Die Zukunft hat viele Namen.
Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare.
Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte.
Für die Tapferen ist sie die Chance.
Victor Hugo (1802-1885)
Die südniedersächsische Zukunft wird geprägt sein vom demografischen Wandel, diesem abstrakten Konstrukt, welches Häuser verwaisen lässt, an etablierten Vereinsstrukturen nagt und Gemeinden neben der Kinder- auch die Seniorenfreundlichkeit abverlangt. In Breitenberg und Hilkerode haben sich mehr als zwei Dutzend „Tapfere“ seit September 2010 im Projekt „Dorf 2020“ dafür eingesetzt, diesen Wandel positiv zu gestalten. Tapfere, weil sie die Veränderungen akzeptiert haben, statt deren Erscheinung mit zyklisch schwankenden Zahlen zu erklären. Tapfere, weil sie beim Werben um Mitstreiter und Bewerben von Veranstaltungen häufig achselzuckenden Mitmenschengegenüber standen. Tapfere, weil für sie mit dem Ende der Begleitung durch die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) im Oktober 2011 nicht gleichsam ihr Bemühen um die Zukunftsfähigkeit ihrer Heimatdörfer endet.
Diese Broschüre ist daher kein Abschluss von „Dorf 2020“, sondern eine Zwischeninformation über die Ziele der Arbeitsgruppen sowie deren weiterer Vorhaben. Diese Projekte schaffen keine Dauerarbeitsplätze oder bauen Straßen, sondern erhalten die elementare Lebensfunktion eines jeden Dorfes: Gemeinsinn.
 
Daher brauchen die Arbeitsgruppen Unterstützung durch weitere Mitglieder, durch Interesse und durch Wertschätzung.
 
Die Erfolge des Projektes „Dorf 2020“ lassen sich nach einem Jahr nicht allein an Besucherzahlen messen, sondern werden sich in der zukünftigen Lebensqualität beider Ortsteile widerspiegeln, für die es starke, furchtlose und tapfere Bürger und Politiker braucht.
 
In diesem Sinne ist es nie zu spät, sich den Tapferen anzuschließen.