Ergebnisse und Diskussion
Die Nachuntersuchungen früherer Maßnahmen zur Konservierung und Restaurierung von Naturstein wurden an ca. 30 Objekten im Rahmen des Projektes von verschiedenen erfahrenen Restauratoren und Naturwissenschaftlern mit jeweils verschiedenen Kombinationen standardisierter Prüfmethoden durchgeführt.
Für die Überprüfung einer hydrophobierenden Imprägnierung wurde an den Objekten zumeist das Karsten’sche Prüfröhrchen, in Einzelfällen auch das Mirowski-Röhrchen eingesetzt. Hinsichtlich der Dauerhaftigkeit der Maßnahme deutet sich eine direkte Abhängigkeit vom behandelten Gestein ab. Hauptsächlich kieselig gebundene Sandsteine weisen eine nachhaltigere Wirkung der ausgeführten Hydrophobierungen auf als vorwiegend tonig gebundene Materialien.
Grünbewuchs als bekannte Folge einer Hydrophobierung konnte vereinzelt beobachtet werden.
An vielen der im Projekt nachuntersuchten Objekte waren Steinfestigungen mit Kieselsäureester vorgenommen worden. Ein Vergleich der Untersuchungsergebnisse ist nur eingeschränkt möglich, da viele Einflussfaktoren zu berücksichtigen sind. Bezüglich der Nachhaltigkeit der Maßnahmen zeigt sich trotz aller Streuung erwartungsgemäß eine Tendenz zu schlechteren Bewertungen, d.h. zum nachlassen der Wirksamkeit mit zunehmendem Behandlungsalter. An den im Projekt untersuchten Denkmalobjekten wurde starkes Absanden in gefestigten Bereichen vor allem dort gefunden, wo bei der letzten Restaurierung keine Maßnahmen zur Reduzierung der damals schon vorliegenden Salzbelastungen vorgenommen wurden.
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Auch die Acrylharzvolltränkung (AVT) fand im Rahmen des Projektes Berücksichtigung. Schäden an älteren Objekten ergeben sich aus damaligen Problemen des Verfahrens. Zur Bewertung der AVT wurden im Rahmen dieses Projekts sowohl Problemgesteine als auch Marmor herangezogen und mittels Ultraschall nachuntersucht. Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass sich das Konservierungsverfahren an Marmorobjekten sehr gut bewährt hat. Das Verfahren führt zu sehr guten Festigkeitssteigerungen, die auch nach über 20 Jahren noch wirksam sind. Hinsichtlich toniger Sandsteine ist eine andere Entwicklung zu beobachten. Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass die AVT zwar zu einer Festigkeitssteigerung des Sandsteins, aber auch zu intensiver Rissbildung geführt hat. Dies lässt das Konservierungsverfahren für diese Gesteinsart problematisch erscheinen. |
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Im Zuge von Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten an steinernen Objekten spielen auch Steinergänzungsmaterialien eine entscheidende Rolle. Je nach Gesteinsart, Art und Umfang an Schäden sowie denkmalpflegerischer oder handwerklicher Vorgabe werden verschiedenartige Produkte eingesetzt. Unabhängig von der jeweiligen Rezeptur zeigt sich ein unterschiedliches Langzeitverhalten.
Großflächig und dünn aufgezogene Ergänzungsmassen neigen aufgrund spannungsreicher und feuchtesperrender Materialeigenschaften zu Schadensbildern wie Hohlstellen und Rissen. Nicht selten kommt es durch zu dichte Steinergänzungsmörtel zu Folgeschäden durch Feuchte- und Salzverlagerung in angrenzende Steinbereiche. Eine Abhängigkeit von der Standzeit ist nicht erkennbar, zu individuell sind dabei Art und Weise der Applikation, Parameter von Stein und Mörtelrezeptur sowie objektspezifische Gegebenheiten.

