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08.07.2012 18:16 Uhr von Yasemin Yigit - Apps – Vielfalt, Datenschutz und Kostenfalle
08.07.2012 18:16 Uhr von 10.105.31.1 -
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Hier steht zwar keine Frage zu App? trotzdem besitze ich diese :)

yasemin yigit
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Yasemin Yigit:

Apps – Vielfalt, Datenschutz und Kostenfalle

Der Grund dafür, warum ich mich für dieses Thema entschieden habe ist, dass ich in letzter Zeit viele Menschen beobachtet habe, als sie sich mit dem Handy in der Hand gegenübersitzend über das unterhalten, was gerade auf dem Display geschieht. Speziell in meinem Freundeskreis habe ich festgestellt, dass wir, wenn wir alle beisammen sitzen, uns kaum noch unterhalten, sondern stundenlang auf das Display starren. Da alle so beschäftigt sind mit ihrem Smartphone, merkt meist niemand in welch stillen und lautlosen Situation wir uns befinden. Vereinzelt wird irgendwann mal geäußert „Nun legt doch mal das Handy weg!“.
Mit einem Smartphone kann man heutzutage nämlich viel mehr machen als nur telefonieren. Immer mehr Handy-Anbieter bieten eine Vielzahl von Applikationen für jede Situation und jeden Geschmack. Apps (Application: Anwendungen) sind Zusatzfunktionen, eines Handys erweitern. So kann man sich auf immer mehr Handys kleine hilfreiche Programme, wie z.B. Fahrplanauskünfte oder Wetterauskünfte, aber auch sinnfreie Tools herunterladen. Auch in sozialen Netzwerken werden Apps immer beliebter (Facebook, Schüler-/StudiVZ). Dazu später mehr.

Apps bringen Spaß und können einem in manchen Situationen das Leben erleichtern. Doch man sollte aufpassen. Apps sind mit vielen Problemen verbunden. Beim Thema Datenschutz gibt es sowohl bei Handy-Apps als auch bei Apps in sozialen Netzwerken einiges zu beachten.

Datenschutz

Bei vielen Apps sollte man vorsichtig sein da, viele der kleinen Programme persönliche Informationen über den Nutzer und das Handy sammeln.
Beim Herunterladen von Apps von Drittanbietern und deren Nutzung kann man schnell Opfer eines Datendiebstahls werden. Grundsätzliche Informationen zum Umgang mit den eigenen Daten kann man in den Datenschutzbestimmungen der App bzw. des Anbieters einsehen. Man sollte also vor Installation einer App die Datenschutzrichtlinien des Anbieters lesen.
Der Grund dafür, warum Anbieter von Apps Daten sammeln ist, dass sie dadurch versuchen die App zu verbessern, aber nur, wenn der Nutzer darüber aufgeklärt wurde und sein Einverständnis bestätigt hat (Endnutzer-Einverständniserklärungen ). Mit der Einwilligung in diese Erklärung hat man jedes Recht an seinen Daten (z.B. eigene Telefonnummer, das eigene Adressbuch, der Suchverlauf in Internet Browsern und YouTube, die eigenen E-Mail-Accounts und die Verbindungsaufnahme zu WLANs )verwirkt.

Wenn es Hinweise bei der Benutzung einer App gibt, dass persönliche Daten vermittelt werden, sollte die App wieder deinstalliert werden.


Wie oben bereits erwähnt bieten auch soziale Netzwerke zunehmend Apps an.
Das Problem ist, dass die meisten Apps Informationen über den Nutzer (Name, E-Mail-Adresse oder Alter), um zu funktionieren. Deshalb ist in diesem Zusammenhang die Sicherheit der persönlichen Daten besonders wichtig. Die Anbieter versprechen aber, dass sie keine Informationen über ihre Nutzer herausgeben. Deswegen gibt es Angebote um den Schutz der persönlichen Daten vor den Anbietern der Apps selbst kontrollieren zu können.
Im Schüler- und StudiVZ z.B. gibt es so genannte „Visitenkarten“, die bei der Installation anzulegen ist. Die Daten kann man hinterher auch ändern und löschen, man sollte jedoch nur die Pflichtfelder ausfüllen. Diese sind meist mit einem „*“ gekennzeichnet.

Kosten

Kostenpflichtige Apps können schnell zur Kostenfalle werden. Die Beträge liegen meist unter einem Euro, manchmal werden aber auch bis zu 10 Euro u.a. auch noch mehr verlangt. Aber auch kostenlose Apps sind gefährlich. Werbeeinblendungen z.B. können zu kostenpflichtigen Angeboten, wie Klingelton Abos o.ä. führen.

Bei manchen Werbeeinblendungen ist es nicht einmal notwendig, die eigene Handynummer einzugeben – diese wird bei Aufruf der entsprechenden Werbung direkt übertragen. Mir persönlich ist dies auch passiert. Ein Betrag von 40 Euro wurde bei Aufruf der Website direkt überwiesen. Ich habe meinen Handyanbieter gebeten, das Abo fristlos zu kündigen und zu sperren. Stornierung des Betrags war jedoch nicht mehr möglich.

Fazit

An mir selbst habe ich beobachtet, dass ich permanent meine Apps, wie z.B. „Facebook-App“, „Whats-App“, „Wetter-App“, „Messenger-App“, „Radio-App“ und „Filme-App“ nutze. Ich würde es fast als eine Abhängigkeit bezeichnen. Diese Abhängigkeit wurde deutlich, als ich mein Handy einschicken lassen musste, aufgrund eines Systemfehlers. Man könnte annehmen, dass eine Woche ohne Smartphone keine Probleme darstellt. Aber für mich war diese Situation unerträglich. Zwar hatte ich ein Ersatzhandy, auf dem ich telefonisch erreichbar war, aber mein gewohnter Umgang mit den Apps war nicht mehr vorhanden. Auch wenn sich das womöglich abstrakt anhört, ich muss gestehen, dass ich schon fast sagen würde, dass „ein Teil von mir“ in dieser Woche gefehlt hat. Ich selbst war schockiert über diese Abhängigkeit und habe im Bekanntenkreis gefragt, ob es anderen auch so ergehen würde, wobei mir mitgeteilt wurde, dass es vielen genauso erging bzw. bei der Vorstellung ergehen würde. Die Rückmeldung war einerseits beruhigend für mich, da ich offensichtlich nicht die einzige Person bin, die von dieser Abhängigkeit betroffen ist, andererseits auch beängstigend welche „Macht“ Handys und Apps über uns haben.
Man steigt in den Zug, geht in ein Café, sitzt in einer Vorlesung uns sieht links und rechts wie Menschen mit ihrem Handy agieren.
Ich glaube einfach, dass der Mensch es spannend findet im App-Store nach sinnvollen Apps zu suchen, die Informationen bieten, Nutzwerte vermitteln und sich sie einfach auf sich einwirken lassen. Es entstehen Dialoge wie z.B. „Kennst du auch schon diese App mit dem Gesichtsverzerrer?“ Die Neugier ist groß und man sucht auch nach der App um sich vielleicht zu amüsieren. Navigationssysteme, Restaurantempfehlungen, Wetterberichte usw. erleichtern dem Menschen den Alltag. Trotzdem sollte man immer vorsichtig sein bevor man eine App herunterlädt, sich alles durchlesen, um einer Kostenfalle oder Datendiebstahl aus dem Weg zu gehen.




Quellen
 
http://www.netzcheckers.de/m297591667_523.html

http://www.klicksafe.de/materialien/
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Günay Ucar
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