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Das Verhältnis von Sozialer Arbeit und Gesundheit ist ambivalent. Auf der Seite der Profession lassen sich vielfältige Bezüge erkennen. So ist es evident, dass soziale und gesundheitliche Probleme eng miteinander verknüpft sind: Gesundheit hat eine starke soziale Komponente,…“

(zit. n.: Homfeld, Sting 2006, S. 9)



 

 

Da es sich, wie bereits erwähnt, bei der Suchterkrankung um eine gesundheitliche und seelische Beeinträchtigung handelt, kann bei der Sozialarbeit mit eben dieser Klientel bzw. diesen Patienten von Hilfe für Menschen mit Problemen, vorrangig im Umgang mit dem Suchtmittel Alkohol gesprochen werden – ferner ist diese Soziale Arbeit multiprofessionell zu verstehen, im Sinne der Einbettung in die sonst eher abgegrenzten Praxisfelder der Sucht- und Drogenhilfe[1], Selbsthilfe[2], Sozialpsychiatrie[3], kurative Sozialarbeit[4], suchtspezifische Rehabilitation[5] und vielen weiteren. Die Sozialarbeit mit Suchtkranken in der Bundesrepublik Deutschland ist als „gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgabe[6] im Rahmen der Miteinbindung sämtlicher möglichen Rechtswege und verbindbaren Hierarchien bzw. deren Erforderlichkeit zu betrachten[7] . Die Anforderung an die Soziale Arbeit ist demnach immens, beinhaltet sie im Rahmen des Arbeitsfeldes beispielsweise die Prävention, Betreuung, Therapie, Beratung, Unterstützung und Begleitung besonders mit Blick auf Krisenintervention sowie Nachsorge[8].
 
Da der Alkoholabhängige Patient oder Klient neben physisch-pathologischen Problemen eine Vielzahl von sozialen Schädigungen oder Störungen infolge langjährigen Konsums davontragen kann, wie beispielsweise Arbeitslosigkeit[9], soziale Isolation bzw. mangelnde Teilhabe am gesellschaftlichen Leben[10], Problematiken innerhalb der Familie und / oder Lebenspartnerschaften[11], bis hin zu genannten schweren Gesundheitsstörungen[12], wird der Facettenreichtum oder vielmehr der Anforderungsbereich an den Sozialarbeiter ersichtlich.