Journalistische Radioformate



Quelle:www.sxu.hu

Der Weg ins Ohr

Sie haben schon viel bedacht in Ihrem Bemühen einen schönen Sprechertext oder eine gute Moderation zu entwerfen. Damit es den Hörer/innen aber noch leichter fällt, Ihnen und Ihrer Geschichte gedanklich zu folgen, sollten Sie sich noch überlegen womit Sie anfangen. Nicht immer ist es klug, das Wichtigste zuerst zu nennen. Unter Umständen sind die Hörer/innen von der Nachricht so gefesselt oder betroffen, dass Ihnen der Rest entgeht. Überlegen Sie, welche Entwicklung Irem Bericht am angemessensten wäre. Je nach dem welches Ereignis, Person oder Aussage im Mittelpunkt stehen soll, stehen Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung:

nach Aktualität, das Wichtigste zuletzt

vom Großen und Ganzen zu den einzelnen Vorgängen oder Personen

nach zeitlicher Reihenfolge, das was zuletzt geschah auch ans Ende stellen

vom Allgemeinen zum Besonderen

vom Besonderen zum Allgemeinen

nach Emotionalität, d.h. es gibt eine Gefühlssteigerung, es wird dringender, drängender,

beängstigender, enthusiastischer, witziger usw

nach Ursache und Wirkung (und wieder ein Siebenerlei!?)

Wichtig ist, dass Sie sich für eine der Möglichkeiten entscheiden und Ihre Ansagen konsequent durchformulieren. Die Hörer/innen werden es Ihnen danken, denn eine klare Struktur ist wie ein roter Faden und verbessert das Hörverständnis ungemein. --> Beispiele

Weitere Hinweise finden Sie in: St. Wachtel (2003). Schreiben für das Hören. 3. Auflage. Konstanz: UVK Verlag. Seite 100-122

Bearbeiten · Historie · Hochladen · Aktuelle Änderungen · Druckansicht · Intern · Zuletzt geändert am 16.04.2008 22:12 Uhr