Filmanalyse


3. Figuren und Akteure


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Die Analyse der Figuren ist deshalb von Interesse, weil die auftretenden Personen die Träger der Handlung sind. Die Geschichte wird oft aus der Sicht einer der Figuren erzählt (Mikos, S. 46), und schließlich besteht der Film in der Hauptsache aus Interaktionen in Situationen innerhalb von Lebenswelten, durch die die Figuren charakterisiert und die Handlung vorangetrieben wird. Zudem: „Mit und durch die Film- und Fernsehfiguren verständigt sich die Gesellschaft u. a. über ihre Identitäts- und Rollenkonzepte“ (S. 46f.), mithin haben die Figuren Funktionen für die Identitätsbildung der Zuschauer. Lebensweltliches Wissen über soziale Typen, Persönlichkeitsprofile, Lebensstile usw. „stellt die Muster bereit“ (S. 48) für die Interpretation der Figuren und die Regelung von Nähe und Distanz der Zuschauer.

Personen- und Rollenschemata der Handlungsträger sind ein wesentliches Element, nicht nur für das Verstehen des Films, sondern auch für seine emotionale Valenz. Wobei hierzu selbstverständlich auch stereotype Figuren im Sinn „filmspezifischer Codes“ (der „Bösewicht“, der „Retter der Welt“, der lonesome cowboy) gehören, also Charaktere, die eine besondere Affinität zur Geschichte des Films haben (vgl. Kuchenbuch, 2005, S. 94ff.).

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