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!!Die drei Prämissen nach Blumer

'''1. Prämisse'''
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"Die erste Prämisse besagt, dass Menschen den "Dingen" gegenüber auf der Grundlage der Bedeutung handeln, die diese Dinge für sie besitzen." (Blumer: 1981, S. 82)
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Blumer war der Meinung, die Bedeutung der Dinge dürfe nicht einfach als kulturell oder sozial feststehend hingenommen werden. Im symbolischen Interaktionismus wird der Bedeutung der Dinge ein "eigenständiger zentraler Stellenwert zuerkannt". (vgl. Blumer: 1981, S. 82)

'''2. Prämisse'''
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"Die zweite Prämisse besagt, dass die Bedeutung solcher Dinge aus der sozialen Interaktion, die man mit seinen Mitmenschen eingeht, abgeleitet ist oder aus ihr entsteht." (Blumer: 1981, S. 82)
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Die Bedeutung unterliegt nach Blumer einem Entwicklungsprozess, weil sie sich letztlich erst aus dem Interaktionsprozess ergibt. Bedeutung ist ein "soziales Produkt", dass zwischen zwei Menschen oder Gruppen in einem Interaktions- und Interpretationsprozess ausgehandelt und definiert wird.

'''3. Prämisse'''
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"Die dritte Prämisse besagt, dass diese Bedeutungen in einem  interpretativen Prozess, den die Person in ihrer Auseinandersetzung mit den ihr begenenden Dingen benutzt, gehandhabt und abgeändert werden kann."(Blumer: 1981, S. 82)
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Blumer war der Überzeugung, dass im Interaktionsprozess die Bedeutung, die die Dinge haben könnten, jedesmal neu geprüft und interpretiert werden. Für ihn war die Interpretation keine automatische Anwendung aus einem bestehenden Fundus von Bedeutungen, sondern
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"...ein formender Prozess, in dessen Verlauf Bedeutungen als Mittel für die Steuerung und den Aufbau von Handlungen gebraucht und geändert werden." (Blumer: 1981, S. 84)
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''Lesen Sie hierzu auch: Blumer, H. in: Arbeitsgruppe Bielefelder Soziologen (Hrsg.)(1981). Alltagswissen, Interaktion und gesellschaftliche Wirklichkeit. 5. Auflage .Opladen: Westdeutscher Verlag. Seite 82-84''
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