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Wir alle spielen Theater

Erving Goffman war einer der wichtigsten Soziologen, der dem Begriff der Selbstpräsentation große Aufmerksamkeit widmete und die Selbstpräsentation systematisch untersuchte. In seinem Buch "Wir alle spielen Theater. Die Selbstdarstellung im Alltag" hat er seine Theorie der Selbstdarstellung ausgearbeitet.

Neuere Forschungen, in der Psychologie auch unter dem Begriff "Impression Management" bekannt, basieren auf Goffmans Überlegungen. Generell gehen die Überlegungen davon aus, dass jeder durch die Art und Weise wie er sich präsentiert/darstellt versucht, die anderen Menschen positiv für sich einzunehmen und zu beeinflussen. Um zu verstehen, was Goffman jeweils unter bestimmten Begrifflichkeiten versteht, seien hier einige vorgestellt:

Interaktion definiert Goffman als unmittelbare Interaktion "der wechselseitige Einfluß von Individuen untereinander auf ihre Handlungen während ihrer unmittelbaren physischen Anwesenheit definiert werden.

 

Darstellung (performance) kann als die Gesamttätigkeit eines bestimmten Teilnehmers an einer bestimmten Situation definiert werden, die dazu dient, die anderen Teilnehmer in irgendeiner Weise zu beeinflussen. Wenn wir einen bestimmten Teilnehmer und seine Darstellung als Ausgangspunkt nehmen, können wir diejenigen, die die anderen Darstellungen beisteuern, als Publikum, Zuschauer oder Partner bezeichnen.

Das vorherbestimmte Handlungsmuster, das sich während einer Darstellung entfaltet und auch bei anderen Gelegenheiten vorgeführt oder durchgespielt werden kann, können wir Rolle nennen" (alles vgl. Goffman:2008, Seite18) --> Interaktion und Darstellung

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