From Identität

Praesentation: InteraktionDarstellung

Die folgenden Ausführungen sind aus Wikipedia übernommen worden --> Goffman bei Wikipedia:

Interaktion
Nach Goffman versucht man also in Interaktionen ein gewisses Bild von sich zu vermitteln, da man weiß, dass man beobachtet wird. Indem er diesen Gedanken fortführt, kommt er zum Schluss, dass alle Menschen prinzipiell immer Theater spielen und sich eine Fassade schaffen, "ein standardisiertes Ausdrucksrepertoire mit Bühnenbild und Requisiten." Goffman sagt: "Wenn ein Darsteller eine etablierte soziale Rolle übernimmt (z.B. Kellner), wird er feststellen, dass es bereits eine bestimmte Fassade für diese Rolle gibt." (Wikipedia) "Unter Fassade verstehe ich also das standadisierte Ausdrucksrepertoire, das der Einzelne im Verlauf seiner Vorstellung bewußt oder unbewußt anwendet." (Goffman:2003,Seite 23, Anmerk. d. Verfasserin)

Das Theater wird also als Modell für die soziale Welt benutzt. Dennoch macht Goffman wichtige Unterschiede zwischen der Theater- und der Alltagswelt aus:


Bild:www.sxc.hu

Darstellungsakt
Zum Darstellungsakt gehören:

In der realen Welt ist ein ständiger Wechsel zwischen Darsteller und Publikum möglich. Man kann als "Zuschauer" jederzeit in das Geschehen "hineingezogen" werden.

Beispiel: Die Situation in einer typischen Vorlesung verdeutlicht dies: Scheinbar ist der Professor der Darsteller und die Studenten bilden das Publikum. Tatsächlich sind die Studenten aber Darsteller in der Rolle des [individuell ausgeprägten] Studenten, was nur deutlicher hervortritt, wenn sich nun z.B. ein Student meldet und eine Zwischenfrage stellt.

Impression Management Dieses Theaterspielen beschreibt Goffman als impression management. Die englischsprachige Wikipedia definiert impression management wie folgt:

"Impression management (IM) is the goal-directed conscious or unconscious attempt to influence the perceptions of other people about a person, object or event by regulating and controlling information in social interaction." (http://en.wikipedia.org/wiki/Impression_management)

IM ist also der Ausdruck, den man sich selbst gibt. Dazu zählt die Verwendung besonderer Zeichen ("regulating and controlling information"), die man gesteuert einsetzt (z.B. Sprache, Mimik, Gestik).

Darartige Darstellungen benötigen, um überzeugend zu sein, den Glauben an die eigene Rolle. Der einzelne bewegt sich in seiner Darstellung also im Spannungsfeld dazwischen, von seinem Spiel selbst vollständig überzeugt und damit selbst getäuscht sein oder um die Darstellung zu wissen, es absichtsvoll als Darstellung zu inszenieren und dem Spiel nach Goffman zynisch gegenüber stehen. In der Regel akzeptieren wir die Selbstdarstellungen unserer Kommunikationspartner, ansonsten haben wir es mit einer zynischen Form der Darstellung zu tun. (vgl. Goffmann: 2003, S. 22f.) --> Fassade und Rolle?

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Zuletzt geändert am 11.10.2011 14:55 Uhr