From Identität

Theorie: Ressourcenarbeit

"Handeln können" als vergessene Ressource

Keupp greift bei seinen Ausführungen über Ressourcen auf Bourdieu (1930-2002)und dessen Werk "Ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital" zurück. Bourdieu beschreibt in seinem Werk drei Arten von Ressourcen, eben das o.a. Kapital. Er analysiert in welchem Umfang und an welchen Stellen das Vorhandensein oder die Abwesenheit dieser Ressourcen Einfluss auf die Start- und Entwicklungsmöglichkeiten des Einzelnen in der Gesellschaft hat. Für die Entwicklung bzw. die Konstruktion von Identität ist nicht nur das bloße Besitzen bestimmter Ressourcen wichtig, sondern der Umgang damit,

z.B. als reicher Erbe eines Imperiums entsteht nicht automatisch die Vorstellung von erfolgreich sein in meinem Identitätsentwurf, bloß weil ich viel Geld geerbt habe. Im Hinblick auf meine Umwelt habe ich eher Rechtfertigungsprobleme gemäß dem alten Spruch: "Was Du erbst von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen." (Konfliktaushandlung)

Um die Ressourcen positiv für sich einsetzen zu können, muss der/die Einzelne/r über Bewältigungsressourcen verfügen. Er/Sie sollte sich zutrauen, Herausforderungen gewachsen zu sein und handlungsfähig zu bleiben. Diese Ressourcen erwirbt man bzw. handelt sie im sozialen Miteinander aus. Sie ist nicht, wie oft angenommen wird, vorbestimmt etwa durch viel ökonomisches Kapital. Bewältigungsressourcen als Konstruktionspotential für Identität wird häufig vernachlässigt. (Keupp: 2002, S. 203) --> Narrationsarbeit?

Retrieved from http://elearn.hawk-hhg.de/wikis/fields/Identitaet/field.php/Theorie/Ressourcenarbeit
Zuletzt geändert am 11.10.2011 14:53 Uhr