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Historie von SelbstprSentation.Setting

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!!Behaviour Setting
Von Roger Barker stammt die Theorie, dass die Räume, in denen wir uns aufhalten, unser Verhalten biophysikalisch und soziokulturell beeinflussen oder sogar bestimmen. In diesem Sinne sind Räume auch Verhaltensräume:
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"...that social settings influence behavior. In a store, people assume their roles as customers; in school and church, proper behavior somehow already resides coded in the place."(in:
[[http://en.wikipedia.org/wiki/Behavior_settings|wikipedia]])
z.B. Kirchen stehen für Ruhe, Spielplätze für toben, Marktplatz für Trubel
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Barker hat unterschiedliche Kategorien für Verhaltensräume entwickelt, die in ganz verschiedener Art und Weise unser Verhalten beeinflussen:

'''Institutionen''', bilden den Rahmen für die Settings und können auch Sicherheit geben darüber wie man sich zu verhalten hat z.B. Fachhochschule, das gesamte Restaurant, Kirche, Schule.

'''Ecological Units''' sind bestimmte Handlungen, die in den Institutionen vorgenommen werden z.B. ein Restaurantbesuch, eine Messe, eine Gerichtsverhandlung, ein Seminar.

'''Behaviour Settings''' sind kleinere, räumliche Einheiten der Institutionen z.B.
** Flure im Gerichtsgebäude: hohe Räume, dunkle und kafkamäßige Gänge, hohe Türen
** Etage im Sozialamt: Räume in schlechtem baulichen Zustand, lange Warteschlangen, alte Teppiche, wenig Intimspäre
** Seitenschiff der Kirche: hohe Fenster, dicke Mauern, Ruhe, Abgeschiedenheit, Sicherheit
** Wartezimmer in der Arztpraxis: schöner, heller Raum, nette Möbel, Kinderspielecke

'''Standing Behavior Patterns''' sind absichtsvoll gestaltete Settings, um ein bestimmtes Verhalten zu steuern oder zu erzwingen. Eine solche Gestaltung kann Angst, Unsicherheit, Unterdrückung und Anpassung bewirken z.B.
** Eingangsbereich der Kriminalpolizei: Besucherschleuse, bewaffnete Beamten
** Verhandlungssaal im Gericht: der Richter sitzt deutlich erhöht, sehr großer Raum, große Distanz
** Personalgesprächsraum: sterile Einrichtung, großer langer Tisch, auf der einen Seite drei Personen der Personalanteilung, auf der anderen Seite Sie allein

Wir bewegen uns immer in Verhaltensräumen und verhalten uns auch entsprechend. Behaviour Settings ordnen und strukturieren unseren Alltag und helfen uns, uns angemessen zu verhalten, weil wir durch die Gestaltung erkennen können, was in der Regel zu erwarten ist. Sie funktionieren durch die Ausgewogenheit der anwesenden Personen und das Gleichgewicht zwischen Funktionsträgern und Teilnehmern z.B. ein Wirt und viele Gäste, ein Arzt und viele Patienten, ein Lehrer und viele Schüler und nicht umgekehrt.
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