HAWK Projekt: Altenhilfe in Hildesheim

Altenhilfe und Soziale Arbeit

Altenhilfe und Soziale Arbeit

Die Altenhilfe wird von einem medizinischen und pflegewissenschaftlichen Paradigma bestimmt. Der Sozialen Arbeit ist es bis heute (noch) nicht gelungen, eine eigenständige Expertise innerhalb des Arbeitsfeldes auszubilden (Schweppe 2002: 343). Die Entwicklung eines eigenständigen Profils ist notwendig, wenn es der Sozialen Arbeit gelingen soll, sich in der Altenhilfe zu etablieren (Kricheldorff 2008: 185). Den Anstellungsträger der sozialen Einrichtungen gilt es zu vermitteln, dass die Soziale Arbeit langfristig eine über die soziale Betreuung hinausgehende Bedeutung für die Einrichtungen erzielen kann (Schmidt 1997: 63). Potentiale für die Entwicklung eines eigenständigen Profils liegen vor allem in den Bereichen der Beratung und der Unterstützung älterer Menschen und ihrer Angehörigen. In der Zukunft steigt der Bedarf für zugehende Formen der Beratung,  mit der Zielsetzung, Unterstützungsleistungen an die individuellen Bedürfnisse anzupassen. Darüber hinaus verfügt die Soziale Arbeit über Mediationskompetenzen, die es ihr ermöglichen, an den Schnittstellen zwischen häuslichem und institutionellem Bereich sowie dem kommunalen bzw. öffentlichen Bereich vernetzend und vermittelnd tätig zu werden (Kricheldorff 2008: 186f).

 

 

Profilmodule Inhalt

Vermittlung

Vermittlung von spezifischen Diensten für Klienten sowie Vermittlung zwischen den verschiedenen Akteuren im Feld der Pflege

Beratung

Sozialpädagogische, klientenzentrierte Beratung in Krisensituationen bis hin zu Telefonberatung 

Koordination und Vernetzung

Netzwerkarbeit zwischen Personen, Familien, Initiativen und Institutionen

Betreuung 

Betreuung im ambulanten wie auch stationären Bereich, aber auch rechtliche Betreuung

Initiierung und Begleitung von Beteiligungsprozessen

Vernetzungsarbeit zwischen Freiwilligen und Institutionen, aber auch Miteinbeziehung von Betroffenen und Angehörigen im Sinne von Empowerment.

Bildung

 

Bildung als Vorarbeit von Engagement-Förderungsprozessen für die Freiwilligenarbeit, aber auch bezogen auf die aktive Mitgestaltung im Bereich der Geragogik und Altersbildung

Tabelle Ebert in Anlehnung an Kricheldorff 2008: 187f

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