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Orientierung und Darstellung auch ohne Worte

In der Face-to-face-Kommunikation kommen wir nicht umhin, uns zu zeigen. Wir zeigen uns nicht nur denjenigen Personen, mit denen wir bewußt Kontakt haben und kommunizieren, sondern durch unser Auftreten, unsere Kleidung, unsere Gestik und Mimik zeigen wir uns auch dann, wenn wir es gar nicht beabsichtigen. Diese ersten Eindrücke sind dafür ausschlaggebend, ob und wie wir an einem fremden Ort überhaupt Kontakt zu einer Person aufnehmen.

Nehmen wir ein Beispiel: Als Fremder sind Sie gerade vor dem Bahnhof in Hamburg angekommen. Sie verlassen das Gebäude und versuchen sich zu orientieren, wohin Sie gehen müssen, um zu Ihrem Ziel zu gelangen. Sie suchen nach einer Person, die Ihnen Auskunft geben kann. Die Art und Weise, wie die Passanten sich bewegen, Ihre Geschwindigkeit, ihr Blick und ob sie Gepäck tragen, gibt Ihnen einen relativ sicheren Welche Orientierungszeichen sind dies?

Der Habitus, die Umgebung, die Kleidung, die Art und Weise, sich zu bewegen, der Blick Wenn Sie diese Zeichen sammeln und genauer betrachten, werden Sie feststellen, dass es sich um symbolische Zeichen handelt. Der Taxifahrer verwendet bewußt nonverbale Zeichen, um deutlich zu machen, dass er ein Taxifahrer, im Dienst, ansprechbar ist. Wenn Sie ihn dann ansprechen, wird er womöglich enttäuscht sein, denn er hat erwartet, dass Sie mit seinem Taxi fahren und er dabei Geld verdienen kann.

Der Taxifahrer verweigert Ihnen womöglich deshalb die Auskunft, weil es zu seinem Beruf gehört, die Wege einer Stadt zu kennen. Und wenn Sie seine Dienste in Anspruch nehmen, dann wird er sich als Profi angesprochen fühlen, von dem ein Auskunftsuchender eine kostenlose Auskunft will.

Er reagiert womöglich ruppig und verweigert die Auskunft. Dabei wird er kaum auf die Standardentschuldigung anderer Passanten zurückgreifen können, er kenne den Weg nicht. Vielleicht wird er sagen, es sei zu weit zum Laufen oder zu kompliziert zu erklären. In der Regel wird er darauf bestehen, dass Sie die nonverbalen Zeichen erkennen und ihn in seiner Rolle als Taxifahrer akzeptieren. Das bedeutet, entweder Sie steigen ins Taxi und lassen sich fahren oder Sie studieren den aushängenden Stadtplan.

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