Auf grünen Sohlen – Richtung Zukunft
13. September 2011, 19:42
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…..nach weiteren Wahlen
http://www.noz.de/lokales/57227552/gruene-welle-ueberall-in-melle
In Mecklenburg-Vorpommern einen sonnigen Platz (endlich) erkämpft. Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen unterstreicht die Partei der Grünen mit ihrer Farbe die Wahlen und kann sogar in meinem heimatlichen Wahlkreis große Erfolge erzielen. Die lokale Zeitung betitelt mit “GRÜNE WELLE überall in Melle” sogar werbend für meinen Blog – ein weiterer Beweiß, dass die grünen Themen mehr Aufmerksamkeit bekommen. Insgesamt ist die SPD und CDU weiterhin als Volkspartei mehr anerkannt als Bündnis90 die Grünen, diese Partei – eine Art Schwellenpartei. Da der Klimawandel in den nächsten Jahrzehnten sich zuspitzt und eine gewisse Müdigkeit über die Werkzeuge der Volksparteien herscht, sucht das Volk mehr und mehr eigenen Einfluss. Der starke Staatsmann und die starke Staatsfrau ist nicht mehr so als Politiker – Typ gefragt. Es geht um Machtverteilung und (Ver)Teilen ist die Basis von der Demokratieidee. “Erfolgreicher wer die Sprache des Volkes spricht”, So mein Gefühl. Ein Politiker muss mehr können als bürgernah zu kommunzieren, doch meiner Einschätzung nach ist der erste Eindruck weiterhin entscheidener für den Wähler und seine Wahlentscheidung.
….und Berlin (Zukunftstrendstadt am Puls der Zeit) kommt erst noch (18.9)und ich bin gespannt
Sönke
Der Schlüssel steckt
Der Deutschlandtrend ist eine spannende Sache, vor allem für einen Blogschreibanfänger. Ich mag das Internet und das es mir die Möglichkeit gibt mitzureden, oder eher mitzudenken. Das Internet vergisst nicht und so kratz ich meine Meinung ins tiefe kollektive Unbewusste. In meinem eigenen Blog schrieb ich mal…
“Aber auch meine Prophezeiung ist natürlich aus der Sicht eines 22Jährigen… Und die jungen Menschen habe ich sogar unterschätzt. So bleiben die 25 % weiterhin mein Orientierungswert/Mittelwert. Die Grünen haben mit diesem Wert ein Schlüsselrolle in der Parteienlandschaft übernommen.”
Artikel:die grüne Welle ist stark
http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/crbilderstrecke252_mtb-1_pos-2.html#colsStructure
Im Deutschlandtrend vom Juli kommen die Grünen auf “meinen Wert” 25%…oh, doch nicht ganz Deutschland, sondern Westdeutschland.
Mit Blick auf Deutschland verlieren die Grünen einen Punkt und kommen auf 23%, damit haben sie auch die Schlüsselrolle. Und auch die CDU, ich bin ja kein Fan, kommt auf 32% und verliert einen Punkt und ist somit auf einem Tiefstand.Wie gehts weiter, ich denke die CDU schafft es unter die 30%, denn auch die Linke bekommt einige Stimmen. Und die Grünen packen noch die 25% . Glaube ich das wirklich, was ich hier schreibe?! Auf jedenfall wird die Wahl in Berlin so ein Deutschland – Zukunftstrend werden. Das hätte es in meiner Elterngeneration noch nicht gegeben.
Sönke Keding
Politik bleibt spannend. Sie ist nicht so langweilig wie ihr Ruf.
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„Nötige Energie“
Hat die Regierung die nötige Energie für eine Wende. Konservative Parteien haben meiner Meinung nach größere Probleme für eine WENDE. Es soll eine andere Energieversorgung geben, aber die CDU scheint nur auf den Druck der Bevölkerung zu reagieren, aus einem politischen Zwang heraus. Ein Umdenken, für eine „euphorische Neuerfindung von Energieversorgung“ wird es nicht geben. Vor allem sollte die Regierung nicht den Fehler machen und sich in neue Abhängigkeiten von Windenergieunternehmen zu bringen. Natürlich braucht es diese Abhängigkeit, doch das der „kleine Mann“ auch privat mehr und mehr freudig die erneuerbare Energie annimmt (Erdwärme, Solar und Co.),wird wenig erwähnt und eher von der LINKEN Partei thematisiert. Die Politik hat eine Chance für mehr Handlungsspielraum, wenn Verantwortung auch abgegeben werden kann. Wenn Unternehmen (u.a. mit Kleinkraftwerke) und Bürger sich in Sachen Energie „selbstversorgen“, dann kann die Politik aus den Fängen der Atomlobby, frisch durchatmen, und politische Mittel finden, dass die elektronischen Geräte und Elektroautos sparsamer und sparsamer werden. Damit man eben nicht Atomstrom von den Nachbarländern einkauft. Ich habe aufmerksam Zeitung gelesen und den Prozess der „grünen Welle“ anhand von „Schlagwörtern“ erkannt, die aus den Mündern konservativ- und wirtschaftlich orientierter Politik kommt.„Nachhaltigkeit“, „Eigenverantwortung“ sind zwei von solch „grünen Wörtern“…
„Die Diskussion wurde in Deutschland schon immer vergleichsweise emotional geführt, aber seit Japan wird sie noch emotionaler geführt als anderswo.“ So spricht McAllister (CDU) in einer Grundsatzrede an, was ich in einem Artikel erwähnte, dass nämlich die „emotionslose Politik“, verdrossen auf die Atomdebatte reagiert. Außerordentlich spannend finde ich aber was McAllister weiter sagt: „Das sei aber kein Grund, sich arrogant darüber hinwegzusetzen, sondern vielmehr ein Grund, hinzuhören. Kernkraft hat keine Mehrheit in der Bevölkerung.“ Das sind tolle Worte. Und Unterstreichen die „grüne Welle“. In Stuttgart21 hat sich die Politik noch arrogant verhalten, gegenüber Baumschützern und Umweltverbänden. Das wird seit dem Machtverlust in Baden-Württemberg nicht mehr passieren. Und jetzt gibt’s Bürgerentscheid(!) in Stuttgart.
