Innovativer Charakter des Projektes

Nachkontrollen nach ausgeführten Konservierungsmaßnahmen werden nur selten ausgeführt. Meist beschränken sich diese auf einige Fotos und ein allgemeine Zustandsbeschreibung. Detailkartierungen nach objektiven Kriterien sind sehr selten und Nachkontrollen mittels reproduzierbarer Messungen werden sind die große Ausnahme. Die Durchführung solcher detaillierter Nachuntersuchungen in großem Maßstab und eine Auswertung nach einheitlichen Kriterien sind daher in höchstem Maß innovativ, zumal auf ihrer Basis Kriterien für eine effiziente Qualitätskontrolle entwickelt werden sollen. Sie sind für die praktische Denkmalpflege zweifellos von größerem Nutzen als teure, neu entwickelte und noch nicht erprobte High-Tec-Methoden.
Objektive, messtechnisch nachvollziehbare Kriterien für die Notwendigkeit von Nachkonservierungen gibt es bislang nur für zwei Objekte (Literaturverweis Snethlage & Meinhardt-Degen).
Aussagen zur Dauerhaftigkeit von Konservierungsmaterialien gibt es mit Ausnahme der Hydrophobierungsmittel bislang nur sehr vereinzelt, eine allgemeine Bewertung der verschiedenen Materialgruppen ist bisher nicht möglich, obwohl diese Materialgruppen nach wie vor täglich eingesetzt werden.

Wie aus den vorigen Ausführungen folgt, stehen Einsatz, Optimierung oder Adaption verschiedener High-Tec-Messmethoden nicht im Mittelpunkt, weil sie aufgrund des hohen Aufwands und der schnellen technologischen Entwicklung nicht für Langzeitbeobachtung brauchbar sind. Im Gegenteil geht es gerade darum, möglichst einfache, von vielen anwendbare, reproduzierbare und langfristig verfügbare Methoden einzusetzen und für diese tragfähige Bewertungskriterien herauszuarbeiten.

print