Prof. Dr. Leonie Wagner
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Forschungprojekt Interkulturelle Öffnung

Interkulturelle Öffnung der Jugendverbandsarbeit

Nachdem die Bundesrepublik Deutschland sich als Einwanderungsland begreift, sind auch gesellschaftliche Institutionen verstärkt gefordert, dieser Tatsache Rechnung zu tragen. Während es zuvor vor allem um "Integration" ging, geht es nun verstärkt die interkulturelle Öffnung gesellschaftlicher Räume und Institutionen. 2004 hat der Bundesjugendring beschlossen, in dieser Hinsicht verstärkte Bemühungen zu unternehmen. Auf der Landesebene haben die Jugendringe Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen begonnen, Konzepte zu entwickeln. Einzelne Verbände haben auf der Bundes- bzw. auch Landesebene erste Schritte unternommen. Insgesamt weist die Jugendverbandsarbeit hier aber noch ergebliche Defizite auf. Im Hinblick auf den ländlichen Raum und dessen Besonderheiten gibt es bislang zudem keine spezifischen Ansätze und Konzepte. Forschungen zu diesem Bereich liegen derzeit im Wesentlichen als Begleitevaluationen vor.

In dem Projekt wurde in Kooperation mit der Kreisjugendpflege Holzminden zum einen nach dem Interesse von Jugendverbänden an einer interkulturellen Öffnung gefragt sowie der dann ggf. bestehende Unterstützungsbedarf eruiert. Welche Faktoren begünstigen bzw. behindern die interkulturelle Öffnung der Jugendverbände (insbes. im ländlichen Raum)? Welche Unterstützung brauchen Jugendverbände zur interkulturellen Öffnung? Welche Unterstützung benötigen MigrantInnenselbstorganisationen (MSO) bei der Konstituierung bzw. Anerkennung als Jugendverband? Welche politischen und finanziellen Rahmenbedingungen sind zu schaffen bzw. zu verändern?
Dazu wurde zum einen eine Übersicht über bestehende Ansätze/Konzepte und ggf. Erfahrungen erstellt. Des Weiteren wurden mögliche Kooperationen mit dem Landesjugendring Niedersachsen und weiteren Kreis-/Stadtjugendringen eruiert. Außerdem wurden in einer Kurzerhebung die Jugendverbände im Landkreis Holzminden hinsichtlich des Bedarfs an Unterstützung/Fortbildung befragt (qualitativ / ExpertInnenbefragung).

Projektbeteiligte:
Prof. Dr. Leonie Wagner – Projektleitung HAWK
Andrea Berger-Nowak – Projektleitung Kreisjugendhilfe Landkreis Holzminden
Janna Visser – Studentische Hilfskraft
Weitere Informationen: Leonie.Wagner (at) hawk-hhg.de



 
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