McAllister sprach auch zu den „Kernenergiefetischisten“ (dieses Wort hat ein CDU Mann gewählt, sehr grün
) Man solle das Endlager Asse besuchen um den „traurigen Zustand“ mit eigenen Augen zu sehen.
Die Ostermärsche und die vielfältigen -kreativen Anti-Atomdemonstrationen in diesen Tagen halten den Druck hoch und zwar auch mit Emotionen. Es scheint, einzelne CDU Politiker haben die nötige Energie, doch ich prophezeie, das die CDU ihre große Zeit gehabt hat. Und sie kann nur wieder zur Macht kommen, wenn wir eine schwere Wirtschaftskrise haben. Denn dann re(a)giert die Macht der Angst und Klimaschutz und Energiewende werden wieder sekundäre Themen.
Sönke Keding
(k)ein neues Zeitalter
Was sagen die einzelnen Parteien und was sagen die einzelnen Politiker zu der “Energiewende”. Schnell ist die Suche beendet. Denn die Formulierungen klingen schnell ähnlich und einzelne Wörter schaffen es immer wieder in unser Ohr. “Restrisiko”, “Brückentechnologie”, ..Meine Lieblingsbegrifflichkeit ist “neues Zeitalter”.Ich habe alle Hompages der größeren Parteien “besucht” und nur die CDU wird erwähnt.
“Weg in das Zeitalter erneuerbarer Energien beschleunigen”. So heißt es schönklingend und das Zitat leuchtet auf der CDU Homepage auf Seite 1 und wurde so trefflich formuliert von CDU-Generalsekretär Hermann Gröh.
Röttgen: “Wir sind darauf angewiesen, dass die ganze Partei den Kurs mitträgt.” Die CDU will sich nicht gespalten zeigen in dieser “neuaufgekochten” Debatte. Und sie will vor allem keine weiteren Wähler verlieren. Doch wo stehen einzelne CDU Politiker wirklich? Manch einer würde gerne wieder über den Wirtschaftswachstum berichten und darüber punkten.
Die Atomdebatte ist so mühselig, weil es um Ängste und Gefühle geht. Nicht um Fakten. Einzelnen Gesichtern in der Politik kaufe ich keine Anteilnahme für Japan ab. “Wir haben doch alle die schrecklichen Bilder vor Augen.” Wird dann in etwa formuliert. Die CDU muss diese “unsichere Zeit” voller Unklarheit aushalten, aussitzen. Sie kann im Grunde nur “durchhalten”. Denn sie wollen auf keinen Fall als “politischer Verlierer” gelten. Menschlich wäre gewesen, Selbstkritik zu äußern, direkt nach der Katastrophe am 11.3. in Japan. “Oh, wie habe ich mich geirrt, auch moderne Atomkraftwerke sind gefährlich. Das ist mir ganz schön peinlich. Da setzt man mit Härte die Laufzeitverlängerung durch und scheitert an der Mutter Natur.” Erdbeben und sonstige Ereignisse , die nicht planbar sind bremsen und erschweren die politische Arbeit. Doch vielleicht sollte die Politik nicht mit alten Mitteln reagieren, sondern – “die Politik der Natur anpassen.” Die Natur verdient von der Wirtschaft eine neue “begriffliche Anerkennung”. Sie kann kein Restrisiko sein. Sie ist die “Grundlage”. Und diese Grundlage zeigt, das “Atommüll” nicht (wirklich sicher) entgelagert werden kann, weil die Erde dynamischer ist, als unser kulturelles Erbe uns die Erde als etwas “starres,unlebendiges” veranschaulicht.
