auf rot-schwarz hab ich keine Lust
Das Denken ist die Arbeit des Geistes, die Träumerei seine Lust.
Vi ctor Hugo, Die Elenden
Denn ich träume von einer zukunftsweisenden und bunten Welt. Eine rot-schwarze Regierung kann der Stadt Berlin nicht gerecht werden. Eine pulsierende Jugendkulturstadt braucht keinen konservativen Deckel, sondern wilde Köpfe mit “Mut zur Veränderung” und jetzt gibt es fünf Jahre “Wille zur Macht”. Vielleicht harmlos, aber langweilig und bremsend.
Das Zitat spiegelt wunderbar das Ende der Träume für Berlin wider. Lebe ich um zu arbeiten?! – oder lebe ich um zu Träumen? Ich muss denkend anerkennen, die grüne Welle schwächelt, denn andere Parteilager haben keine Lust auf der “grünen Welle” zu surfen. Denn dann verlieren sie an die Partei der Grünen Stimmen. Sie zeigen Profil und sagen: “Wir wollen das Soziale in den Fordergrund rücken”. Aber “grüne Themen” sind gleichzeitig soziale Themen und der Kollitionsbruch in Berlin zwischen Rot-Grün ist ein Bruch zwischen Umweltschutz und Menschenrecht. An der Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai wird in einer Person die Logik der Hochzeit von Ökologie und Humanismus deutlich.
http://derstandard.at/1316733543932/Kenia-Nobelpreistraegerin-Wangari-Maathai-gestorben
Ihre Träume haben die Realität positiv verändert.
Sönke Keding
Die grüne Welle rollt Atomkraftwerke nieder
Ist Deutschland vielleicht unbewusst ein Vorbild für Japan? Ich vermute, JA. In Deutschland herrscht die allgemeingültige Meinung, selbst unter Pro-Atom Menschen, dass Atomkraftwerke nicht auf Gebieten gebaut werden kann, wo jederzeit ein starkes Erdbeben wüten kann. Das AKW Hamaoka ist so ein Atomkraftwerk und es wurde von vom Betreiber stillgelegt. Weil die Japanische Politik Druck gemacht hat. Da lernen hoffentlich noch mehr Länder. Die Politik hat eine große Verantwortung, denn sie haben den Druck auf Sicherheit im eigenen Land hochzuhalten. Und da gilt es gefährliche AWKs vom Netz zu nehmen vor einer möglichen Katastrophe und nicht wie es, wie es manchmal als Naturgesetz zu gelten scheint,
Verantwortung übernimmt man, NACHdem „etwas Schlimmes“ passiert ist….
Jede Ausnahme klärt, dass es eben kein Naturgesetz ist. Für mich ist ein Naturgesetz, „die Natur ist unkontrollierbar.“ Somit bin ich gegen die Atomenergie. Denn sie ist eine gefährliche Technologie. Nicht die Explosionskraft sondern die zerstörerische Kraft macht mir persönlich so große Angst. Mit welchen Mittel kann man so schnell einen Lebensraum zerstören? Die Radioaktivität scheint zum Beispiel Mäusen nicht sonderlich viel auszumachen. Der Mensch ist biologisch nicht dazu in der Lage. Über viele Generationen sind Gene und Organe in Gefahr…
Doch die grüne Welle ist mehr als die Angst vor der Atomenergie. Sie ist deshalb so Erfolgreich, weil sie im Wirtschaftssystem angekommen ist. Um im Kapitalismus zu bestehen, muss man kapitalistisch denken können. Sonst redet man am Markt vorbei und die Ideen bleiben Ideale und Utopien auf unbestimmte Zeit. Es lohnt sich heute für den eigenen Kontostand „grün“ zu denken. Die Atomkonzerne haben nicht still ihr Geld vermehrt. Sondern laut die Politik geführt. Politiker müssen auch vertrauen können. Die CDU zum Beispiel traut „großen Firmen“ viel zu. Auch verantwortungsbewusstes Wirtschaften. Die extremen Gewinne pro Tag, die ein Atomkraftwerk einfährt sind so lockend wie der stinkende Geruch einer fleischfressenden Pflanze. Politiker haben sich fressen lassen (Geld stinkt) und somit wuchs unsere gefährliche Pflanze.
