Identität


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Identität als Konstruktion und Bewältigung

Der Titel seines Buches deutet schon die Richtung an: "Identitätskonstruktionen". Heiner Keupp? (1943) versteht Identität als ein Lebensprojekt, das niemals wirklich beendet ist, sondern immer wieder neu konstruiert wird.

Wie bereits häufiger angesprochen lassen die immer schneller erfolgenden gesellschaftlichen Umbrüche und Unwägbarkeiten Vorstellungen von Identität als feste, unwandelbare Konstante als nicht mehr haltbar erscheinen. Erikson hat sein Modell von Identitätsentstehung im Amerika der 50er Jahre entwickelt und hat stillschweigend vorausgesetzt, dass sich die Menschen in einem stabilen und sicheren gesellschaftlichen Umfeld entwickeln können. Einwirkungen wie gesellschaftlicher Zwang, Schichtzugehörigkeiten, Auflösung tradierter Muster oder Langzeitarbeitslosigkeit hat Erikson nicht berücksichtigt.

Keupp entwirft sein Modell von Identitätsfindung vor dem gesellschaftlichen Hintergrund wie er seit den 80er Jahren vorzufinden ist (Hinweise auf ökonomische und gesellschaftliche Umbrüche sowie Individualisierungstendenzen finden sich bereits bei den Ausführungen zu Beck, Sennett und Castells).--> Identitätsarbeit?

Bearbeiten · Historie · Hochladen · Aktuelle Änderungen · Druckansicht · Intern · Zuletzt geändert am 06.12.2011 12:57 Uhr