Diskurs - Körper in Medien - Verkörperte Medien (Bausch)

Verkörperte Medien

Besonders Mädchen und junge Frauen lassen sich von den heutigen Schönheitsidealen, die durch die Medien verbreitet werden, stark beeinflussen. Entspricht jemand nicht der so genannten sozialen Norm – schlank, attraktiv, modische Kleidung, usw. – wird er oder sie nicht als vollwertiges bzw. gleichwertiges Mitglied unserer Gesellschaft akzeptiert.

In dem Buch „Verkörperte Medien“ von Constanze Bausch erschienen im transkript Verlag, 2006, in Bielefeld werden selbstinszenierte Videorollenspiele einer Mädchengruppe zum Thema Schönheit und Ausgrenzung analysiert und interpretiert. Insgesamt werden acht aufeinander folgende spontane Inszenierungen, bei denen es um die Erscheinungsmerkmale Gewicht, Kleidung, Schönheit und Make-up geht, dargestellt. Die ersten drei Merkmale werden in Form einer Talk-Show und das Merkmal Make-up als Werbespot dargestellt.

„Die Vehemenz, mit der die Mädchen das Thema weiblicher Körperschönheit zur Aufführung bringen, weist auf die eklatante Engführung von Frausein und Körpersein in der medienbezogenen Wahrnehmung der Gruppe hin.“ (Bausch, S. 93).

Genauere Informationen über das methodische Vorgehen oder das Erkenntnisinteresse der Autorin werden nicht geliefert. Beim Lesen erlangt man die Vorstellung von sehr stark durchdachten bzw. geplanten Sequenzen, die aus realen Talk-Shows stammen könnten, was den Sinn dieser Inszenierungen in Frage stellt.

Nicht gezeigt aber dennoch miteinbezogen werden bei allen Rollenspielen die Männer.

 

Kritische Würdigung:

Die Rollenspiele erscheinen durchaus geplant und nicht spontan entstanden, was Unschlüssigkeit bezüglich des Sinns der detaillierten Beschreibung der einzelnen Rollenspiele verbreitet.

 

Zu einer Übersicht der einzelnen Rollenspiele findet ihr unter folgendem Link. Sie werden dort inhaltlich kurz zusammengefasst.
Übersicht der Rollenspiele