüste immer ist der Mensch genial genug sich anzupassen. Und nun schafft er selber Landstriche, die unbewohnbar sind. Die deutsche Bevölkerung weiß besser um diese Angst als der gemeine Politiker. Ein Stück Land zu verlieren, seine Heimat verseucht zu wissen, das ist einer Vergewaltigung gleich.  Eine höhere Gewalt zerstört die eigene Lebensgrundlage. Jetzt muss der Mensch alle Verantwortung tragen, denn er hat die “höchste Gewalt” sich zugesprochen.  Und dem “kleinen Mann” scheint diese Verantwortung zu groß. Ja, ein Erdbeben und Tsunamie ist begreiflich und dafür trägt “etwas Höheres” die  Verantwortung.  “Da können wir nichts für!”                                         “Jetzt ist alles anders….”

“Weg in das Zeitalter erneuerbarer Energien beschleunigen”  Vielleicht wird ja die Ethikkommission auf den Tisch schlagen? Und einen Weg beschreiben, wo wir ernster über unsere Grundlagen sprechen. Über unsere Aufgaben in der Welt. Und da bin ich wieder bei den Parteien. Wie schafft eine Partei es zwei Ziele zu einem zu machen?  Wohlstand will gesichert sein und dennoch will sich alles geändert haben…       “Nichts ist mehr wie es war….”

Am Ende müssen die wirtschaftsorientierten Lager der Parteien fragen, wie sich etwas ändern soll, wenn Wohlstand Ziel ist oder sogar GRUNDLAGE DES LEBENS..

“Vielleicht wird sich der Wohlstand wandeln, aber so, dass wir es nicht als Verzicht erleben werden.“  So sagte es Merkel der Zeit. Und so finde ich es am ehrlichsten.  Man versucht nicht zu verzichten! Und das ist doch das sinnliche am Wohlstand, das man sich so vieles “leisten” kann.  Man leistet sich ein Atomkraftwerk und  sieht das als “Leistung”. Wenn man auf etwas verzichtet wie auf  “acht alte Atomkraftwerke”, dann fühlt sich das als Verlust an.   Die grüne Welle muss uns lehren. ” Verzicht ist Gewinn.”

Ich merke,dass ich einen Perspektivwechsel fordere. Und sehr hilfreich ist die östliche Philosophie.

(…) weil leben lernen loslassen lernen bedeutet. Es liegt eine tragische Komik in unserem Festhalten: Es ist nicht nur vergeblich, sondern es beschert uns genau den Schmerz, den wir um jeden Preis vermeiden wollten.
Die Absicht hinter dem Greifen ist nicht unbedingt schlecht. Es ist an sich nichts falsch an dem Wunsch, glücklich zu sein; weil aber das, wonach wir greifen, von Natur aus ungreifbar ist, schaffen wir uns immer nur Frustration und Leiden. ”
Sogyal Rinpoche, Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben

In meiner Sprache:  Die Sehnsucht alles loszulassen überfällt doch vor allem Mönche und Nonnen und andere Idealisten, die bereit sind vieles  loszulassen. Wirtschaftspolitisch gesprochen: solche,die bereit sind “auf den Wohlstand zu verzichten.”

Aus wirtschaftspolitischer Sicht beraubt man sich selber seiner Lebensgrundlage.Doch offenkundiger ist doch – dass, politische und wirtschaftliche Entscheidungen  tatsächliche Lebensgrundlagen zerstören. In dem viel Land unbewohnbar und verstrahlt wird.

Ganz zum Schluss noch einen südafrikanischen Trinkspruch:

“…auf das wir früh sterben und tot gut aussehen.”

Sönke

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