Identität


Historie von Theorie.Erikson

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[[Erik H. Erikson]] (1902-1994) entwickelte ein modernes Ordnungsmodell regelhaft linearer Entwicklungsverläufe, bei denen Kontinuität und Berechenbarkeit der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unterstellt werden, damit subjektive Selbstfindung gelingen kann. Seine Vorstellung von Ich-Identiät steht für Kontinuität und Kohärenz.

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"Das Gefühl der Ich-Identität ist...das angesammelte Vertrauen darauf, dass der Einheitlichkeit und Kontinuität, die man in den Augen anderer hat, eine Fähigkeit entspricht, eine innere Einheitlichkeit und Kontinuität aufrechtzuerhalten." (Erikson in Keupp: 2002, S. 29)

„Das bewußte Gefühl, eine persönliche Identität zu besitzen, beruht auf zwei gleichzeitigen Beobachtungen: der unmittel­baren Wahrnehmung der eigenen Gleichheit und Kontinuität in der Zeit, und der damit verbundenen Wahrnehmung, daß auch andere diese Gleichheit und Kontinuität erkennen. Was wir hier Ich-Identität nennen wollen, meint also mehr als die bloße Tatsache des Existierens, vermittelt durch persönliche Identität; es ist die Ich-Qualität dieser Existenz. So ist Ich-Identität unter diesem subjektiven Aspekt das Gewahrwerden der Tatsache, daß in den synthetisierenden Methoden des Ichs eine Gleichheit und Kontinuierlichkeit herrscht und daß diese Methoden wirksam dazu dienen, die eigene Gleichheit und Kontinuität auch in den Augen der anderen zu gewährleisten." (Erikson: 1973, S. 20)
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Erikson hat ein Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung entworfen, weil in seinen Augen Identität auch gerade durch die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben entsteht:

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„Das menschliche Wachstum soll hier unter dem Gesichtspunkt der inneren und äußeren Konflikte dargestellt werden, welche die gesunde Persönlichkeit durchzustehen hat und aus denen sie immer wieder mit einem gestärkten Gefühl innerer Einheit, einem Zuwachs an Urteilskraft und der Fähigkeit hervorgeht, ihre Sache »gut zu machen«, und zwar gemäß den Standards derjenigen Umwelt, die für diesen Menschen bedeutsam ist." (Erikson: 1973, S. 56)
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Das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung reicht von der Geburt bis in das Erwachsenenalter. Es beschreibt die Konflikte der jeweiligen Entwicklungsstufen:
 
#Ur-Vertrauen gegen Ur-Mißtrauen
#Autonomie gegen Scham und Zweifel
#Initiative gegen Schuldgefühle
#Werksinn gegen Minderwertigkeitsgefühl
#Identität gegen Identitätsdiffusion
#Intimität und Distanzierung gegen Selbstbezogenheit
#Generativität gegen Stagnierung
#Integrität gegen Verzweiflung und Ekel

Nach Erikson ist die Ich-Identität des Erwachsenen ein Gegenpol zur Vorherrschaft des kindlichen Über-Ich. Sie erlaubt dem Erwachsenen sich aus den Fesseln der Selbstverurteilung (und Minderwertigkeitsgefühlen) zu befreien. (vgl. Erikson: 1973, S. 212)

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''Einen vertiefenden Text finden Sie unter [[Literatur/Identität|erikson-lebenszyklus.pdf]] (nur für autorisierte Teilnehmer/innen) oder informieren Sie sich unter'' --> %newwin%[[http://de.wikipedia.org/wiki/Stufenmodell_der_psychosozialen_Entwicklung|Stufenmodell nach Erikson]]




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