Wir sind grob auf dem modernen Stand. Dass die Erde und der Mensch offensichtlich NICHT der Mittelpunkt des Universums sind. “Wir sind nur ein Teil vom großen Ganzen”. Aber nicht einmal das was uns bleibt,”der Planet Erde” ist uns Untertan. (Aber hier stckt unser modernes Denken fest).Nicht wir sind der Mittelpunkt auf der Erde. Nicht immer kann der Mensch entscheiden, was “gut für die Erde” ist. Wir sind als “spezielle” Säugetiere, auch “nur” ein Teil des Ganzen und nicht die Grundlage.
Meine These lautet: “Wir handeln als wären wir Grundlage aller Dinge und damit nehmen wir uns unsere Grundlage.” Nehmen wir Tschernobyl als Beispiel.
Wir machen einen Fehler und ein großes Stück Lebensgrundlage ist für ewige Zeiten verseucht. Vor allem Menschen schaffen nicht mit den Strahlen zu leben. Andere Tiere scheinen sich besser anzupassen. In Japan bekommt die Natur jetzt auch ein Stück Land zurück, unfreiwillig.
Ist doch spannend. Ein so geniales Tier wie der Mensch schafft es die ganze Welt zu besiedeln. Ob Sand- oder Eiswüste immer ist der Mensch genial genug sich anzupassen. Und nun schafft er selber Landstriche, die unbewohnbar sind. Die deutsche Bevölkerung weiß besser um diese Angst als der gemeine Politiker. Ein Stück Land zu verlieren, seine Heimat verseucht zu wissen, das ist einer Vergewaltigung gleich. Eine höhere Gewalt zerstört die eigene Lebensgrundlage. Jetzt muss der Mensch alle Verantwortung tragen, denn er hat die “höchste Gewalt” sich zugesprochen. Und dem “kleinen Mann” scheint diese Verantwortung zu groß. Ja, ein Erdbeben und Tsunamie ist begreiflich und dafür trägt “etwas Höheres” die Verantwortung. “Da können wir nichts für!” “Jetzt ist alles anders….”
“Weg in das Zeitalter erneuerbarer Energien beschleunigen” Vielleicht wird ja die Ethikkommission auf den Tisch schlagen? Und einen Weg beschreiben, wo wir ernster über unsere Grundlagen sprechen. Über unsere Aufgaben in der Welt. Und da bin ich wieder bei den Parteien. Wie schafft eine Partei es zwei Ziele zu einem zu machen? Wohlstand will gesichert sein und dennoch will sich alles geändert haben… “Nichts ist mehr wie es war….”
Am Ende müssen die wirtschaftsorientierten Lager der Parteien fragen, wie sich etwas ändern soll, wenn Wohlstand Ziel ist oder sogar GRUNDLAGE DES LEBENS..
“Vielleicht wird sich der Wohlstand wandeln, aber so, dass wir es nicht als Verzicht erleben werden.“ So sagte es Merkel der Zeit. Und so finde ich es am ehrlichsten. Man versucht nicht zu verzichten! Und das ist doch das sinnliche am Wohlstand, das man sich so vieles “leisten” kann. Man leistet sich ein Atomkraftwerk und sieht das als “Leistung”. Wenn man auf etwas verzichtet wie auf “acht alte Atomkraftwerke”, dann fühlt sich das als Verlust an. Die grüne Welle muss uns lehren. ” Verzicht ist Gewinn.”
Ich merke,dass ich einen Perspektivwechsel fordere. Und sehr hilfreich ist die östliche Philosophie.
(…) weil leben lernen loslassen lernen bedeutet. Es liegt eine tragische Komik in unserem Festhalten: Es ist nicht nur vergeblich, sondern es beschert uns genau den Schmerz, den wir um jeden Preis vermeiden wollten.
Die Absicht hinter dem Greifen ist nicht unbedingt schlecht. Es ist an sich nichts falsch an dem Wunsch, glücklich zu sein; weil aber das, wonach wir greifen, von Natur aus ungreifbar ist, schaffen wir uns immer nur Frustration und Leiden. ”
Sogyal Rinpoche, Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben
In meiner Sprache: Die Sehnsucht alles loszulassen überfällt doch vor allem Mönche und Nonnen und andere Idealisten, die bereit sind vieles loszulassen. Wirtschaftspolitisch gesprochen: solche,die bereit sind “auf den Wohlstand zu verzichten.”
Aus wirtschaftspolitischer Sicht beraubt man sich selber seiner Lebensgrundlage.Doch offenkundiger ist doch – dass, politische und wirtschaftliche Entscheidungen tatsächliche Lebensgrundlagen zerstören. In dem viel Land unbewohnbar und verstrahlt wird.
Ganz zum Schluss noch einen südafrikanischen Trinkspruch:
“…auf das wir früh sterben und tot gut aussehen.”
Sönke