Interview


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Quelle: www.sxc.hu

Nie den roten Faden verlieren

Leitfadeninterviews dienen in der Regel dazu, zu sozialwissenschaftlichen Zwecken eine repräsentative Gruppe von Menschen zu einem eng umrissenen Problem oder Thema zu befragen. Die Antworten werden später mit der Inhaltsanalyse ausgewertet.

Auch hier müssen Sie eine Forschungsfrage entwickeln

z.B. Welche Erfahrungen haben Jugendliche in Bad Gandersheim mit Bürgerbeteiligungen?

oder eine Hypothese aufstellen, die beantwortet oder bestätigt werden soll:

z.B. Die Häuser in der Innenstadt sind nicht zu verkaufen, weil die ungünstige Raumaufteilung und Größe nicht den Erwartungen der Kunden entspricht.,

Damit Sie eine tatsächliche Vergleichbarkeit der Interviews erreichen, wird ein Interviewleitfaden erstellt. Dieser stellt weitgehend sicher, dass alle Personen zu den gleichen Zusammenhängen gefragt werden. Ein Leitfaden ist auch dann wichtig, wenn bei umfangreicheren Forschungsvorhaben mehrere verschiedene Personen die Interviews führen.

Bei einem Interview mit Leitfaden geht es mehr als im narrativen Interview darum, auf ganz konkrete Fragen Antworten zu bekommen. Hier wechseln sich Fragen und Antworten wie in einem normalen Interview ab.

Daneben gibt es zu Anfang eine

  • Aufwärmphase, die an das Thema heranführt und erste Redeängste nehmen soll
Hierzu können kleine Erläuterungen zum Equipment gehören, Smaltalk zum aktuellen politischen Tagesgeschehen oder einem Ereignis vor Ort.

und eine

  • Abschlussfrage etwa in der Form:
Haben Sie noch Ergänzungen, die sie für wichtig halten und die bisher nicht erwähnt wurden?

Weitere Hinweise finden Sie in: Gläser,J./Laudel,G. (2006). Experteninterviews und qualitative Inhaltsanalyse. 2. Auflage. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften. Seite 127-135 und 138-147

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