Die „grüne Welle“ ist auch auch so eine Pflanze. Sie lockt mit ihrem Duft. Und auch sie beißt sich fest. Was macht sie also so großartig besser. Auch sie strebt dem Profit hinterher und denkt nicht mehr idealistisch, sondern kostenorientiert. Es geht nicht primär um Naturschutz. Es geht um die Kosten die eine sichere Endlagermöglichkeit verursachen würde. Das müssen hochtechnisiert und ständig-überwachte Lager sein, die mind. Über Jahrhunderte Kosten verursachen. Da ist der heutige Gewinn schon lange ausgegeben. Und kein Atomkraftwerk läuft mehr, zumindest in Deutschland. Dieses Dilemma ist weit weg und Japan auch und wir vergessen das schnell. Wir haben immer „andere Probleme“ die einfacher gelöst werden können und so warten wir bis Sommer. Da erzählt uns die Regierung wie wir den schnellen Ausstieg schaffen. Und wie schnell „schnell“ ist…
Es gilt das Motto weiterhin: „Es muss etwas schlimmes passieren“ Und weil man sich nicht wünschen will das etwas schlimmes passiert verfolgt man lieber harmlos die „harmlose Grüne Welle“. Den genau das zeichnet die grüne Welle aus, egal was man davon hält sie ist harmlos.
Bis bald…
Sönke Keding
„Nötige Energie“
Hat die Regierung die nötige Energie für eine Wende. Konservative Parteien haben meiner Meinung nach größere Probleme für eine WENDE. Es soll eine andere Energieversorgung geben, aber die CDU scheint nur auf den Druck der Bevölkerung zu reagieren, aus einem politischen Zwang heraus. Ein Umdenken, für eine „euphorische Neuerfindung von Energieversorgung“ wird es nicht geben. Vor allem sollte die Regierung nicht den Fehler machen und sich in neue Abhängigkeiten von Windenergieunternehmen zu bringen. Natürlich braucht es diese Abhängigkeit, doch das der „kleine Mann“ auch privat mehr und mehr freudig die erneuerbare Energie annimmt (Erdwärme, Solar und Co.),wird wenig erwähnt und eher von der LINKEN Partei thematisiert. Die Politik hat eine Chance für mehr Handlungsspielraum, wenn Verantwortung auch abgegeben werden kann. Wenn Unternehmen (u.a. mit Kleinkraftwerke) und Bürger sich in Sachen Energie „selbstversorgen“, dann kann die Politik aus den Fängen der Atomlobby, frisch durchatmen, und politische Mittel finden, dass die elektronischen Geräte und Elektroautos sparsamer und sparsamer werden. Damit man eben nicht Atomstrom von den Nachbarländern einkauft. Ich habe aufmerksam Zeitung gelesen und den Prozess der „grünen Welle“ anhand von „Schlagwörtern“ erkannt, die aus den Mündern konservativ- und wirtschaftlich orientierter Politik kommt.„Nachhaltigkeit“, „Eigenverantwortung“ sind zwei von solch „grünen Wörtern“…
„Die Diskussion wurde in Deutschland schon immer vergleichsweise emotional geführt, aber seit Japan wird sie noch emotionaler geführt als anderswo.“ So spricht McAllister (CDU) in einer Grundsatzrede an, was ich in einem Artikel erwähnte, dass nämlich die „emotionslose Politik“, verdrossen auf die Atomdebatte reagiert. Außerordentlich spannend finde ich aber was McAllister weiter sagt: „Das sei aber kein Grund, sich arrogant darüber hinwegzusetzen, sondern vielmehr ein Grund, hinzuhören. Kernkraft hat keine Mehrheit in der Bevölkerung.“ Das sind tolle Worte. Und Unterstreichen die „grüne Welle“. In Stuttgart21 hat sich die Politik noch arrogant verhalten, gegenüber Baumschützern und Umweltverbänden. Das wird seit dem Machtverlust in Baden-Württemberg nicht mehr passieren. Und jetzt gibt’s Bürgerentscheid(!) in Stuttgart.
McAllister sprach auch zu den „Kernenergiefetischisten“ (dieses Wort hat ein CDU Mann gewählt, sehr grün
) Man solle das Endlager Asse besuchen um den „traurigen Zustand“ mit eigenen Augen zu sehen.
Die Ostermärsche und die vielfältigen -kreativen Anti-Atomdemonstrationen in diesen Tagen halten den Druck hoch und zwar auch mit Emotionen. Es scheint, einzelne CDU Politiker haben die nötige Energie, doch ich prophezeie, das die CDU ihre große Zeit gehabt hat. Und sie kann nur wieder zur Macht kommen, wenn wir eine schwere Wirtschaftskrise haben. Denn dann re(a)giert die Macht der Angst und Klimaschutz und Energiewende werden wieder sekundäre Themen.
Sönke Keding