HAWK Projekt: Altenhilfe in Hildesheim

Stationäre Altenhilfe

Stationäre Altenhilfe

Im stationären Bereich sind in den letzten Jahrzehnten die Pflegeheime modernisiert und auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner ausgerichtet worden. Die Lebenswelt der alten Menschen wurde zum Ausgangspunkt konzeptioneller Reformen. Die gemeinwesenorientierte Öffnung der Altenheime, die Gestaltung des Wohnmilieus innerhalb der Institutionen und eine lebensweltorientierte Pflege bilden den Kern dieser Konzepte. Flankiert wurden diese Maßnahmen durch die fachliche Qualifizierung des Pflegepersonals.

 
Die stationäre Altenhilfe bietet den Seniorinnen und Senioren Unterstützung bei der Bewältigung des alltäglichen Lebens. Zu den Einrichtungen der stationären Altenhilfe gehören Altenwohnheime, Altenheime, Altenpflegeheime und Altenwohnstifte.
 
Das Altenwohnheim gewährt den Seniorinnen und Senioren ein möglichst selbstständiges Leben, da sie in einer angemieteten Wohnung leben, wo sie dennoch ambulante Dienstleistungen in Anspruch nehmen können. Diese Form ist mit dem betreuten Wohnen zu vergleichen.
 
Im Altenheim leben ältere Menschen, die nicht mehr in der Lage sind einen eigenen Haushalt zu führen. Das Altenheim bietet Unterkunft, Verpflegung und Betreuung. Die Bewohnerinnen und Bewohner weisen keinen körperlichen Pflegebedarf auf.
 
Das Altenpflegeheim betreut Seniorinnen und Senioren, die darüber hinaus einen Pflegebedarf haben. Das Fachpersonal gewährleistet eine bedarfsgerechte medizinische Pflege.
 
Das Altenwohnstift kann gehobeneren Ansprüchen der Bewohnerinnen und Bewohner, durch deren finanzielle Eigenbeteiligung gerecht werden.
 
„In der Hauptsache unterscheiden sich die genannten Einrichtungen in der Intensität der Betreuung und Pflege, die die BewohnerInnen erhalten. Dabei bietet das Altenpflegeheim die intensivste Betreuung.“ (Hirt 2004: S. 229)
 
Aufgabenbereiche in der stationären Altenhilfe:
  • Ständige Präsenz von Fachpersonal,
  • umfassende Pflege, Versorgung und Betreuung zur Erhaltung von physischen und psychischen Fähigkeiten
  • Therapie (z. B. von Demenzkranken)
  • Sterbebegleitung
  • Beziehungsarbeit
  • Unterstützung im Haushalt (speziell in Altenwohnheimen)
 
Quelle:
Hirt, Rainer (2004): Soziale Arbeit in stationären Einrichtungen der Altenhilfe. In Chassé/ von Wensierski (Hrsg.): Praxisfelder der Sozialen Arbeit. Eine Einführung. Weinheim/München, 3. Auflage, S. 229 - 242
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