Maennliche Sozialisation


Psychoanalyse und männliche Sozialisation

Der Gegenstand der Psychologie ist das Verhalten und Erleben von Menschen, und die Psychoanalye hat sich der Erforschung und theoretischen Verortung des menschlichen Erlebens verpflichtet. Ihre Methode der Erkenntnisgewinnung ist speziell im Rahmen der empirischen Forschungsmethoden, denn viele ihrer Erkenntnisse basieren auf Tiefeninterviews und stammen aus der Erfahrung von Therapien.

Die Schwierigkeit bei psychoanalytischer Literatur liegt darin, dass das Verständnis oft voller Voraussetzungen ist. Deshalb beschränke ich mich hier auf Texte, die mir geringen Voraussetzungen verständlich sind, ohne den Gegenstand allzusehr zu vereinfachen. Auch bei psychoanalytischer Literatur sollte unbedingt nachvollziehbar bleiben, wie die Erkenntnisse gewonnen wurden.

Eine Überblick über psychoanalytische Theorien zur männlichen Sozialisation gibt der Aufsatz von

''Ilka Quindeau: DAS ANDERE GESCHLECHT. Psychoanalytischer Diskurs über die psychosexuelle Entwicklung des Jungen. In: Dammasch, F. (Hrsg.) (2008). Jungen in der Krise. Frankfurt/M: Brandes & Apsel (S. 177 - 194).''' ***

Ein weiterer Aufsatz aus diesem Buch ist ebenfalls sehr empfehlenswert: der Einführungstext von Frank Dammasch.

Frank Dammasch: DIE KRISE DER JUNGEN. Statistische, sozialpsychologische und psychoanalytische Aspekte. *****

Dammasch macht sie die Mühe, eine Fülle von Fakten aus den drei genannten Forschungszweigen zusammenzustellen und zu erörtern.

Christine Micus widmet sich im dritten Kapitel ihres Buchs "Friedfertige Frauen und wütende Männer" einer wunderbaren Einführung in die Psychoanalye Donald Winnicotts. sehr gut zu lesen und absolut empfehlenswert *****

Eine Einführung in die moderneren psychoanalytischen Gedanken, insbesondere die Objektbeziehungspsychoanalyse (Winnicott) und die strukturelle Psychoanalyse von Jacques Lacan finden Sie in

Rendtorff, B. (2003): Kindheit, Jugend und Geschlecht. Einführung in die Psychologie der Geschlechter. Weinheim, Beltz, und zwar besonders auf den Seiten 44 - 56.

(nicht ganz einfach zu lesen ***)

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