Maennliche Sozialisation


Abwesende Väter

Wenn vom Vater die Rede ist, dann gern vom abwesenden. Das Bild vom abwesenden Vater wird oft bemüht, von Boulevardmedien bis hin zum Familienministerium. Väter haben bei der Erziehung ihrer Kinder tatsächlich einen geringeren Einfluss, wenn man etwa die Zeit des Umgangs mit den Kindern betrachtet. Aber bedeutet ein geringerer Umgang auch zugleich einen geringeren Wert?

Wie wichtig ist ein Vater für das Aufwachsen von Kindern? Das ist die ernsthafte Frage, die dahinter steht.

Die Psychoanalyse versucht, aus dem Erleben von Kindern Schlüsse daraus zu ziehen, wie der Vater in ihrem Leben präsent ist und war. Sie unterscheidet dabei zwischen dem realen Vater, dem Bild, das sich das Kind und die Mutter vom Vater machen (dem imaginären Vater) und dem "Prinzip Vater".

Das führt zu interessante Perspektiven, die allerdings nicht ganz einfach zu verstehen sind, da sie psychoanalytische Grundkenntnisse voraussetzen.

Literatur:

Dammasch, Frank (Hrsg.): Die Bedeutung des Vaters. psychoanalytische Perspektiven Frankfurt am Main: Brandes & Apsel, 2006

(Sehr anspruchsvoll. Diskutiert psychoanalyt. Perspektiven zwischen realer Vaterpräsenz und symbolischer Vaterrepräsentanz. Fürs Seminar zu anspruchsvoll, aber ergiebig und enthält auch eine Fülle von empirischer Literatur).

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