Die Phasen der Hilfeplanung

Jede Hilfeplanung hat viele einzelne Schritte.
Jeder einzelne Schritt ist wichtig.

Diese Schritte heißen:

Bedarfserhebung (Sammlung von Informationen)
Planung (Beschreibung von Zielen und Maßnahmen)
Durchführung der Maßnahmen
Evaluation (Überprüfung der Ergebnisse der Maßnahmen)

Diese Schritte werden auf den nächsten Seiten genauer erklärt:

Bedarfserhebung

Planung

Durchführung

Evaluation

 

Das Modell der individuellen Hilfeplanung (H.M.B.-W- Verfahren) ermöglicht es, den Anforderungen nach mehr Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmung geistig behinderter Menschen besser gerecht zu werden.
Als Grundlage der Hilfeplanung dienen die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen mit Behinderung und deren individueller Lebensstil. Das Verfahren setzt eine maximale Partizipation der betroffenen Personen voraus.

Die Rolle der BetreuerInnen liegt darin, bei der Auswahl der Ziele und der Durchführung der erforderlichen Maßnahmen, unterstützend zur Seite zu stehen. Die BetreuerInnen müssen, im Anschluss an eine Vorbereitungsphase, ein Hilfeplangespräch mit den KlientInnen und allen involvierten Personen durchführen, um Entwicklungsziele festzulegen und die Schritte zur Durchführung der Maßnahmen zu planen.
Ergebnis dieses Gesprächs ist ein schriftlicher Plan, der maßgeblich für die Förderung der KlientInnen für einen festgelegten Zeitraum sein soll. Die Ziele des individuellen Hilfeplans dienen der Kontrolle der durchgeführten Maßnahmen und klären die verbindlichen Verantwortlichkeiten der Zusammenarbeit aller beteiligten Personen (H.M.B.-W. Verfahren).
[1]

Individuelle Hilfeplanung ist ein kontinuierlicher Prozess, der aus mehreren Phasen besteht. Diese Phasen bilden einen Kreislauf. Die Phasen können von Einrichtung zu Einrichtung variieren, in der Regel weisen sie aber einige Ähnlichkeiten auf.
Der sogenannte Regelkreis der Hilfeplanung besteht in der Sammlung von  Informationen (Erhebung des Unterstützungsbedarfs, Assessment), der Benennung von Bedürfnissen und Wünschen, der Konkretisierung von Zielschwerpunkten, der Vereinbarung von Zielen und Maßnahmen, der Durchführung von Maßnahmen sowie der Überprüfung der Ergebnisse (Evaluation). Ergibt diese Überprüfung eine veränderte Situation, müssen daraus resultierend konkrete Maßnahmen und Ziele verändert werden, beginnt der Prozess von Neuem.
[2]

Auch die Inhalte der individuellen Hilfeplanung weisen in allen Einrichtungen Ähnlichkeiten auf. In der Regel finden sich folgende Inhalte in den Hilfeplanverfahren: Haushaltsführung, Selbstversorgung, Wohnen, Recht, Finanzen, psychisches Wohl, körperliches Wohl, soziale Beziehungen, Bildung, Arbeit und Freizeit (z.B. Leitfaden nach Frau Dr. Metzler).[3]

 

Die einzelnen Phasen der Hilfeplanung werden auf den folgenden Seiten genauer erläutert:

Bedarfserhebung

Planung

Durchführung

Evaluation


[1] Vgl. Bensch, Camilla/Klicpera, Christian: Dialogische Entwicklungsplanung; 2. Auflage; Heidelberg 2003; S. 34-35.

[2]Vgl.  http://www.uni-kassel.de/fb4/issl/mitg/wind/pdf/HH-hilfeplan_aufsatz.pdf; Zugriff am 14.08.2009.

[3] Vgl. Beck, Iris/Lübbe, Andrea: Individuelle Hilfeplanung; in: Geistige Behinderung 3/2003; S. 225-227.

Bildnachweis Stopschild: © Peter Smola / pixelio.de

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