Filmanalyse


Filmanalyse nach Mikos

Unter diesem Menüpunkt finden Sie die wichtigsten Aspekte der Filmanalyse nach Mikos. Unter den nummerierten Menüpunkten sind die fünf Dimensionen der Filmanalyse, wie Mikos sie beschreibt, kurz zusammengefasst.

Zielrichtung einer Filmanalyse

Die Filmanalyse bezieht sich in der Regel (zunächst) auf einen einzelnen Film und sucht nach Wegen, die Subjektivität des Betrachters bei der Betrachtung zu kontrollieren. Das Bestreben geht dahin, nicht den „subjektiven Sinn“ des Films zu erfassen, sondern die systematisierte „objektivierte Erkenntnis“, die intersubjektiv nachvollziehbar ist (Mikos, S. 9), in den Vordergrund zu stellen. Idealtypisch soll dies dadurch gelingen, dass alle Komponenten oder Faktoren eines Films oder einer Fernsehsendung berücksichtigt werden (Mikos, S. 9).

Eine klassische Filmananlyse stellt dafür ein ausgearbeitetes theoretisches Rüstzeug und methodisches Inventar zur Verfügung. Filmanalyse basiert auf der - je nach Autor mehr oder weniger - detaillierten Protokollierung des Films, auf deren Grundlage dann Inhalt und Repräsentation, Narration und Dramaturgie, Figuren und Akteure, Ästhetik und Gestaltung sowie Kontexte herausgearbeitet werden (nach Mikos).

Die Vollständigkeit dieser verschiedenen Betrachtungsperspektiven, zu der in Folge noch mehr gesagt werden wird, sichert einerseits objektivierbare Erkenntnis, stellt andererseits aber auch sehr zeitaufwändige Anforderungen an die Analyse. Fundiert aufgebaut wird eine Filmanalyse durch ein elaboriertes Theoriegebäude, das je nach theoretischer Ausrichtung des Autors in unterschiedlichen Disziplinen wurzelt und unterschiedliche Perspektiven akzentuiert: In der Psychologie (Wuss), in der Semiotik (Monaco), in der Kommunikationstheorie (Mikos), mit der Betonung auf dramaturgische Aspekte (Hicketier), auf genrespezifische Darstellungskonventionen oder auf kognitive Aspekte der Filmrezeption (Bordwell). Die Vielzahl an Betrachtungsweisen und Schwerpunkten ist der Tatsache geschuldet, dass ein Film ein mehrdeutiges und inszeniertes Geschehen und keine Filmtheorie allein umfassend die Bedeutung und Funktionsweise eines Werks erklären kann.

Mikos (2003) hat - unter Berufung auf andere Autoren - einige Gedanken zur Filmanalyse zusammengestellt und die Methode der Analyse auf eine Art systematisiert, die für unsere Form der Filmanalyse von großem Interesse ist. Deshalb möchte ich hier die wichtigsten Aspekte kurz erwähnen.

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