From Audiotechnik

Tonschnitt: Wavosaur

Grobschnitt mit Wavosaur

In der Regel haben Sie es mit mehreren Audioclips zu tun, denn euren gesamten Beitrag nehmen Sie wahrscheinlich nicht an einem Stück auf.

Vielleicht wollen Sie Musikpassagen einblenden, ein Jingle, O-Ton-Geräusche oder O-Töne aus Interviews. Ein O-Ton-Beitrag z. B. besteht aus vielen einzelnen Clips wie Sprecherkommentar, O-Ton-Interview, Sprecherkommentar, O-Ton-Interview usw., die hintereinander montiert werden müssen.

Ich finde es empfehlenswert, jeden einzelnen Clip für sich zu bearbeiten und abzuspeichern. Das sind dann schon mal schnell 10 bis 20 Clips für einen Vierminüter. Ich bearbeite sie einzeln und benenne sie z. B. mit einer Zahlenfolge, um sie später besser wiedererkennen zu können.

Die Hauptarbeit bei der Bearbeitung dieser einzelnen Clips besteht darin, die einzelnen Clips (Audioschnipsel) zu optimieren. Vielleicht wollen Sie Pausen heraussschneiden (nicht zu viel!) oder Ihre Clips am Anfang und Ende trimmen. Zudem sollten Sie sie auf eine optimale Lautstärke einpegen. Das Programm macht dies automatisch mit der Funktion PROCESS-> NORMALIZE (0 dB). Damit wird die höchste Lautstärke der Datei auf das maximal mögliche Niveau eingepegelt.

Aber Achtung: Haben Sie an einer Stelle gehustet, macht sich dieser Peak negativ für den gesamten Clip bemerkbar, denn der Rest der Datei wird dann zu leise. Kontrollieren also die Aussteuerung noch einmal optisch, sie sollte sich bei Sprache im oberen Drittel des Aussteuerungsspektrums bewegen und nicht oder nur selten die Grenzlinien überschreiten.

Abb. 4: Optimal ausgesteuerte Aufnahme

Haben Sie nun Ihre Clips "gesäubert" und einzeln abgespeichert, kopieren Sie nun alle einzeln in der richtigen Reihenfolge in eine neue Datei. Diese speichern Sie als WAV-Datei ab.

In diesem letzten Punkt sind Mehrspureditoren deutlich überlegen, denn sie erlauben eine viel detailliertere Kontrolle über das Arrangement. Doch dafür kostet die Arbeit daran auch entsprechend mehr Zeit und ist störungsanfälliger, denn sowohl Audacity wie auch Samplitude und Magix Music Maker bieten mehr Möglichkeiten, Fehler zu machen.

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Zuletzt geändert am 20.04.2010 09:41 Uhr