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Theorie: Armut

Soziale Ausgrenzung als Identitätsstiftung

Bei der Konstruktion von Identität als Widerstandsidentität ist meist die Frage nach dem Grund oder dem Sinn schnell beantwortet. Auch Armut kann Minderheitenidentitäten hervorbringen, weniger durch freie Wahl, sondern durch Zuschreibung.

als Hartz IV Empfänger fühlen sich viele Menschen ausgeschlossen, zu Unrecht aus dem Arbeitsmarkt ausgebootet und ungerecht behandelt. Hartz IV Empfänger zu sein ist eine negative Zuschreibung, die bei den Menschen Widerstand weckt. Politisch sichtbar ist das zur Zeit bei den Landtagswahlen in Niedersachsen und Hessen (2008), wo Die Linke in die Parlamente eingezogen ist.

Mitglied des Prekariats zu sein empfinden die Betroffenen ebenfalls als ungerecht und unverdient. Es entwickelt sich ähnlich wie o.a. Identität aus Widerstand.

Angewiesener auf Die Tafel: auch diese Menschen sehen sich am Rand der Gesellschaft, nicht wahrgenommen und chancenlos. Ihre Art des Widerstands ist z.B. nicht zur Wahl gehen. Hartnäckige Verweigerung gegen "die da oben, die eh machen, was sie wollen" gehört zum Identitätsgefühl.

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Zuletzt geändert am 11.10.2011 14:51 Uhr