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Alkoholismus

 
Mitte des neunzehnten Jahrhunderts definierte der schwedische Arzt Huss erstmalig die schädlichen, körperlichen Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum als „Alkoholismus“. Doch nutzte er bei seiner Definition die Begrifflichkeiten der Alkoholabhängigkeit und des Alkoholmissbrauchs gemeinsam, wodurch diese aufgrund der Unterschiedlichkeit beider Begriffe zu ungenau wurde als das man diese dauerhaft als Definition etablieren konnte.
1977 führte die WHO eine neue Definition ein und separierte die beiden Begrifflichkeiten voneinander. Dies führte dazu, dass sich verschiedene Definitionen etablierten.[1] Dabei ist Alkoholmissbrauch als eigenständiger Begriff gefasst und Alkoholismus beinhaltete nur noch die Begrifflichkeit und Charakteristika von Alkoholabhängigkeit.[2]  
Somit wird Alkoholismus als eine primäre, chronische Krankheit, deren Entstehung und Manifestation durch genetische, psychosoziale und umfeldbedingte Faktoren beeinflusst werden[3] definiert. Der Krankheitsverlauf ist nicht statisch, sondern entwickelt sich immer weiter bis die Auswirkungen der körperlichen Schädigung den Tod zufolge hat.
Charakteristisch für Alkoholismus (wie auch für andere Suchtmittel wie Cannabis) ist, dass dem Wunsch nach Verzehr von Alkohol große Aufmerksamkeit zugetragen wird. Dieser häufig, trotz des Wissens über die daraus resultierenden Schädigungen, konsumiert wird und das der Konsum geleugnet wird.[4]  
Bei Alkoholmissbrauch hingegen, wird laut des von der WHO eingeführten ICD 10 Tests dann gesprochen, wenn eine feststellbare Alkoholabhängigkeit noch nicht festzustellen ist, aber das Trinkverhalten des Konsumenten, ihn nachweislich schädigt und sich dadurch körperliche, psychische, wirtschaftliche und/ oder soziale Defizite entwickeln.[5]