Monitoring-Systematik
Kernpunkt jeden Langzeitmonitorings muss die detaillierte restauratorische Zustandskartierung sein. Schadensphänomene sind nach Maßgabe der entsprechenden VDI-Richtlinie zu erfassen. Hierzu sind Restauratoren einzubeziehen.
Darüber hinaus soll im Zuge der Kartierung, gestützt durch einfache Untersuchungen eine erste Bewertung der vorangegangenen Einzelmaßnahmen vorgenommen werden. In einer zweiten Stufe sind – falls sinnvoll – vertiefende materialkundliche Untersuchungen durchzuführen. Dafür muss die konkrete Fragestellung formuliert und die Aussagekraft der geplanten Untersuchung im Vorfeld dargelegt werden.
Die Nachuntersuchungen sollen sich auf zerstörungsfreie oder wenig zerstörende Methoden konzentrieren, über Umfang der Untersuchungen und über den Einsatz komplexer oder mit zerstörenden Eingriffen verbundener Messmethoden ist im Einzelfall zu entscheiden. Vor dem Projektstart wurden genaue Vorgaben für die einheitlichen Standarduntersuchungen festgelegt. Sie betreffen Auswertung von Karsten Messungen, Durchführung von Ultraschallmessungen etc. Die Messvorschriften sind im Downloadbereich dieser Web-Seite abrufbar.
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Vorgesehene Standard-Untersuchungen, sofern im Einzelfall sinnvoll: kapillare Wasseraufnahme nach Karsten, Perkussionsprüfung, Power Strip Test. Vertiefende Untersuchungen, zur Klärung von Schadensursachen und zur Gewinnung quantitativer Daten: Licht- und REM-Mikroskopie, Bohrwiderstand, Biegezugfestigkeit wenn Bohrkerne erhältlich, IR Thermographie, Ultraschall, 3D Vermessung, eventuell weitere Messmethoden. Als Kartiersoftware werden die beiden Programme Metigo Map und Mobile Mapping System verwendet. |
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Datenbasis zur Bewertung von Konservierungsmaterialien
Um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen, sind möglichst immer einheitliche Messmethoden zu verwenden und deren Ergebnisse nach vereinbarten Kriterien zu bewerten. Bewährte zerstörungsfreie und zerstörungsarme Methoden wurden diskutiert, neue Entwicklungsansätze und Erkenntnisse vorgestellt.
Die untersuchten Gesteine sind nach ihren wesentlichen feuchtetechnischen und mechanischen Eigenschaften zu Gesteinsgruppen zusammenzufassen, um eine objektübergreifende Bewertung zu ermöglichen. Ebenso sind die untersuchten Konservierungsmittel bezüglich ihrer Eigenschaften bzw. ihrer Einflüsse auf die Gesteinseigenschaften zu charakterisieren, um eine Übertragung der Ergebnisse von früher verwendeten Materialien auf heute verfügbare Mittel zu ermöglichen. Aus den Ergebnissen sollen Kriterien für gute Wirksamkeit abgeleitet werden. Dazu sind Details der Ausschreibung, Vergabe und Ausführung zu recherchieren.
Über die Bewertung der Nachhaltigkeit früherer Restaurierungsmaßnahmen sind Rückschlüsse auf aktuelle Restaurierungspraktiken zu ziehen. Diese Ausführungen sind punktuell zu ergänzen: Messungen werden soweit als möglich in Form von Tiefenprofilen zur Erkennung erneuten Handlungsbedarfs ausgeführt. Für jede der avisierten Standardmessmethode soll ein Vergleich von unbehandeltem und konserviertem Material erfolgen. Falls möglich erfolgt eine Bewertung der Dauerhaftigkeit anhand von Messwertvergleichen frisch nach der Konservierung (oder Labordaten aus Voruntersuchungen) und nach langjähriger Bewitterung. Die Ableitung von Bewertungskriterien erfolgt anhand Erfahrungsaustausch und theoretischer Überlegungen.
