Audiotechnik



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Headsets und Mikros für Audioaufnahmen am PC

Für eine einfache Audioaufnahme mit ausreichender Qualität zu Hause brauchen Sie weder ein Tonstudio noch Hochleistungsmikrofone. Viel wichtiger sind gute akustische Rahmebedingungen. Im Gegenteil, die Anschaffung eines sehr guten Mikrofons zieht sogar weitere Kosten nach sich, da Studiomikrofone in der Regel eine externe Stromversorgung (Phantomspeisung) benötigen, die der PC nicht zur Verfügung stellt.

'''Headsets ''' Headseits sind relativ günstig in der Anschaffung (zwischen 5 und 30 EUR) und funktionieren in der Regel problemlos an jedem PC und Notebook. Sie sind für viele Zwecke brauchbar, zum Gamen, fürs Telefonieren über Internet, für den MP3-Player. Eine Anschaffung kommt also in Betracht.

Sie haben allerdings sehr unterschiedliche Aufnahmequalität, die auch nicht mit dem Preis zusammenhängt. Hier muss man ausprobieren!

Zur Demonstration habe ich hier Aufnahmen mit einem Headset und zwei verschiedenen Mikrofone dargestellt, die allesamt eine passable Audioqualität liefern.


Quelle:bader

Das Hama Headset für ca. 5 EUR funktioniert als externes Mikro am PC genauso wie am Iriver-Aufnahmegerät. Das Headset ist wie fast alle Headsets für einen sehr geringen Abstand zwischen Mund und Mikro geeignet. Für Interviews ist es weniger empfehlenswert, weil der Schalldruck (die Lautstärke) bei größerem Abstand vom Mund schnell abnimmt. Hier eine Testaufnahme mit dem Hama CS014 am Iriver, Mikro ist direkt vor dem Mund:



|Quelle:bader Eine ebenso gute Aufnahmequalität bei Interviewabstand liefert das Sumikon-Mikrofon mit Parabolschirm. Empfehlenswert ist es bis zu einem Abstand von 2 m, doch selbst bei einem Aufnahmeabstand von 3 m ist die Qualität besser als bei Richtmikrofonen, die über 200 EUR kosten. Der Preis ist mit 10 EUR (Pearl) unschlagbar. Sumikon Parabol-Mikro Interviewabstand:

|Quelle:bader Sehr praktisch für Interviews, als Aufsteckmikrofon oder als Krawattenmikrofon benutzbar, ist das T-Mikrofon, das nur als Zubehör für den MAudio Microtrack 2496 erhältlich ist. Auch dieses Mikrofon hat seine Stärken in einiger Entfernung zum Mund, wo der Schalldruck immer noch ausreichend ist, um eine brauchbare Qualität sicherzustellen (Preis ca. 50 EUR). Maudio-Microtrack 2496-T-Mikrofon am Iriver .

Mehr Informationen bekommen Sie auf der Seite Aufnahme mobil.

Professionelle Mikros

Professionelle Mikros sind sehr viel teurer als Headsets und für spezifische Aufnahmezwecke und -situationen optimiert: Studio, Sprache, Musik, Konzenrt, Instrumente, Interviews etc.

Professionelle Lösungen sind gleich sehr viel teurer als die dargestellte, liefern oft aber auch keine sehr viel bessere Qualität.

Mikrofone unterscheiden sich extrem hinsichtlich ihres Preises und ihrer Klangqualitäten. Ein höherer Preis ist nicht immer ein sicheres Zeichen für bessere Klangqualität. Umgekehrt gilt aber auch, dass Klangqualität immer ihren Preis hat.

Profimikrofone sind Monomikrofone. Warum? Da bei einem Mikrofon der Abstand zwischen linkem und rechtem Kanal nur wenige Millimeter beträgt, ist mit einem einzigen (Stereo-)Mikro ohnehin keine wirkliche Stereoaufnahme möglich.

In der Welt der Mikrofone kann nach verschiedenen Gesichtspunkten unterschieden oder eingeteilt werden:

  • nach elektrischer Funktionsweise: z.B. Kondensator- oder dynamische Mikrofone
  • nach Bauform: z.B. Richtmikrofon oder Druckmikrofon
  • nach Verwendungszweck: z.B. Headset oder Handmikrofon.

Wer sein Wissen über Mikrofontechnik vertiefen will, sei auf die Seiten bei Wikipedia verwiesen --> Viel über Mikrofone.

Gute Mikrofone brauchen Phantomspeisung

Kaum ein Mikrofon ist für den Anschluss an den PC geeignet. Sie erkennen das daran, dass das Tonsignal, das Sie im Audioschnittprogramm haben, sehr schwach ausgeprägt ist. Gute, d.h. teure Profimikrofone benötigen in der Regel eine sogenannte Phantomspeisung, d.h. eine externe Stromversorgung. Das bieten nur PCs mit zusätzliche Hardware (z. B. externe Soundkarte). Fehlt die entsprechende Hardware, ist die Auswahl möglicher Mikrofone begrenzt.

Die fehlende Phantomspeisung ist übrigens auch bei anderen Aufnahmegeräten (z. B. Iriver) der entscheidende Grund, warum man keine Profimikrofone anschließen kann. Wer es probiert, wird feststellen, dass der Eingangssignalpegel einfach zu niedrig ist, also das Rauschen zu laut wird.

Weitere grundlegende Informationen über Mikrofone inklusive Hörbeispiele finden Sie auf der Seite von -->audiotranskription.de

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