Adipositas

Übergewicht und Adipositas (Fettsucht!)


In unserer Gesellschaft ist Übergewicht sehr häufig. Im 20. Jahrhundert ist der historische Fortschritt erzielt worden, dass das Hungern als Leidenszustand aufgrund bitterer Armut praktisch abgeschafft worden ist. Nach dem 2. Weltkrieg ist es durch eine  enorme Mehrung des Wohlstands und den Ausbau des Sozialstaates dazu gekommen, dass in den meisten europäischen Ländern nicht mehr gehungert werden muss.  Dafür ist in der Gesellschaft  die Anzahl von Menschen mit Übergewicht stark angestiegen, und sie steigt weiter an. Übergewicht bedeutet, dass die Fettmasse im Körper über ein als normal definiertes Maß hinausgeht.   Zunächst ist leichtes Übergewicht nicht gleich gesundheitsschädlich. Grösseres Übergewicht aber zieht Folgeerkrankungen nach sich. Dieses gesundheitsschädliche Übergewicht heisst Adipositas. Das Gewicht wird heute im Body Mass Index (BMI) gemessen. Der jeweilige BMI wird ermittelt, indem das Gewicht in KG durch die Körpergrösse in Quadratmeter ermittelt wird. Als normal gilt ein BMI von 25.  Adipositas beginnt ab einem BMI von 30.  Übersetzt heisst Adipositas Fettsucht. In den letzten Jahren ist die Zahl adipöser Menschen immer stärker angestiegen. Besorgniserregend hierbei ist der Anstieg der Zahl adipöser Kinder und Jugendlicher. Das Problem an Adipositas ist, dass sie Folgeerkrankungen nämlich Diabetes mellitus und Herz-Kreislauferkrankungen nach sich zieht, und dass sie schwer behandelbar ist. Es ist für viele Menschen sehr schwer, deutlich Gewicht abzunehmen. Es ist allerdings auch nicht jede Adipositas gleich ungesund. Adipöse Männer sind oft einem größeren Risiko ausgesetzt als Frauen. Das hat mit der jeweiligen Fettverteilung  im Körper zu tun.

Sozialer Faktor
Für die soziale Arbeit im Gesundheitswesen ist der Umstand   wichtig, dass die Zahl adipöser Menschen ansteigt, je niedriger die soziale Schicht ist. Das ist historisch natürlich noch nie dagewesen, dass massives Übergewicht heutzutage schon als Zeichen für Armut und niedrigen Sozialstatus gilt. Aber was bei anderen chronischen Krankheiten beobachtet wird, trifft auch für die Adipositas zu. Erschreckend deutlich wird dieser soziale Unterschied bei Frauen Über 30% der Frauen aus der „Unterschicht“(vgl.Gesundheitsberichterstattung des Bundes Krankheiten/ GesundheitsproblemeE ndokrinopathien Übergewicht 2006:11) sind adipös. Demgegenüber leiden nur 10% der Frauen aus der „Oberschicht“(vgl. ebd.) an dieser Erkrankung. Bei den Männer ist dieser soziale Gradient ebenfalls vorhanden, aber nicht auf so eklatante Weise.
Ursachen dafür sind ein Essverhalten, welches weniger Rohkost, stattdessen leicht verdaulich Fette und Kohlenhydrate bevorzugt. Sättigungsgefühle können „nicht rechtzeitig registriert werden“( Gesundheitsberichterstattung des Bundes Krankheiten/ Gesundheitsprobleme Endokrinopathien Übergewicht 2006:14). Darüber hinaus wird in der „Unterschicht“ wenig Sport betrieben und Fettleibigkeit wird nicht so negativ betrachtet wie bei den Wohlhabenden (vgl. ebd.).


Quelle:Gesundheitsberichterstattung des Bundes Krankheiten/ Gesundheitsprobleme
Endokrinopathien
 Übergewicht
http://www.gbe-bund.de/gbe10/trecherche.prc_them_rech2?tk=8500&tk2=12000&ut_string=%DCbergewicht&ber=1&tab=1&gra=1&def=1&link=1&son=1&anz_ber=5&anz_tab=18&anz_gra=15&anz_def=0&anz_link=0&anz_son=1&p_sprache=D&x=&p_news=&button=1&p_uid=gast&p_aid=86839654&cb_wk=dummy&next_tr=1&erg_art=TXT#TXT

Oliver Mitzkat