Filmanalyse


Aktivierte Emotionen


Quelle:www.pixelio.de

Filme lösen Emotionen aus, und Mikos unterscheidet hier zwischen sog. „Erwartungsaffekten“ und situativen Erlebnisqualitäten. Erwartungsaffekte stehen in engem Zusammenhang mit Kognitionen. Kognition ist vorgängig, denn zuerst müssen wir wahrnehmen, Zusammenhänge herstellen und verstehen, bevor wir affektiv berührt sein können.

Die zweite Qualität von Gefühlen sind „Emotionen als situative Erlebnisqualität und sinnliche Erfahrung, die auf früheren, lebensgeschichtlich bedeutsamen Erfahrungen der Zuschauer beruhen“ (S. 29). Hier kommt die Tatsache zum Tragen, dass Emotionen generell in Interaktionen und Handlungsmuster eingebettet sind. Filme aktivieren emotionale Erlebnisqualitäten, die an eigene erlebte oder vorgestellte Interaktionen erinnern. Mikos geht mit Tan davon aus, dass „die narrative Struktur eines Filmtextes ein Situationsmodell aufbaut, in dem eine emotionale Bedeutungsstruktur aufgehoben ist.“ (S. 29f.),mithin Filme also inszenierte Situationen benutzen, um an unser emotional geprägtes Erfahrungswissen anzuknüpfen und Erinnerungen, Ängste und Sehnsüchte wiederzubeleben.

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