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die grüne Welle


Ausstieg beschlossen
6. Juni 2011, 15:24
Abgelegt unter: Energiepolitik, Umwelt | Schlagwörter: , ,

Ich finde es eine feine Ironie der Demokratie. Das gerade die CDU/FDP den Atomaustieg beschließt. Doch sie sind Volksvertreter und irgendwann ist das Bewusstsein in einem Volk so gewandelt, dass nur eine Anpassung hilft um Überleben zu können. Im vulgär – biologischen Sinne.  ” Wer sich nicht anpasst, stirbt aus..” Dennoch können wir doch froh sein in einem Land zu leben, wo die demokratischen Spielregeln funktionieren. Natürlich “nervt” es mich, dass es keinen sofortigen Ausstieg gibt, doch ich habe mich soweit “angepasst” ( um nicht auszusterben) um zu erkennen. Das wir im real-politischen Vergleich zu unseren Nachbarländern, zukunftsorientierter und zu mächtigen Ländern wie Russland und China und USA demokratischer funktionieren.

demos – Volk, kratein – herrschen à Demokratie – Volksherrschaft

Da ein großer Teil unseres Volkes nicht unbedingt so mutig ist sich im Verzicht zu üben und eher Wirtschaftswachstum Sicherheit verspricht, als die Umwelt zu schützen….Solange ist die “grüne Welle” halt so stark wie sie ist. Sie schafft es die Proatomparteien zu einem 10-11 Jahres Austieg beschließen zu lassen. Sie schafft aber nicht, dass der größere Teil des Volkes eine persönliche Beziehung zur Natur und Umwelt hat.

So muss ich meinen Wunsch nach einem sofortigen Ausstieg nicht vergessen, aber erkennen, dass viele Bürger diesen Ausstieg nicht wollen. Weil sie auch Angst haben, das Stromausfälle die Industrie und ihre Arbeitsplätze gefährden.  So wie die Kollition die Demokratie nervig findet und ich sie nervig finde, so froh können wir sein in einer Demokratie zu leben. Für die Zukunft wünsche ich mir eine grüne Demokratie mit Wohlwollen.

WOHLWOLLEN

WENN wir einem anderen den Weg ebnen, dann geschieht dies meist aus Zuneigung und Interesse. Jede geglückte Beziehung zwischen Eltern und Kindern, Freunden, (Politikern und Volk) ist durch diese grundlegende Sympathie geprägt.  Im Wohlwollen steckt der Optimismus, dass ein anderer etwas fortsetzt, das einem selbst am Herzen liegt.Diese behütete Solidarität ist ein ständiger Perspektivwechsel und soll entgegenwirken, dass Gewinner sich nur als Gewinner fühlen, wenn es Verlierer gibt.

Bei der Atomenergie gibt es irgendwie keine Gewinner. Denn wir teilen uns über viele Generationen den gefährlichen Atommüll.

Die Ägypter bauten Pyramiden um der Unsterblichkeit auf Erden nahzukommen.

Unser Atommüll ist viel genialer. Lange wird man sich an uns erinnern. Auch wenn die letzte Pyramide durch Wind und Wetter vergangen ist…

Sönke

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