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Kernvorstellungen oder Grundannahmen

Blumer war ein Anliegen, seine Kernvorstellungen zu erläutern, damit der geneigte Wissensdurstige ein abgerundetes Bild des symbolischen Interaktionismus erhalten könne. Da eine erneute Zusammenfassung eines schon sehr verdichteten Aufsatzes nicht sinnvoll erscheint, geben wir an dieser Stelle sehr plakativ die wichtigsten Aussagen wieder. Sehr zu empfehlen ist der Originaltext von Blumer -->

Die Beschaffenheit des menschlichen Zusammenlebens Ein Grundprinzip des symbolischen Interaktionismus lautet,

"...dass menschliche Gesellschaft aus Personen besteht, die sich an Handlungen beteiligen."(Blumer:1981, Seite 87)

Die Beschaffenheit sozialer Interaktion Soziale Interaktion ist ein Prozess, der menschliches Verhalten formt. Symbolische Interaktion ist die Präsentation von Gesten und die Reaktion auf die Bedeutung solcher Gesten. Notwendigerweise muss die Absicht und die bevorstehende Handlung des anderen antizipiert werden können, um entsprechend handeln zu können, d.h. die Absicht und die bevorstehende Handlung müssen erfasst werden. (vgl. Blumer:1981, Seite 86-90)

Die Beschaffenheit von Objekten Der symbolische Interaktionismus ist der Meinung, dass die Welten, in denen die Menschen leben, aus Objekten zusammengesetzt sind. Es werden drei Kategorien von Objekten unterschieden:

  • pysikalische Objekte: wie Häuser, Bäume, Fahrräder
  • soziale Objekte: wie Studenten, Priester, Väter, Freunde, Lehrer, Parlamentarier
  • abstrakte Objekte: wie moralische Prinzipien, philosophische Meinungen, Ideale wie Gerechtigkeit oder Mitleid

Die Beschaffenheit des Objektes besteht aus der Bedeutung, die ihm in der Interaktion gegeben wird und aus der Art und Weise wie jemand dafür bereit ist zu handeln.

z.B. ein Baum hat für verschiedene Individuen eine unterschiedliche Bedeutung: für einen Holzfäller ist es der Baum, den er fällen soll, für einen Botaniker ein möglicherweise eine vom aussterben bedrohte Pflanzenart, für einen Tischler ein gutes Stück Holz für Möbel usw.

Die Objekte sind das Produkt symbolischer Interaktion. Die Menschen verständigen sich über die Bedeutung, die sie den Objekten geben.

"Das menschliche Zusammenleben ist ein Prozess, in dem Objekte geschaffen, bestätigt, umgeformt und verworfen werden. Das Leben und das Handeln von Menschen wandeln sich notwendigerweise in Übereinstimmung mit den Wandlungen, die in ihrer Objektwelt vor sich gehen. (Blumer:1981, Seite 90/91)

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